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Ostprignitz-Ruppin Polizist muss 3000 Euro für Faustschlag zahlen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Polizist muss 3000 Euro für Faustschlag zahlen
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17:24 09.02.2015
Die Polizei hat die Sitzblockade in der Friedrich-Engels-Straße im September 2011 geräumt, Neonazi-Gegner auch mit Gewalt weggetragen und zum Teil über Stunden festgesetzt. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Nach der Berufung eines Polizisten gegen ein Urteil wegen eines Faustschlags ist das Verfahren eingestellt worden. Das entschied das Landgericht Neuruppin am Montag. Der 31-jährige Kevin E. muss nun eine Geldauflage von 3000 Euro zahlen. Das Amtsgericht hatte den Mann zuvor wegen Körperverletzung im Amt zu einer ähnlich hohen Geldstrafe verurteilt. Mit der Einstellung des Verfahrens ist der Polizist nun nicht vorbestraft.

Im September 2011 hatte die Polizei eine Sitzblockade des Bündnisses „Neuruppin bleibt bunt” gegen einen Aufmarsch von 150 Rechtsextremisten aufgelöst. Bündnis-Anhänger, die trotz Aufforderung die Sitzblockade nicht beendeten, wurden von der Polizei weggetragen und zu einer Sammelstelle in eine Seitengasse geschleppt. Darunter war auch ein Neuruppiner Stadtverordneter. Auf dem Weg zum Sammelpunkt versetzte ihm der Beamte einen Faustschlag in die Rippen.

Der Einsatz der Polizei hatte landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Denn die Hunderte Neonazi-Gegner waren für bis zu fünf Stunden in der Poststraße festgesetzt worden.

Der Polizist Kevin E. räumte den Schlag am Montag erstmals ein. Ihm seien damals die Nerven durchgegangen, zitierte ihn eine Gerichtssprecherin. Weil der Vorfall mehrere Jahre zurückliegt und der Stadtverordnete kaum verletzt wurde, stellte das Gericht das Verfahren ein.

Wegen der Blockade wurden schließlich 380 Verfahren gegen Demonstranten eingeleitet, fast alle stellte die Staatsanwaltschaft als unbegründet ein.

Von Andreas Vogel und dpa

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