Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Aus für Millionenpläne im Gewerbepark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Aus für Millionenpläne im Gewerbepark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 31.07.2019
Der Autohof an der B 167 bei Bechlin soll zum Jahresende in Betrieb gehen. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin/Walsleben

 Die Millionenpläne für den Gewerbepark Temnitz, in dem innerhalb eines Jahres ein Autohof mit Wasserstofftankstelle und Schnellimbiss von Kentucky Fried Chicken (KFC) entstehen sollte, haben sich zerschlagen.

„Das Projekt wird nicht realisiert“, sagte am Mittwoch Thomas Kresse, Direktor des Amtes Temnitz. Der Grund: Investor Harro Taube ist am 30. Juli vom beabsichtigten Kauf einer sechs Hektar großen Fläche im Gewerbepark, der direkt an der Autobahn A 24 liegt, zurückgetreten.

Das Areal hat ein „unheimliches Potenzial“

„Wir bedauern das schon“, sagte Kresse. Schließlich sei seit Anfang Dezember, als Taube das Projekt im Gewerbepark Temnitz präsentiert hatte, viel Geld und Zeit darin geflossen. „Es wird uns aber auch in Zukunft eine Menge einfallen, um den Gewerbepark zu beleben“, so Kresse. Schließlich hätten die Flächen ein „unheimliches Potenzial“.

Auch Christian Fahner, der Chef der kreislichen Wirtschaftsfördergesellschaft REG sowie der Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) ist, zeigte sich am Mittwoch entspannt. „Es ist schade um die Pläne“, an die er bis zuletzt geglaubt habe, so Fahner.

Doch gebe es bereits eine Reihe von Interessenten für kleinere und größere Flächen im Temnitzpark. „Die eine Tür schließt sich, eine andere geht auf“, sagte Amtsdirektor Kresse. Das sei ein ganz normaler Prozess.

Unternehmer ist „sehr unglücklich“

Demnach werden vermutlich noch in diesem Jahr mehrere kleinere Flächen verkauft. Die Gespräche zum Verkauf einer größeren Fläche stünden dagegen erst noch am Anfang, sagte REG-Chef Fahner.

„Ich bin sehr unglücklich“, sagte Immobilienunternehmer Taube am Mittwoch. Er begründete seinen Rückzug vom Kaufvertrag mit einer fehlenden Fristverlängerung seitens der EGT-Gesellschafter. Demnach hat er nunmehr nicht allein die Zusage eines Fastfood-Unternehmens, sondern seit drei Woche auch die eines großen Mineralölunternehmens für den Betrieb des geplanten Autohofes im Temnitzpark.

Letztere Zusage zu erhalten, sei nicht einfach gewesen, so Taube, da nur wenige Kilometer entfernt, an der B 167 bei Bechlin, das Unternehmen Total gerade einen Autohof errichten lässt, der noch in diesem Jahr eröffnet werden soll.

Mindestens 150 Arbeitsplätze sollten entstehen

Taube hofft auf neue Gespräche mit der EGT, damit sich vielleicht wenigstens Teile seines ursprünglichen Projektes für den Gewerbepark Temnitz umsetzen lassen. Schließlich habe er sich sowohl mit dem Mineralöl- als auch mit dem Fastfood-Unternehmen auf langfristige Verträge von jeweils 20 Jahren verständigt.

Doch nach neuerlichen Gesprächen mit der EGT sieht es derzeit nicht aus. „Herr Taube hat keine weitere Fristverlängerung beantragt“, sagte EGT-Chef Fahner am Mittwoch.

Offen ist zudem, ob Taube wirklich die Bauanträge für sein Projekt im Temnitzpark im Juni beim Landkreis eingereicht hat. „Bei uns ist nichts eingegangen“, versicherte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Reinhardt erfuhr von der MAZ, dass das Millionenprojekt im Temnitzpark gestorben ist. Durch Autohof und Schnellimbiss sollten mindestens 150 Arbeitsplätze entstehen.

Landrat Ralf Reinhardt (SPD), die damalige EGT-Chefin Susanne Dorn und Investor Harro Taube im Dezember beim Vorstellen seiner Pläne für den Temnitzpark. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

Wildromantisch: Auf dem Rheinsberger Rhin zwischen Rheinsberg und Zippelsförde sind weiterhin gut vierstündige Paddeltouren möglich. Mit einem Verbot wegen des niedrigen Wasserstandes ist vermutlich erst in der nächsten Woche zu rechnen.

31.07.2019

Zwei Jahre lang soll die Neuruppiner Wilhelm-Gentz-Grundschule eine Dauerbaustelle sein. Die Stadt will noch im August erste Bauanträge stellen. Statt der üblichen zwei wird diesmal nur eine 1. Klasse eingeschult.

30.07.2019

Die DRK-Wasserwacht in Ostprignitz-Ruppin benötigt Hilfe. Der Motor an einem ihrer fünf kleinen Boote ist defekt – ein neuer Motor kostet aber rund 6000 Euro. Viel Geld ist auch für Neoprenanzüge notwendig.

30.07.2019