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Neuruppin Abtanzen im Hangar – bei Kaminers Russendisko
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Abtanzen im Hangar – bei Kaminers Russendisko
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13:03 24.11.2019
Russendisko mit Wladimir Kaminer im Neuruppiner Hangar 312 - als Gast rockte die russische Speedfolk-Band Cosmonautix. Quelle: Foto: Buddeke
Neuruppin

Ras, dwa tri – Katjuscha, Kalinka, Marussja. Russische Musik geht in die Beine und ins Blut. Das weiß nicht nur Wladimir Kaminer. Der Russendisko-Kultautor, der als DJ ebenfalls eine Legende ist, hatte schon wieder Lust. Kein Wunder – der Neuruppiner Hangar 312 ist ein Ort, der zur Russendisko passt wie Stulle auf Brot. Bereits im Vorjahr ein Erfolg – und so strömten auch diesmal wieder rund 500 Tanzlustige in den urigen Bau.

Kaminers Russendisko ist Kult. Bereits zum zweiten Mal legt der Autor und DJ im Neuruppiner Hangar auf. 500 Tanzlustige ließen sich das nicht entgehen. Zumal mit Cosmonautix noch eine lustig-laute Liveband auftrat.

Kaminer, der mit Hingabe auflegt, mitsingt und immer wieder die Faust nach oben reckt vor seinem roten Russendisko-Sowjetstern, beginnt pünktlich, und die Tanzfläche ist schnell belegt. Im Laufe des Abends soll sie immer voller werden.

„Für Wladimir Kaminer ist es immer etwas Besonderes, im Hangar zu spielen. Er kommt gern – wir sind inzwischen Freunde. Außerdem feiert er gerade 20 Jahre Russendisko“, erzählt der Hangar-Betreiber Christian Juhre. Demnächst stehe auch wieder eine Lesung ins Haus. „Wir haben für heute Abend auch Matthias Schweighöfer eingeladen“, so Juhre. Der Schauspieler hat damals in der Verfilmung von Russendisko mitgespielt. „Mal sehen, ob er kommt.“ Die Menge weiß davon nichts – und es ist ihr auch egal. Man tanzt. Die Stimmung ist ausgelassen. An der Bar locken russische Rachenputzer: Krimsekt, Moscow Mule, Caipiroshka, russische Rakete und natürlich Wodka.

Russische Polonaise. Quelle: Regine Buddeke

Vor dem Hangar tobt das Leben ebenfalls. Drinnen kann man sich nicht unterhalten – die Musik übertönt alles. Draußen brodelt ein riesiger Kessel Soljanka in der Gulaschkanone – der ist zu Mitternacht leer. Da ist die Party aber noch lange nicht vorbei.

Vis a vis zum DJ-Pult weist ein Knochenmann auf ein metallenes Unikum. Die russische Raumkapsel hat sich Christian Juhre eigens aus dem Luftfahrtmuseum Lärz (Mecklenburg) geborgt. Mit gutem Grund – denn aus dem Inneren steigen zu vorgerückter Stunde, in Nebelschwaden gehüllt – vier Kosmonauten – besser gesagt die Cosmonautix – eine bekennende Speed-Folk-Formation aus Berlin. Und die heizen ordentlich ein: Mit roter Schapka und Sowjetarmee-Mütze, mit Balalaika und Harmonika, mit Hingabe und Herzblut.

„Schon mal einen Kosmonauten fliegen gesehen?“

Das kommt gut an. So gut, dass der Cosmonautix-Sänger am Ende fragt: „Habt ihr schon einen Kosmonauten fliegen sehen?“ – und alsbald ein Bad in der Menge nimmt und sich auf vielen ausgestreckten Händen herumreichen lässt. Hopp-hopp-hopp und Hej, hej-hej. Und einmal mehr lässt Marussja-ras-dwa-tri die Röcke fliegen. Und die Tänzer fliegen in einer russischen Polonaise dahin.

Von Regine Buddeke

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