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Neuruppin Aktion gegen morgendliches Auto-Chaos
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Aktion gegen morgendliches Auto-Chaos
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18:47 15.11.2019
Mit selbst gemalten Plakaten wurde am Freitagmorgen von den Autofahrern mehr Rücksicht auf die Schulkinder gefordert. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

„Hier laufen wir“ steht auf dem Plakat, das Paula Lange (11) und Mascha Mathiske (12) am Freitagmorgen zu den Autofahrern halten, die in der Neuruppiner Rosa-Luxemburg-Straße unterwegs sind.

Die beiden Mädchen gehören zu den mehr als 30 Teilnehmern einer ungewöhnlichen Aktion, zu der der Förderverein der Rosa-Luxemburg-Schule in Abstimmung mit der Schulleitung, dem Neuruppiner Ordnungsamt und der Polizei aufgerufen hat. „Es geht nicht darum, Autofahrer anzuprangern“, sagt Antje Lange, die neben Paula noch eine weitere Tochter hat, die in die Rosa-Luxemburg-Schule geht. Vielmehr sollten die Kraftfahrer mehr Rücksicht auf die Schulkinder nehmen und nur im Schritttempo an der Schule vorbeifahren. Schließlich sei die Straße in dem Bereich eine Spielstraße.

Mit dem Auto bis vor die Schultür

Nehmt mehr Rücksicht, damit die Kinder sicher über die Straße kommen. Das ist auch der Appell, den Kerstin Siedenschnur, die Chefin des Fördervereins der Rosa-Luxemburg-Schule, an die Autofahrer hat. Zugleich wünscht sich die zweifache Mutter, dass noch mehr Eltern darauf verzichten, ihr Kind morgens mit dem Auto bis direkt vor das Schultor bringen.

„Ein kleiner Fußweg nach der Autofahrt schadet doch nicht“, stimmt Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs zu. Schließlich könnten die Kinder so aus dem Auto aussteigen, dass sie für die restliche Strecke zur Schule nicht mehr die Straße überqueren müssen. Doch leider habe sich das wohl noch nicht bei allen Eltern rumgesprochen. „Es gibt viel Bequemlichkeit“, sagt Röhrs.

Gefahrlos zur Schule gehen

Die sogenannten Elterntaxis sind vor vielen Schulen ein Problem, vor der Rosa-Luxemburg-Schule aber ein besonderes, weil dort die Straße schmaler ist. Gleichwohl hält das längst nicht jeden Autofahrer ab, zu halten, um sein Kind rauszulassen. Die Neuruppiner Polizei hat deshalb ihre Kontrollen zur Schulwegsicherung vor der der Rosa-Luxemburg-Schule in den vergangenen Monaten verstärkt, sagt Polizeisprecher Julian Kindt.

Doch die Revierpolizisten können nicht zu jeder Zeit vor Ort sein. Deshalb gibt es Pläne für eine sogenannte Elternhaltestelle an der Rosa-Luxemburg-Schule. Diese werde auch von der Stadtverwaltung befürwortet, sagte Rathaussprecherin Michaela Ott. Demnach gibt es bereits Absprachen mit dem Bauamt und der Verkehrsbehörde des Landkreises. Laut diesen Plänen soll die Elternhaltestelle im Bereich der Präsidentenstraße zwischen Rosa-Luxemburg-Straße und dem Halt Neuruppin West entstehen, so dass die Kinder gefahrlos zur Schule gehen können. Unklar ist nur noch, bis wann die notwendige Beschilderung angebracht werden kann.

Paula Lange (11) und Mascha Mathiske mit ihrem Plakat, mit dem sie am Freitagmorgen Autofahrer auf sich aufmerksam machten. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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