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Neuruppin Breddiner Schüler gewinnen Fahrradwettstreit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Breddiner Schüler gewinnen Fahrradwettstreit
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16:36 12.06.2019
Die Verkehrserzieher Bernd Krümmling (r.) und Volker Langmann nahmen am Mittwoch stellvertretend für die Löwenzahn-Schule Breddin den Scheck von Sparkassenchef Markus Rück entgegen. Auch Vize-Landrat Werner Nüse freute sich über die Fahrradleistungen der Schüler. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Die Viertklässler der „Löwenzahn“-Grundschule aus Breddin kennen sich am besten mit den Verkehrsregeln aus und sind zudem sicher mit ihren Rädern unterwegs. Sie dürfen sich deshalb über 400 Euro für die Klassenkasse von der Sparkasse freuen – denn sie haben den diesjährigen Fahrradwettbewerb gewonnen.

Fast ebenso gut bei den Fahrradprüfungen der Viertklässler waren die Mädchen und Jungen der „Dreiseen“-Grundschule aus Lindow. Sie bekommen 300 Euro für die Klassenkasse, während die 4a der Kyritzer Goethe-Grundschule 200 Euro erhält.

Zwei Schüler waren sogar fehlerfrei

Besonders freute sich Verkehrserzieher Bernd Krümmling von der Neuruppiner Polizei am Mittwoch über Isabel Voigt von der „Löwenzahn“-Schule Breddin und über Johann Nohah Eichelmann von de Grundschule aus Walsleben. Die beiden Viertklässler legten als einzige der gut 700 Mädchen und Jungen aus 25 Grund- und Förderschulen eine fehlerfreie Prüfung ab.

„Wir hatten schon Jahre, in denen es überhaupt keine fehlerfreie Prüfungen gab“, sagte Krümmling. Der Polizist betreut seit fast drei Jahrzehnten die Fahrradausbildung von Viertklässlern in Ostprignitz-Ruppin. Dass die drei besten und sichersten Klassen eine finanzielle Belohnung erhalten, ist die Ausnahme. „Ich kenne in der Mark keinen Landkreis, bei dem der Kreis und die Sparkasse die Verkehrserziehung der Schüler auf diese Weise unterstützen“, sagte Krümmling.

Die Fehlerquote ist gestiegen

Gleichwohl ist der Polizist nicht zufrieden. Der Grund: Zum einen waren selbst zum Prüfungstag 30 Prozent der Fahrräder nicht verkehrssicher, zum anderen steigt die Fehlerquote unter den Viertklässlern. Lag die durchschnittliche Fehlerzahl vor zehn Jahren noch bei elf Punkten, betrug sie diesmal 15,4 Punkte.

Krümmling sieht deshalb die Eltern gefordert – sowohl bei der regelmäßigen Kontrolle der Fahrräder ihrer Sprösslinge als auch beim Üben. „Manche Eltern sind stolz darüber, dass ihr Kind schon mit zweieinhalb Jahren Rad fahren kann. Aber sie vergessen, dass zum Radfahren nicht allein das Treten, Lenken und Bremsen gehört, sondern dass sich die Kinder zu ihrer eigenen Sicherheit an jeder Kreuzung und vor jedem Hindernis auch umschauen und auf den Verkehr achten müssen.“

Die Uhu-Regel hilft

Damit sich das bei den Kindern einprägt, müssten die Eltern viel mehr mit ihnen üben, sagt Krümmling. Dabei hilft Uhu – dabei geht es natürlich nicht um den Vogel. Vielmehr steht Uhu für Umschauen, Hand raushalten, umschauen. Erst dann sollen die Kinder mit ihrem Rad losfahren, abbiegen oder einem parkenden Auto ausweichen. Die Uhu-Regel predigt der Polizist schon seit Jahren. Gleichwohl scheinen sich einige Kinder zu genieren – und halten nur ganz kurz oder erst ganz spät ihre Hand raus, um einen Wechsel ihrer Fahrtrichtung anzuzeigen. Das ist gefährlich. Denn nicht jeder Autofahrer schafft es, dann noch rechtzeitig zu reagieren.

Unglücklich ist Krümmling zudem darüber, dass es in Deutschland immer noch keine Helmpflicht für Radfahrer gibt. Helme könnten viele Sturzverletzungen mindern, ist der Polizist überzeugt. Doch während die meisten Kinder durchaus zum Radfahren einen Helm aufsetzen, ist das bei Erwachsenen zumeist die Ausnahme.

Zu diesen gehört Vize-Landrat Werner Nüse (SPD). Er kann sich noch gut an den schlimmen Unfall zwischen zwei Radfahrern Mitte Januar in Gildenhall erinnern. Dabei waren die zwei Radler, 24 und 39 Jahre, in einer Kurve im Hermsdorfer Weg zusammengestoßen, wobei der 39-Jährige so schwer stürzte, dass er lebensbedrohlich verletzt wurde und noch immer in der Reha ist. Mit Helm, so ist Nüse überzeugt, wären die Verletzungen wohl nicht ganz so schlimm ausgefallen.

Von Andreas Vogel

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