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Neuruppin 300 Fans tanzten bei erster Schlagerparade in Neuruppin bis zum Hangar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 300 Fans tanzten bei erster Schlagerparade in Neuruppin bis zum Hangar
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00:21 03.07.2019
Bei der ersten Schlagerparade in Neuruppin tanzten rund 300 bunt gekleidete Schlagerfans vom Bahnhof West zum Hangar 312. Quelle: Buddeke
Neuruppin

 „Verdammt! Und dann stehst du im Regen ...“ singt Schlagerstar Wolfgang Ziegler. Ist zwar am Samstag voll gelogen, doch die Menge jubelt. Drei Stunden zuvor – bei gleißend-heißer Sommersonne – startete die erste Schlagerparade in Neuruppin.

Erst der Umzug –dann die Party. Rund 300 Schlagerfans flanierten in hippiebunter Retrokleidung vom Bahnhof West bis zum Hangar. Dort feierten dann 500 gut gelaunte Ruppiner bis in die Nacht: Schlagerurgestein Wolfgang Ziegler sang, die Menge tanzte.

„Ich bin gespannt, wie unser Testballon ankommt“, sagt Veranstalter Christian Juhre, der einmal mehr in Neuruppin etwas auf die Beine stellen will – nach der erfolgreichen Schlagerparty, der 20er-Jahre-Fete, Frauentags-Girls-Night und anderen Ideen. Er wünscht sich 2000 Schlagerfans – ganz so viele werden es zwar nicht, aber die Stimmung im 300-köpfigen Umzug ist überschäumend wie die Wasserflaschen, die viele in der Hand haben.

„Atemlos durch Neuruppin“ schallt die Hymne: Bunt gekleidete Blumenkinder tänzeln, hüpfen, schlendern – in quietschbuntem Abba-Look und Woodstock-Style – Blumen über Blumen, I-love-Helene-Shirts, Hulaketten, Schmetterlingsumhänge, Hüte, Sonnenbrillen – es ist schön zu sehen, wie die Fans sich gestylt haben.

Stargast auf der Bühne war Schlagerurgestein Wolfgang Ziegler. Quelle: Regine Buddeke

Vorn quirlt ein glitzernder Discokugel-Betonmischer auf einem Wagen die Musik durcheinander, dahinter formiert sich der Zug: Vom Bahnhof West geht’s zum Hangar – die Polizei sperrt extra den Certaldo-Ring ab.

In schwarzen und roten Tutus sind die Frauen vom Neuruppiner Hospiz „Haus Wegwarte“ mit dabei. Sie sind doppelte Gewinner der Party – werden doch später Plaketten verkauft, deren Erlös in die Hospizarbeit fließt. „Rainbow-Feeling und zurück ins Leben“, sagt Leiterin Renate Schwarz. Sie ist glücklich und dankbar für Christian Juhres Engagement für ihr Haus: „Trauerarbeit wird quasi nicht finanziert – alles läuft ehrenamtlich“, sagt sie.

Die Frauen vom Hospiz. Quelle: Regine Buddeke

Später, als im Hangar die Party startet, strömen weitere Gäste aufs Gelände. Rund 500 sind teils außer Rand und Band, als Schlagersänger Wolfgang Ziegler singt. „Absolut geniale Idee. Dabeizusein war für mich als Schlagerfan gar keine Frage“, strahlt Micaela Stephan aus Neuruppin. „Wolfgang Ziegler habe ich 1987 live beim Pfingsttreffen erlebt. Und heute wieder – Wahnsinn!“

„Jetzt brauchen wir nicht mehr extra nach Hamburg fahren“, freuen sich auch Ute und Mario Henke aus Rheinsberg. Sie hoffen, dass die Schlagerparade Tradition wird. „Und dass noch viel mehr verkleidete Leute kommen.“ Dann singen sie wieder gemeinsam mit den anderen das Echo „Hey yo“. Und keiner steht im Regen.

Die Plakette. Quelle: Regine Buddeke

Ein Happy End gibt’s auch für die Hospizler: 588 Euro sind Dank der verkauften Plaketten für die Trauergruppe zusammengekommen. Noch ein Grund mehr, die Schlagerparade auch im nächsten Jahr zu feiern.

Von Regine Buddeke

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