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Neuruppin Radenslebens neue Kita kommt später
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Radenslebens neue Kita kommt später
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18:04 31.07.2019
Am 23. September 2018 gab es den ersten Spatenstich für die neue Kita. Inzwischen ist über die Baustelle längst wieder Gras gewachsen. Quelle: Cornelia Felsch/Archiv
Radensleben

Der Baubeginn für die neue Kita der evangelischen Kirche in Radensleben verzögert sich weiter. Zehn Monate ist es inzwischen her, dass die Kirchengemeinde mit einem ersten Spatenstich den symbolischen Beginn des Projektes gefeiert hat.

Ende September war das. Inzwischen sollte die Kita eigentlich schon so gut wie fertig sein. So hatten sich das die Kirchenvertreter jedenfalls erhofft. Tatsächlich konnte die Gemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben aber noch nicht einmal anfangen.

Auch Gregor Hamsch, der Geschäftsführer der Kirchengemeinde, weiß nicht, wann es losgehen wird. „Wir warten auf den Bescheid über die Fördermittel“, sagt er.

Das Land prüft die Unterlagen gründlich

Zurzeit liegen die Unterlagen beim zuständigen Landesamt und werden gründlich geprüft. Erst wenn das Amt damit fertig ist, kann das Projekt weitergehen. Ohne grünes Licht vom Land dürfte die Gemeinde den Auftrag für den neuen Kindergarten nicht einmal öffentlich ausschreiben.

Radenslebens Ortsvorsteher Hardy Richter macht das so langsam sauer. Der Ortsbeirat hatte gehofft, in diesem Jahr endlich feste Räume zu bekommen.

Seit Jahren drängen die Radenslebener darauf. Eine Idee nach der anderen wurde verworfen. Seine größte Hoffnung hatte der Ortsbeirat schließlich in den Kita-Neubau gesetzt. Die Stadt Neuruppin hatte der Kirchengemeinde einen Zuschuss zugesagt, wenn der Ortsbeirat in das Gebäude mit einziehen kann. Der Gemeinde war das sehr recht.

Die alte Kita von Radensleben ist im ehemaligen Pfarrhaus neben der Kirche untergebracht. Der Platz reicht hinten und vorn nicht. Quelle: Peter Geisler

Doch ohne Neubau gibt es auch keinen Platz für den Ortsbeirat. Für Sitzungen kann der zwar immer mal wieder Räume im Seniorenwohnpark nutzen.

Ortsvorsteher will Container als Notlösung

Ortsvorsteher Richter ist das aber zu wenig. Die neu eingerichtete Sprechstunde für Kinder und Jugendliche könne dort nicht stattfinden, sagt er. Und ein Büro für die Unterlagen, die alle Mitglieder des Ortsbeirates brauchen, gibt es auch nicht.

Von der Stadtverwaltung fordert der Ortsvorsteher deshalb ein Übergangslösung, zum Beispiel Bürocontainer. Wenn Neuruppin jetzt ohnehin welche für den Umbau der Gentzschule anmietet, könnte die Verwaltung doch einfach einen oder zwei zusätzlich ordern. Aus Richters Sicht sollte das kein Problem sein.

Stadt lehnt ab: zu teuer und nicht nötig

Neuruppins Baudezernent Arne Krohn sieht das anders. Einfach mehr Container zu bestellen, als für die Gentzschule gebraucht werden, kommt für ihn nicht infrage.

„Wir kämpfen um jeden Euro, den wir sparen können“, sagt er. Zwei zusätzliche Container wären zu teuer. „Dankenswerterweise ist der Seniorenwohnpark bereit, seine Räume zur Verfügung zu stellen“, sagt Krohn. Er sieht deshalb keine Notwendigkeit für eine Container-Lösung.

Ortsvorsteher Hardy Richter will es dabei nicht bewenden lassen. Er sieht die Stadt in der Pflicht, etwas für die Radenslebener zu tun: „Ich finde das einfach unmöglich und frech.“

Von Reyk Grunow

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