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Neuruppin Nervenkitzel bei Wuthenower Seifenkistenrennen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Nervenkitzel bei Wuthenower Seifenkistenrennen
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19:19 27.04.2019
Schwestern-Power: Nele und Jette starteten dreirädrig. Quelle: Frauke Herweg
Wuthenow

Für eine Premiere lief es großartig. Zwar fuhr der „Goldene Blitz“ beim Seifenkistenrennen in Wuthenow keine Bestzeit ein. Doch Rennpilot Tom und sein Team konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Beim nächsten Mal wollen sie auf jeden Fall wieder dabei sein.

16 Seifenkisten und 32 Teilnehmer gingen beim Seifenkistenrennen in Wuthenow am Sonnabend an den Start. In mehreren Kategorien und zwei Altersklassen konnten die Teilnehmer sich werten lassen – schnellste Zeit, weitester Weg oder auch schönstes Design.

Anspannung vor dem Start. Quelle: Frauke Herweg

Christian Wenger-Rosenau vom Kultur- und Sportverein hatte das Rennen von zehn Jahren ins Dorf geholt. Zuvor hatte er ein ähnliches Rennen bei Perleberg gesehen – und war begeistert gewesen. In den ersten Jahren unterstützte der Ingenieur andere Teilnehmer beim Bau der Kisten. Inzwischen ist das nicht mehr nötig. Einige der ausgereifteren Kisten gehen immer wieder an Start.

Mit gerade mal vier Jahren war Lennes am Sonnabend der jüngste Teilnehmer. Doch auch ein Fahrer im Rentenalter wagte den Spaßwettkampf. Vor dem eigentlichen Start hatten die Veranstalter die Kisten auf Sicherheit und Gewicht untersucht. Bis zu 60 Kilo darf eine Kiste wiegen. Nur in einem Fall hatten die Veranstalter ein zweites Mal auf die Waage bitten müssen – der Starter hatte versucht, seine Kiste mit Steinen zu beschweren und dabei deutlich zu viel Gewicht an Bord geladen.

Dreirädig fährt am schnellsten

„Der Erfahrung nach sind die dreirädrigen Seifenkisten die schnellsten“, sagt Wenger-Rosenau. Auch Gewicht und ein möglichst kurzes Fahrgestell verhelfen zu Bestzeiten. „Je kürzer die Seifenkiste, desto mehr Anlauffläche habe ich.“

Mehrere Tage hatte Jochen Gutteck an der Seifenkiste seines Enkels gebaut. Mühe machte vor allem die Karosserie, die der Neuruppiner aus Spanplatten bastelte. „Das ist nicht einfach für einen Heimwerker“, sagt Gutteck. Doch er wollte seinen Enkel nicht enttäuschen. Schon vor zwei Jahren hatte der Erstklässler mitfahren wollen. In diesem Jahr sollte es endlich so weit sein. „Der Termin stand.“

Störender Abschlepphaken

Nach dem ersten Durchlauf weiß Gutteck, wie er die Seifenkiste seines Enkels zum nächsten Rennen noch schneller machen kann. Mit Gummireifen etwa würde die Kiste noch schneller über die Pflasterstraße vor der Wuthenower Kita gleiten. Den Abschlepphaken, der die Kiste an der Rampe aufsetzen ließ, hat er ohnehin gleich abmontiert. Bereut hat Gutteck die viele Arbeit nicht. „Das ist nicht für ein Mal gebaut.“

Eine der vielleicht ungewöhnlichsten Kisten, die in Wuthenow an den Start ging: das Zickentaxi, ein aus zwei Mülltonnen zusammengeschraubter Dreiräder. Auch „Der Rasende Tyler“ kam in originellem Design – als kleine Lok. Kurz vor dem Start ließ „Der Rasende Tyler“ ganz stilecht ein wenig Dampf ab. Schön auch: die Herz As, eine nach der gleichnamigen Fähre benannte Bootskiste, deren Rennpilotin sich in Kapitänsjacke ans Lenkrad gesetzt hatte.

Viele Teilnehmer waren nicht zum ersten Mal dabei. Die Petruschkes haben eine lange Fahrpraxis. Tara Petruschke ging schon oft an den Start und konnte bei den Über-14-Jährigen in der Einzelwertung mit nur 11,5 Sekunden einen Sieg einfahren. Kira Petruschke holte bei den Kindern gar einen Doppelsieg. Ihre Kiste fuhr mit 11,7 Sekunden auf 50 Metern nicht nur am schnellsten, sondern auch am weitesten – 419 Meter.

Von Frauke Herweg

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