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Neuruppin Bläserquintett der Brandenburger Symphoniker verzaubert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Bläserquintett der Brandenburger Symphoniker verzaubert
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22:46 27.09.2019
Die Brandenburger Symphoniker gastieren mit ihrem Projekt „Reach“ eine Woche in Neuruppin: Eines der Konzerte gibt das Bläserquintett. Quelle: Foto: Buddeke
Neuruppin

Reach – zu Deutsch ,erreichen’: So heißt das mehrjährige Projekt der Brandenburger Symphoniker, in dem die Musiker anstreben, hochwertige Musikangebote auch in kleinere Orte zu bringen, Menschen zu erreichen, die sonst nicht in den Genuss von Hochkultur kommen.

Das Konzept wurde von der Bundesregierung im Rahmen des Programms „Exzellente Orchesterlandschaft“ nicht nur ausgezeichnet, sondern auch gefördert.

Das Bläserquintett im Anmarsch. Quelle: Regine Buddeke

 

Die Symphoniker haben seitdem in Beelitz und zwei Orten im Fläming gastiert. Der vierte Konzertstopp führte die Musiker nun nach Neuruppin. Nicht, dass in der Fontanestadt Klassik-Konzerte in hoher Qualität zu kurz kämen – Dank des rührigen Musikvereins, der jährlich für mehrere konzertante Glanzlichter sorgt. Aber andere Töne sind in der Kulturstadt natürlich willkommen – schon deshalb, weil die Symphoniker mit einem überaus ambitionierten und interessanten Programm angereist sind, das sie über eine ganze Woche verteilt an verschiedenen Orten an die Musikliebhaber bringen.

Elsa Schindler. Quelle: Regine Buddeke

So gab es etwa ein Konzert für Demenzkranke im Senioren-Wohnpark Neuruppin, Kita-macht-Musik-Konzerte in den Kitas Storchennest, Tabaluga, Fontane-Knirpse und Regenbogen.

Unter dem Motto „Moll!“ spielte das Streichquartett in der Kreismusikschule auf. „Die verhexte Musik“ hieß ein Konzert im Kulturhaus Stadtgarten. Weiterhin gab es eine öffentliche Probe für das Sinfoniekonzert am Freitag und ein anschließendes „Meet & greet“ jazzig-swingender Art sowie ein Potpourri voll „Magischer Filmmomente“.

Am Donnerstagabend nun lud das Bläserquintett in den Saal der Kreismusikschule ein – rund 35 Musikliebhaber kamen und lauschten dem Programm unter dem Motto „Mais la musique“. Der Name spricht Klartext: Es geht um französische Musik – von Barock über Romantik bis ins Heute.

Einzug zu Lully. Quelle: Regine Buddeke

Hornistin Elsa Schindler blickt suchend im Saal umher: „Wo sind meine Mit-Musiker“, fragt sie ratlos – und da kommen sie schon – in Mini-Karawane und spielend – herein: Flötist Martin Bosse-Platiére, Oboist Raguel Ott, Klarinettist Hugo Rodriguez und Fagottist Vitaliy Shlyakhov. Die Promenade folgt einem Stück von Lully, dem Hofkomponisten des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. „Das soll Sie in barocke Stimmung versetzen“, erklärt der Flötist – mit französischem Akzent.

Martin Bosse-Platiére, Hugo Rodriguez und Elsa Schindler Quelle: Regine Buddeke

Es folgt ein weiteres Kleinod: Ravels „Le Tombeau de Couperin“ – Das Grabmal Couperins. Ravel schrieb es für Klavier – die Musik stark angelehnt an die barocken und teilweise höfischen Tanzformen, wie Francois Couperin sie einst schrieb: Auch er ein Hofkomponisten von Ludwig XIV und Kollege Lullys.

Vitaliy Shlyakhov und Raguel Ott (r.) Quelle: Regine Buddeke

 

Es ist zauberhaft, was Mason Jones aus den Ravel’schen Klaviernoten für die Bläser gemacht hat: Die fünf so unterschiedlich gearteten Blasinstrumente vereinen sich mit all ihren Klangfacetten zu einem spannend-kontrastreichen Klangkunstwerk – witzig-frisch, pointiert-frech, schwelgerisch süß.

Auch die Stücke von Paul Taffanel, Darius Milhaud und – last but not least – die wunderbare Carmen-Suite von Bizet lassen keine Wünsche offen. Das Quintett musiziert mit Lust und Leidenschaft.

Von Regine Buddeke

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