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Neuruppin Parkverein Karwe beim Sondereinsatz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Parkverein Karwe beim Sondereinsatz
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12:01 30.06.2019
Rund 20 Helfer kamen am Sonnabend in den Karwer Gutspark, um gründlich aufzuräumen und die frisch sanierten Wege zu säubern. Quelle: Cornelia Felsch
Karwe

 Die Veilchenwiese und der Kirschberg im Karwer Gutspark sind wieder zum Leben erweckt worden, Schilfgürtel sind neu entstanden, und auf ehemals zugewachsenen Parkwegen können Spaziergänger wieder flanieren und Jogger ihre Runden drehen.

Die mit dem Naturschutz und der Denkmalpflege abgestimmten Maßnahmen im Karwer Gutspark laufen auf Hochtouren. Jeweils im Frühjahr und im Herbst trifft sich der Parkverein Karwe dort zum Arbeitseinsatz.

Am Sonnabend gab es im Gutspark einen außerplanmäßigen Einsatz. Sturmschäden und Trockenheit hinterließen auch dort ihre Spuren. Heruntergefallene Äste mussten beseitigt werden.

Ausstellung „Fontane trifft Knesebeck

„Wir haben zurzeit einen enormen Besucherandrang aufgrund unserer Ausstellung ,Fontane trifft Knesebeck’“, sagt der heutige Gutsbesitzer Krafft Freiherr von dem Knesebeck, der auch Vorsitzender des 2017 gegründeten Vereins ist. Dieser hat bereits 55 Mitglieder. Fontane hat Karwe und die Knesebecks 1859 und 1864 besucht.

„Seit der Ausstellungseröffnung im Mai haben schon 1200 Gäste die Ausstellung gesehen“, sagt der Gutsherr. „An den Wochenenden ist manchmal die Hölle los, so dass wir Sonderführungen organisieren müssen, und die führen auch durch den Park.“ Dieser ist nach umfangreichen Arbeiten nun wieder hergestellt und zeigt sich annähernd so, wie ihn Fontane vor 160 Jahren „seiner Länge nach passiert“ hat.

Krafft von dem Knesebeck. Quelle: Andreas Vogel

44 Kirschbäume wurden gepflanzt, 300 Veilchen kamen im Frühjahr in die Erde, und eine umgestürzte, alte Blutbuche wurde durch einen jungen Baum ersetzt. „Schilf ist am Ufer neu gewachsen, und wir haben jetzt sogar Seerosen, die es früher hier nicht gab“, sagt Krafft von dem Knesebeck, der den Blick hinüber nach Buskow und Wustrau schweifen lässt. Sein Gesicht verfinstert sich allerdings etwas beim Anblick der zahlreichen Boote, die am Ufer angelegt haben und oftmals den Park zweckentfremdet nutzen.

Die Pflegemaßnahmen müssen in den nächsten Jahren kontinuierlich weitergeführt werden. Am Sonnabend haben die Pumpen viel zu tun. Die Gräben sind ausgetrocknet. Doch das Wasser ist ein wichtiges Element englischer Gärten, nach deren Vorbild der preußische Gartenkünstler Peter Joseph Lenné Parkanlagen in Brandenburg schuf. Es scheint erwiesen zu sein, dass er auch in Karwe seine Finger im Spiel hatte. Sichtachsen, verschlungene Wege und ausdrucksvoll in Szene gesetzte Gehölze – wie Platanen und Blutbuchen sprechen dafür.

Von Cornelia Felsch

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