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Ostprignitz-Ruppin Neujahrsgrüße von der Großbaustelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neujahrsgrüße von der Großbaustelle
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15:47 19.01.2018
Kathrin Schneider überreichte den Förderbescheid. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Schon eine knappe Stunde vor Beginn des Neujahrsempfangs am Donnerstag in der Stadthalle hatten Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Burkhard Schultz, buchstäblich alle Hände voll zu tun. Sie begrüßen jeden der über 450 Gäste persönlich: vom Feuerwehrmann über OPR-Landrat Ralf Reinhardt bis hin zu Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. „Wir freuen uns über die große Resonanz trotz schlechtem Wetters“, sagte Burkhard Schultz. In seiner Neujahrsansprache blickte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung auf Erreichtes im vergangenen Jahr zurück und auf Geplantes im neuen Jahr voraus. Er begrüßte Ehrengäste namentlich und dankte den Ehrenamtlichen und anderen Engagierten der Stadt für ihren Einsatz. Er lobte den Entschluss der Landesregierung, die geplante Kreisgebietsreform abgesagt zu haben, verwies aber gleichzeitig auf die Herausforderungen, vor denen bevölkerungsarme Regionen wie die Prignitz künftig stehen würden. Die Kooperation mit umliegenden Kommunen wie Pritzwalk oder Heiligengrabe sei die Antwort Wittstocks und seiner Nachbarn darauf.

„In Wittstock muss man sich jetzt schon sehr die Augen reiben“, sagte Schultz in Bezug auf die zahlreichen Baumaßnahmen, die derzeit und künftig in Wittstock realisiert würden. Er sprach von der „Großbaustelle Wittstock“, auf der unter anderem das Gelände für die Landesgartenschau 2019 gestaltet und Gebäude wie die alte Post, die Röbeler Vorstadt oder der Bahnhof saniert würden.

Zahlreiche Bürger und Gäste kamen in die Stadthalle, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung das neue Jahr zu begrüßen.

Nach musikalischer Unterhaltung der Trommlertruppe „Die Grovies“ aus Wusterhausen, die zwischen den Redebeiträgen das Publikum mit schlagkräftigen Rhythmen begeisterte, äußerte sich Kathrin Schneider zur Stadtentwicklung Wittstocks. Sie lobte Erreichtes sowie die guten Beziehungen der Stadt zu ihren Nachbarn. So überreichte sie einen Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro, den Wittstock innerhalb der Richtlinie des Ministeriums zur nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Umland bekommt, an Jörg Gehrmann. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und soll der Sanierung der alten Schlosserei auf dem Bahnhofsgelände zugute kommen, in die der Jugendclub C 60 einziehen wird.

Bürgermeister spricht Missstände an

Der Bürgermeister bedankte sich für die finanzielle Unterstützung, wurde in seiner Neujahrsansprache aber auch nicht müde, infrastrukturelle Missstände anzusprechen. Zum Beispiel forderte er eine Tonnagebegrenzung für den Schwerlastverkehr mit Anhängern von Mecklenburg über Ortsteile wie Sewekow und Berlinchen. Von dem Landkreis und dem Ministerium wünschte er sich mehr Unterstützung bei der Realisierung eines Fahrradwegs auf der alten Bahnstrecke Richtung Mirow. Jörg Gehrmann äußerte sich zuversichtlich, dass künftig genug Arztpraxen, Kitaplätze und eine bürgernahe Verwaltung das Leben in der Stadt aufwerten werden.

Von Christian Bark

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