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Neuruppin 5 Millionen für Radweg-Sanierung in OPR
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 5 Millionen für Radweg-Sanierung in OPR
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02:21 28.05.2018
Radweg von Klosterheide nach Lindow, kurz vor Lindow, wo man direkt am Ufer des Gudelacksees ankommt. Quelle: Kathrin Gottwald
Neuruppin

Radfahrer dürfen zumindest etwas aufatmens: Der Landkreis will in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro in die Sanierung von „touristisch bedeutsamen“ Radwegen stecken.

Radeln durchs Ruppiner Land – das lieben Einheimische genauso wie Touristen. Einige der Radwege sind noch so etwas wie Geheimtipps, weil sie so lauschig durch Wald und Flur führen. Andere sind viel befahren, brauchen aber dringend eine Sanierung.

Möglich ist das, weil das Land 90 Prozent der Kosten für die Arbeiten an den knapp 20 vom Kreis ausgewählten Strecken übernimmt. Die restlichen Kosten teilen sich in den meisten Fällen die Kommunen mit dem Landkreis oder die Städte und Gemeinden übernehmen den Eigenanteil sogar in Gänze.

Die amtierende Amtsdirektorin Kerstin Dames begrüßt die in der Temnitz-Region geplanten Radweg-Projekte. Zwar gäbe es durchaus noch mehr Wünsche – wie beispielsweise einen Radweg zwischen Kränzlin und Walsleben. Prinzipiell seien die drei jetzt aufgelegten Projekte aber „sinnvoll und machbar“, so Dames.

Temnitz-Region will Bahnseitenwege

Geplant sind in der Temnitz-Region zwei so genannte Bahnseitenwege zwischen Werder und Walsleben sowie dem Walslebener Bahnhof und Katerbow. Auch ein Neubau ist geplant – zwischen Werder und Kränzlin. Das sei ein wichtiger Lückenschluss, findet Dames. Schließlich gibt es zwischen Neuruppin und Kränzlin bereits einen Fahrradweg.

Das Rheinsberger Rathaus prüft indes, mit wie viel Geld es sich am etwa 7,5 Kilometer langen Radweg von Dorf Zechlin über Kagar nach Rheinsberg beteiligen muss, der vom Landkreis mit dem Landesgeld demnächst saniert werden soll. Die Kosten dafür hat der Landkreis auf über 900 000 Euro geschätzt. Die Kommune soll sich demnach mit etwa 100 000 Euro an dem Projekt beteiligen.

Strecke von Rheinsberg nach Zechow auf dem Wunschzettel

Diese Strecke für Radler ist allerdings nicht die einzige, die die Verwaltung im Moment im Blick hat. Auch den Weg von Rheinsberg nach Zechow würde die Kommune gerne im kommenden Jahr erneuern. „Wir müssen aber schauen, ob wir das finanzieren können“, sagt Bauamtsleiter Daniel Hauke.

Außerdem wolle Rheinsberg den Radweg zwischen der Kernstadt und Zechlinerhütte vom Land übernehmen. „Wir sind aktuell in Verhandlungen darüber mit dem Landesbetrieb Straßenwesen“, so Hauke. Dass dort jedoch schnell etwas passiert, sei unwahrscheinlich.

Denn die Eigentumsverhältnisse auf der Strecke seien schwierig: An vielen Stellen habe das Land den öffentlichen Weg ohne weitere Vereinbarungen über Privatland gebaut.

Die Rheinsberger Region braucht noch mehr Radwege

Doch selbst wenn alle diese Wege tatsächlich demnächst in Angriff genommen werden sollten, sei noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Die Rheinsberger Region brauche noch mehr Radwege, findet Hauke. Gerade die Anbindung von Grenzorten in andere Regionen sei verbesserungswürdig.

„Die Machbarkeit ist dabei aber die große Frage.“ Denn finanziell könne sich die Kommune schlicht keine großen Sprünge in Sachen Radtourismus leisten. „Und es nützt nichts, jetzt über Dinge zu reden, die erst in sehr ferner Zukunft realisierbar sind“, so Hauke.

Radweg von Klosterheide nach Lindow, kurz vor Lindow, wo man direkt am Ufer des Gudelacksees ankommt. Quelle: Kathrin Gottwald

Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske freut sich, dass endlich der Radweg von Lindow nach Keller saniert wird. Darum habe das Amt lange gekämpft. Ein Problem bleibt aber die Strecke zwischen Lindow und Gühlen. Zwar wurde zuletzt die Straße etwas verbreitert, so dass diese nun auch von Radlern genutzt werden kann.

Aber für einen Radweg gibt es kein Geld. „Der passt leider nicht ins Förderprogramm“, bedauert Lieske. Saniert werden soll indes der Radweg zwischen Wusterhausen und Neustadt.

Fehrbellin hat ein eigenes Radstrecken-Projekt

Die Gemeinde Fehrbellin plant hingegen ein eigenes Radstrecken-Projekt – die Rhin-Route. Noch in diesem Jahr soll das erste Teilstück zwischen Tarmow und Hakenberg entstehen. „Wir bereiten derzeit die Ausschreibung vor“, sagt Vizebürgermeister Carsten Kreikenboom. Wann das zweite Teilstück zwischen Hakenberg und Linum entstehen soll, ist noch unklar.

Eigentlich hatten die Arbeiten an dem Radweg schon im vergangenen Jahr beginnen sollen. Wegen eines fehlenden Umweltgutachtens und dem nach dem Starkregen aufgeweichten Boden verzögerte sich das Projekt jedoch.

Das erste Teilstück der Rhin-Route soll auf einem Plattenweg entstehen, der zurzeit wegen abgesackter Betonplatten kaum befahrbar ist. Planer rechnen mit Baukosten von gut 380 000 Euro – der Löwenanteil dieser Summe kann über Fördermittel aufgebracht werden.

Neuruppin profitiert auch von den Zuschüssen

Auch Neuruppin profitiert von den aktuellen Zuschüssen des Landes. Gleich vier Abschnitte sollen gemacht werden, darunter die bei Touristen beliebten Strecken zwischen Krangen und Zippelsförde sowie zwischen Zippelsförde und Rheinshagen. Auch der Weg über die Molchowbrücke sowie der Abschnitt zwischen Neumühle bis zur sogenannten Bürgerwendemark, dem Knotenpunkt 75, stehen auf dem Programm.

Gleichwohl kommt die Stadt Neuruppin kaum hinterher, um ihre Radwege instand halten zu können. Um wie viel Kilometer Radwege es sich dabei handelt, weiß das Neuruppiner Rathaus gar nicht. „Ein Aufmaß für alle Radwege ist aktuell nicht vorhanden“, sagt Sprecherin Michaela Ott – vermutlich ist auch das ein Grund, warum sich einige Wege immer noch in einem desolaten Zustand befinden.

Von Andreas Vogel, Celina Aniol und Frauke Herweg

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