Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Molchowbrücke: Endlich geht der Bau weiter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Molchowbrücke: Endlich geht der Bau weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:22 25.10.2019
Seit dem späten Frühjahr liegt die Baustelle am Rhin in Molchow weitgehend verlassen da. Quelle: Reyk Grunow
Molchow

Nach mehreren Monaten Pause soll der Bau der neuen Molchowbrücke nun endlich weitergehen. Das hat Neuruppins Baudezernent Arne Krohn am Donnerstag bei einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Sozialausschusses der Stadt angekündigt.

Nach langer und heftigen Diskussionen hatte der Bau der neuen Brücke offiziell, vor einem Jahr begonnen. Bis zum Frühjahr hatten die beauftragten Firmen die neuen Widerlager aus beton an den Ufern des Rhins fertiggestellt, auf denen die eigentliche Überführung aus Stahl später aufliegen soll. Seitdem ruht die Baustelle in Molchow weitestgehend.

In den vergangenen Monaten wollte die beauftragte Spezialfirma in ihrer Werkstatt die Teile vorfertigen, aus denen die Brückenkonstruktion vor Ort endgültig zusammengesetzt wird. Dabei gab es offenbar erhebliche Probleme. Erst hieß es, das Material sei nicht lieferbar. Dann musste Krohn erklären, dass von einer Zulieferfirma falsche Teile angefertigt wurden, die nicht in die geplante Brückenkonstruktion passen.

So wie au diesem Entwurf oder so ähnliche soll die neue Brücke einmal aussehen, wenn sie im kommenden Jahr fertig ist. Quelle: Fontanestadt Neuruppin/Archiv

Inzwischen konnten die passenden Teile beschafft werden, sagte Krohn jetzt. Die vorgefertigt Elemente sollen in den nächsten Tagen nach Molchow transportiert und dort am westlichen Ufer des Rhins zusammengesetzt werden. Voraussichtlich Mitte November könnte die Stahlkonstruktion dann als Ganzes vom Ufer aus auf die Widerlager geschoben werden.

Fertig ist der Bau damit aber noch nicht. Zum einen muss die Brücke noch ihren endgültigen Anstrich bekommen. Zum anderen müssen noch die Zufahrten auf beiden Seiten angelegt werden. Je nachdem, wie kalt es in diesem Winter wird, könnten die Arbeiten ab Februar abgeschlossen sein. „Auf jeden Fall gehen wir davon aus, dass die Brücke vor dem Beginn der Tourismussaison fertiggestellt wird“, sagt der Baudezernent.

Nach wie vor offen ist, wie teer der Bau der Überführung für Fußgänger- und Radfahrer wird. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung die voraussichtlichen Kosten auf rund 700.000 Euro geschätzt. Doch je konkreter die Planung wurde, um so mehr stellte sich heraus, dass diese Zahl auf keinen Fall zu halten sein wird. Zuletzt war von rund 2,5 Millionen Euro die Rede.

Die alte Brücke bestand aus Holz und Stahl und stammte wohl aus den 60er Jahren. Die Stadtverwaltung hat sie Ende 2016 sperren und dann nach und nach abreißen lassen, nachdem ein Gutachter vor dem schlechten Zustand der Konstruktion gewarnt hatte. Quelle: Christian Schmettow/Archiv

Krohn hatte allerdings schon kurz nach Baubeginn gewarnt, dass die beauftragte Firma Ostbau erhebliche Mehrausgaben geltend macht. Unter anderem, weil das Material der alten Zufahrtsrampen zur bisherige Brücke nicht wie angenommen für die neue wiederverwendet werden kann.

Mit wie viel zusätzlichen Ausgaben die Stadt rechnen muss, ließ das Baudezernat bisher allerdings offen. Es sei noch nicht entschieden, welche Mehrausgaben berechtigt seien und welche nicht, hieß es stets. Gerüchte, die Ausgaben würden mittlerweile schon bei rund 3,5 Millionen Euro liegen, weist die Stadtverwaltung aber zurück.

Von Reyk Grunow

An diesem Wochenende wird die alte Brücke über die Autobahn A24 bei Neuruppin abgerissen. Die A24 ist von Freitag bis Montag zwischen Herzsprung und Neuruppin Süd voll gesperrt. Auch die nördliche A10 ist gesperrt. Und die Bahn baut ebenfalls.

25.10.2019

Über Freud und Leid des Älterwerdens kann er so einiges erzählen: Horst Evers füllte einmal mehr den Neuruppiner Stadtgarten und erheiterte das Publikum auf seine unnachahmliche Weise.

24.10.2019

Ein Ausreiseantrag brachte die Regisseurin Sibylle Schönemann in der DDR ins Gefängnis. Auf einer Ausstellungseröffnung im Kornspeicher zeigte sie ihren Film „Verriegelte Zeit“ von 1990 über die Zeit.

24.10.2019