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Neuruppin Spahn lobt die MHB in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Spahn lobt die MHB in Neuruppin
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20:22 12.06.2019
Bundesgeesundheitsminister Jens Spahn sah sich am Mittwoch auch in den Übungsräumen (Skills lab) der Medizinstudenten um. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Besser geht es wohl kaum. Mit lobenden Worten hat sich am Mittwochabend Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von den Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) in Neuruppin verabschiedet. „Ich finde toll, was hier stattfindet. Das ist das, was wir brauchen“, sagte Spahn, bevor er nach knapp 90 Minuten weiter zu einem Bürgergespräch nach Falkensee fuhr.

Spahn: Froh über jeden neuen Medizinstudienplatz

Zuvor hatte sich Spahn von der MHB-Leitung über die erste und einzige medizinischen Hochschule informieren lassen und auch einen Blick in die Übungseinrichtungen der Medizinstudenten, den sogenannten Skills lab, geworfen, bevor er mit angehenden Ärzten und Psychologen ins Gespräch kam. Eines der wohl wichtigsten Themen dabei. Wie steht Spahn zu den Plänen des Landes, mit den Millionen, die Brandenburg für den Kohleausstieg in der Lausitz erhält, in Cottbus eine medizinische Fakultät zu errichten?

„Ich bin froh über jeden neuen Medizinstudienplatz“, sagte Spahn. Denn Ärzte würden deutschlandweit dringend gebraucht. Schon deshalb lehnte Spahn die Pläne für eine medizinische Fakultät in der Lausitz nicht grundsätzlich ab. Es mache jedoch Sinn, die mögliche neue Fakultät mit bestehenden Einrichtungen zu koordinieren. Soll heißen, wie vom Land geplante Medizinausbildung in der Lausitz sollte mit der MHB zusammenarbeiten.

Viele bleiben nach der Ausbildung in Uni-Nähe

Darauf setzt die Hochschule, die nicht allein Standorte in Neuruppin und der Stadt Brandenburg hat, sondern mit insgesamt 25 Kliniken in der Mark kooperiert. „Ich bin ein großer Fan von dezentralen Studienangeboten“, bekannte Spahn – und lieferte auch gleich seine Erklärung dafür. Denn Studien bewiesen, dass das Gros der Studenten am Ende ihrer Ausbildung in Uni-Nähe blieben. Davon profitieren vor allem Großstädte wie Berlin, Köln und München. Schon deshalb müsse das Konzept, die Ausbildung in die Fläche zu bekommen, weiter verfolgt werden.

Darauf setzt auch das Team um MHB-Präsident Edmund Neugebauer. Allerdings gab es zuletzt die Sorge, dass sich Brandenburg nach dem angekündigten Abschied aus der Braunkohle allein um neue Perspektiven für die Lausitz kümmert und dies zulasten der MHB gehen könnte. Deshalb hatten Anfang Mai, als das Landeskabinett in Neuruppin tagte, auch mehr als 200 Studenten für mehr Unterstützung vom Land für die Hochschule demonstriert – unter dem Motto „Hand in Hand, für das Land“.

Woidke will mit Sachsen reden

Gleichwohl hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nur vage Zusagen für die MHB gemacht und lediglich betont, dass sich die Hochschule keine Sorgen um ihre Zukunft machen müsse. Laut dem Wittstocker CDU-Landtagsabgeordneten Jan Redmann will Woidke in der nächsten Woche mit Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) über die Humanmedizin in den beiden Ländern reden.

Fast eine Stunde suchte Spahn das Gespräch mit Studenten der MHB in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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