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Neuruppin B 167 in Wulkow ein Jahr lang Baustelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin B 167 in Wulkow ein Jahr lang Baustelle
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16:15 01.10.2018
Die Fahrbahn in Wulkow gleicht schon seit Langem einem Flickenteppich.
Die Fahrbahn in Wulkow gleicht schon seit Langem einem Flickenteppich. Quelle: Reyk Grunow
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Wulkow

Die Bauarbeiten an der Bundesstraße B 167 gehen weiter. In den nächsten Jahren müssen sich Autofahrer zwischen Alt Ruppin und Herzberg auf einige Baustellen einrichten. Wulkow macht den Anfang. Dort wird bereits ab der kommenden Woche gebaut – ein Jahr lang.

„Wir werden am 10. Oktober anfangen“, bestätigte Frank Schmidt vom Landesstraßenbetrieb auf Nachfrage. Bis Herbst 2019 lässt das Land die B 167 in der Ortsdurchfahrt – eigentlich ja eine Ortsvorbeifahrt – neu bauen. Mit der neuen Fahrbahn entsteht auch ein Geh- und ein Radweg.

Behelfsstraße führt um die Baustelle herum

Für die Bauarbeiten wird die Bundesstraße in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Damit Autos trotzdem bei können, wird die Baufirma Strabag auf der Seite der Justizvollzugsanstalt zunächst jedoch eine Behelfsfahrbahn bauen. Über die werden die Fahrzeuge dann per Ampelschaltung abwechselnd geleitet.

Seit Jahren ist der Landesbetrieb Straßenwesen dabei, die B 167 nach und nach zu erneuern. In Grieben wird schon Seit einer ganzen Weile gebaut. Demnächst soll auch der Abschnitt zwischen Herzberg und dem Nachbarort im Kreis Oberhavel folgen. Dort beginnen die Bauarbeiten aller Voraussicht nach im kommenden Frühjahr, sagt Frank Schmidt; auch sie sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Im Herbst 2019 soll die Strecke zwischen Wulkow und Herzberg folgen, 2020 die zwischen Wulkow und Alt Ruppin.

Für den Radweg fehlt der Platz

Gerade dieser Abschnitt macht den Planern beim Land noch einige Sorgen. Beim Ausbau der Fahrbahn soll eigentlich überall auch ein separater Radweg entstehen. Doch in Alt Ruppin wird das schwierig, dort fehlt der Platz.

Schon vor Jahren hatte die Stadt einen Bebauungsplan in Angriff genommen, um eine solche Piste zu sichern. Die soll vom Bahnübergang in Alt Ruppin auf der Seite des Gewerbegebietes parallel zur Bundesstraße in Richtung Wulkow führen. Nur gehören die Flächen dort verschiedenen privaten Eigentümern. Und mit denen konnte sich das Land bislang nicht einigen.

Notfalls droht Enteignung

Lange war unklar, wie der Landesstraßenbetrieb dort vorgehen will und kann. Trotzdem er die mögliche Trasse für einen Radweg dort vor wenigen Wochen schon einmal vermessen lassen. „Wir wollen den Weg eigentlich zusammen mit der freien Strecke bauen“, sagt Frank Schmidt inzwischen. Heißt: Wenn ab 2020 die Fahrbahn in Richtung Wulkow ausgebaut wird, soll auch der Fahrradweg entstehen.

Sollte sich Land und Bund bis dahin nicht mit den Eigentümern einigen können, könnten dafür notfalls Enteignungen drohen. Soweit wollte es bisher niemands kommen lassen.

Von Reyk Grunow