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Neuruppin Steinmeier besucht Fontane-Leitausstellung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Steinmeier besucht Fontane-Leitausstellung
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00:21 02.04.2019
Vorhang auf: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender beim Besuch der Leitausstellung. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Drei Minuten Redezeit wird Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde zur Eröffnung des Fontane-Jahres haben. Etwa 40 Gäste wird er in diesen Minuten mit Namen begrüßen müssen. Eine Aufgabe für Schnellsprecher. „Ich komme mir vor wie Dieter-Thomas Heck“, sagt Golde.

Der Bundespräsident beim Besuch der Leitausstellung Fontane.200 im Museum und auf dem Weg durch die Innenstadt von Neuruppin zur Kulturkirche.

Etwa eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung des Fontanejahres in der Neuruppiner Pfarrkirche gehört Golde gemeinsam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Martina Münch zu dem Empfangskomitee, das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender vor dem Museum begrüßt. Bevor die Fontane-Leitausstellung am Nachmittag ihre Pforten für das Publikum öffnet, werden Steinmeier und seine Frau als erste Gäste durch die Ausstellung gehen.

Fontane im Schnelldurchlauf

30 Minuten lang führt Kuratorin Heike Gfrereis den Bundespräsidenten und seine Frau durch die Neuruppiner Schau „fontane.200/Autor“. Das Besuchsprotokoll ist auf die Minute durchgetaktet. Foto vor dem Museum, Foto in einem der Ausstellungsräume und schließlich Verlassen des Museums aus einem Nebeneingang. Fontane im Schnelldurchlauf.

Fontane sei ein Meister des Ungesagten gewesen, hatte Gfrereis einen Tag zuvor bei einem Rundgang durch die Schau erklärt. In „Effi Briest“ etwa beginnen die Protagonisten Dialoge und brechen sie wenige Worte später ab. In der großen „Effi Briest“-Installation wird Steinmeier vor einem dieser Spruchbänder fotografiert. „Für Dich ... . “ „Nun was?“ „Ach lass.“

Früher Pflichtlektüre

Früher, als Schüler, so sagt Steinmeier, sei sein Verhältnis zu Fontane „verpflichtend“ gewesen. Inzwischen aber lese er Brandenburgs bekanntesten Dichter durchaus freiwillig. In Vorbereitung seiner Rede in der Pfarrkirche hat er noch mal in den „Stechlin“ geschaut – den letzten, 1898 erschienenen Roman Fontanes. Seine Leseeindrücke will er aber nicht verraten. „Das ist immer noch sehr aktuell“, sagt er lediglich.

Nur wenige Neuruppiner hatten sich für die Ankunft Steinmeiers im Museum interessiert. Als Steinmeier und seine Frau eine halbe Stunde später die Ausstellung verlassen, warten jedoch einige Neugierige. Steinmeier plaudert vor dem veganen Café und lässt sich mit Kindern fotografieren. Dann geht es nach einem kurzen Zwischenstopp vor dem Regionalladen am Schulplatz weiter in Richtung Fontane-Buchhandlung und Fontane-Geburtshaus.

Nur wenige Minuten bleiben für einen Besuch in der Apotheke. Vor der Pfarrkirche, wo Steinmeier in wenigen Minuten das neunmonatige Festprogramm zum 200. Geburtstag Fontanes eröffnen wird, warten bereits mehr als 100 Schaulustige.

Von Frauke Herweg

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