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Neuruppin Gemeinschaftskonzert für Fontane und die Musik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gemeinschaftskonzert für Fontane und die Musik
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11:46 26.05.2019
Junge Sänger und Instrumentalisten musizierten gemeinsam unter der Leitung von Ulrike Schubach in der Klosterkirche. Quelle: Cornelia Felsch
Neuruppin

Mit einem bejubelten Konzert feierten Neuruppiner Chöre und ein großes Orchester am Samstagabend in der Klosterkirche das 25-jährige Bestehen der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin im Fontanejahr.

Der Märkische Jugendchor, des Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasiums, der Kammerchor der Evangelischen Schule und ein großes Orchester, bestehend aus Musikschülern der Kreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, stimmten gemeinsam in ein großes Konzert „Fo(u)r Fontane“ ein.

Der große Dichter hätte sicher nichts dagegen gehabt, wenn er miterlebt hätte, dass ihm die Musikschüler an diesem Tag die Schau stahlen. Den größten Applaus spendeten die Zuhörer den jungen Musikern und dem Musikschul-Chef Harald Bölk.

Ein hohes C für die Musikschule

„Für mich als Kantor ist es ein Tag, an dem ich Dank sagen möchte für manchen Mendelssohn und ein Weihnachtsoratorium, das wir hier in der Kirche gemeinsam bei sechs Grad Celsius durchgestanden haben“, sagte Kantor Matthias Noack. „Unsere Kindermusical wären nicht möglich, ohne die Musikschule und dieses Konzert wäre nicht möglich, wenn es Sie nicht gäbe.“

Als Dankeschön überreichte der Kantor dem Musikschulleiter ein besonderes Geschenk von der Kirchengemeinde – einen Patenbrief für eine Orgelpfeife. Mit diesen Patenschaften können Musikliebhaber einen Beitrag zum Umbau der Orgel leisten. Die Musikschule bekam das hohe C.

„Es ist schön, dass die Zusammenarbeit mit der Kirche so unkompliziert funktioniert“, sagte Harald Bölk gerührt. „das war schließlich nicht immer so. Wir haben schon andere Zeiten erlebt.“

Mit Pauken und Trompeten

Dann gab es endlich Musik – frisch und jazzig eröffnete das Blechbläserquintett das Konzert mit Debussys „Golliwogg’s cake walk“, bevor der Kammerchor und der Märkische Jugendchor ihre Stimmen erklingen lassen.

Johann Sebastian Bachs „Glückwunschkantate“ gab mit Pauken und Trompeten den Auftakt zum großen gemeinsamen Chor- und Orchesterprogramm unter Leitung der Musiklehrerin Ulrike Schubach. Sie leitet seit 2007 den Märkischen Jugendchor. Mit Verdis „Triumphmarsch“ aus „Aida“, Händels „Halleluja“ aus dem „Messias“ und Mendelssohn-Bartholdys „Verleih und Frieden gnädiglich“ fand ein großartiges Konzert seinen Abschluss.

Hier kommt wieder Fontane ins Spiel, mit seinem Urteil zur Freischütz-Ouvertüre, die er in England hörte: „Es ist eine Musik, als ob Himmel, Erde und Hölle miteinander sprächen – es ist großartig.“ So haben es auch an diesem Abend 150 Konzertbesucher empfunden.

Von Cornelia Felsch

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