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Neuruppin Weihnachtsmarkt mit Mittelalterflair
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Weihnachtsmarkt mit Mittelalterflair
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00:21 12.12.2018
Laurenz (M.) ist mit seinen 11 Jahren schon ein ganz passabler Marktschreier. Bei ihm und seinen Freunden gab es Zuckerwatte und mehr. Quelle: Foto: Buddeke
Krangen

„Zuckerwatteeeeee!“ Mit seinen elf Jahren ist Laurenz schon ein ganz passabler Marktschreier. Und er ist nicht der einzige, denn anno dazumal fehlten Marktschreier auf einem Markt nie. Und der Krangener Weihnachtsmarkt schmückt sich mit seinem historischen Flair. Alle Händler sind verkleidet, die Kirche ist mit Stroh bestreut, mittelalterliche Musikanten spielen auf der Empore auf. Der Förderverein Dorfkirche Krangen hat auch in diesem Jahr wieder viel Arbeit in den Markt gesteckt, der längst kein Geheimtipp mehr ist.

Eine Hauch Mittelalter weht über den Platz. Einmal mehr haben die Mitglieder des Fördervereins Dorfkirche Krangen viel organisiert, um den Markt wieder zu einem Kleinod zu machen. Das hat sich herumgesprochen – auch am Samstag herrschte in der Kirche und rundherum turbulentes Treiben.

Trotz Nieselregens schieben sich am Sonnabend viele Besucher durch die Kirche und im Außenbereich. „Es werden so um die 1500 gewesen sein“, freut sich Rosita Wernicke, die sich seit Jahren um die Standbelegung kümmert. Sie trägt Mittelalter –ihre Perlenhaube verheißt ein Burgfräulein. Auch ihre Vereins-Mitstreiterinnen sind in unterschiedlichsten Kostümen am Start – alle helfen mit, die Einnahmen aus den vereinseigenen Spenden fließen allesamt in das Dorfkirchlein.

Viel Tannengrün, viel Kerzenschein machen es weihnachtlich. Die drei Damen vom Grill – Silke Wasmund und Ramona und Sarah Lahn – haben ihre Waffeln nach nicht einmal drei Stunden schon komplett verkauft. „Wir sind jedes Jahr dabei“, erzählen sie. Man habe schon von vielen Besuchern gehört, dass diese von ziemlich weit angereist sind. „Und das auf unserem kleinen Markt –und bei dem Wetter“, freuen sich alle drei.

Charmant: Mit viel historischem Flair

In der Kirche liegt Stroh auf dem Boden. Oben am Filz-Stand bricht Jubel aus. „Ein Erdmännchen“, strahlt Julian über die kleine Tierfigur. Sein Bruder Joshua hat einen Tiger ergattert und strahlt nicht minder. Ute Trunte freut sich mit ihren Enkelinnen. „Wir sind jedes Jahr hier“, sagt die Krangenerin. „Ein besonders schöner Markt – mit der Handwerkskunst und der Musik“, lobt sie.

Irmgard Kaiser und Hartmut Behrendt vom Verein Lebensräume Neuruppin bieten Honig, Gelees und Tee feil – natürlich in bäuerlicher Tracht. „Ein wunderbarer Markt mit toller Stimmung. Und das in so nem kleinen Dorf“, loben beide. Das sieht auch Gunnar König so. Er hat die rabenspitze Maske eines Pestarztes aus dem 12. Jahrhundert auf und bietet mit seiner Frau handgefertigten Schmuck aus Naturmaterialien an. Reine Handarbeit – versteht sich. Und genau so etwas kommt in Krangen bei den Besuchern gut an. „Viel los hier – alle finden unsere Sachen toll. Da könnte man ruhig öfter kommen“, so der Neuruppiner, der zum ersten Mal in Krangen mitmischt.

Das Angebot ist kreativ – keine Massenware

Knecht Rupprecht und der Weihnachsmann ziehen derweil ihre Runden und beschenken die Kinder. Oben, im leeren Orgelkasten, lümmeln sich Kinder und Eltern auf roten Samt und lauschen einer Märchenvorleserin. Draußen hämmert ein Schmied das Eisen in der Glut, man plaudert. Ein Vereinsmitglied schenkt Punsch aus einem großen Kessel aus, der überm Feuer baumelt. Idylle.

Angela Stankoweit, neue Vereinsvorsitzende, ist zufrieden. „Wir sind 30 Mitglieder, davon 18 aktive“, sagt sie. Alle helfen mit: „Sonst würden wir das gar nicht schaffen.“ Man versuche, immer neue Akzente zu setzen. Dieses Jahr war Bogenschießen dran. „Die meisten Anbieter sind keine Gewerbetreibenden – alles hier ist Liebe und Herzblut“, sagt sie.

Von Regine Buddeke

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