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Neuruppin Beigeordneter wird im Dezember gewählt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Beigeordneter wird im Dezember gewählt
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18:31 26.10.2018
Bürgermeister Jens-Peter Golde denkt daran, was passiert, wenn seine Amtszeit und die der anderen Dezernenten endet. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Noch immer ist offen, ob Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Gode tatsächlich in absehbarer Zeit einen beigeordneten oder eine Beigeordnete zur Seite gestellt bekommen. Bereits im Sommer hatte die Fontanstadt diese Stelle ausgeschrieben. Bis jetzt ist sie aber nicht besetzt.

Nun will Bürgermeister Jens-Peter Golde den Stadtverordneten aber einen Vorschlag zu dem neuen Amt an der Rathausspitze unterbreiten, wie es weitergehen soll. In der Stadtverordnetenversammlung am 17. Dezember könnte die Wahl stattfinden, teilt Stadtsprecherin Michaela Ott auf Nachfrage mit.

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Die oder der Beigeordnete soll künftig Vertreter des Bürgermeisters sein. Golde hatte die Stadtverordneten Anfang des Jahres gebeten, das Amt wieder einzuführen, nachdem Neuruppin etliche Jahren keinen Beigeordneten hatte.

Neuruppin hatte die Stelle lange eingespart

Laut Kommunalverfassung dürfen Städte in Brandenburg ab einer bestimmten Größe einen oder mehrere Beigeordnete bestellen. Neuruppin hatte auch aus Kostengründen lange darauf verzichtet. Die damalige Sozialdezernentin Margaret Jungblut war zuletzt Beigeordnete in Neuruppin; als sie in den Ruhestand ging, wurde das Amt nicht wieder besetzt.

Jetzt hat Jens-Peter Golde jedoch nach Unterstützung gerufen. Er tat das nicht nur, um Entlastung für sich zu bekommen. Er wollte auch einen oder eine Beigeordnete, um die Arbeit der Stadtverwaltung sicher an ihre Nachfolger übergeben zu können, wenn seine Amtszeit endet. Denn nicht nur der Bürgermeister jetzt in wenigen Jahren in den Ruhestand, dasselbe gilt auch für Baudezernent Arne Krohn, der bisher Goldes Stellvertreter ist, und für den Sozialdezernenten Thomas Fengler.

Gespräche mit vier Bewerbern

Selbst wenn deren Stellen wieder neu besetzt werden, müssten sich die Nachfolger erst in ihre Aufgaben einarbeiten, und das dauert. Der neue Beigeordnete soll in der Übergangszeit dafür sorgen, dass die Verwaltung weiter eine Leitung hat.

14 Interessenten hatten sich auf die Ausschreibung beworben, die im August endete. „Im Rahmen des Auswahlverfahrens haben im Oktober vier Vorstellungsgespräche stattgefunden“, sagt Michaela Ott. Der oder die Beigeordnete muss auf Vorschlag von Golde von der Stadtverordnetenversammlung gewählt werden. Wie beim Bürgermeister beträgt auch für Beigeordnete die Amtszeit acht Jahre.

Von Reyk Grunow