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Neuruppin Corona-Pandemie: Das muss man in Ostprignitz-Ruppin jetzt wissen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Corona-Pandemie: Das muss man in Ostprignitz-Ruppin jetzt wissen
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08:03 29.03.2020
Quelle: picture alliance/dpa
Ostprignitz-Ruppin

Die weltweit grassierende Corona-Pandemie hat auch Deutschland fest im Griff. Vorkehrungsmaßnahmen, die Ausbreitung der Viruserkrankung einzudämmen, sorgen dafür, dass das öffentliche Leben aller Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt wird. Im Landkreis OPR wurde am Dienstagabend, 17. März, die erste an Corona erkrankte Personen registriert. Mittlerweile gibt es zwölf infizierte Personen (Stand: 28. März). Gleichzeitig überschlagen sich gerade in den sozialen Netzwerken zahlreiche unbestätigte Informationen ebenso wie Falschmeldungen. Die MAZ-Redaktion trägt an dieser Stelle bestätigte und offizielle Informationen zusammen – das müssen die Ostprignitz-Ruppiner jetzt wissen.

27. März: Landrat hat umstrittene Regelungen für Einreisesperre gelockert und präzisiert – zwei weitere Infizierte gemeldet

Trotz Kritik von der Landesebene hält Landrat Ralf Reinhardt (SPD) an dem am Mittwoch erlassenen Einreiseverbot für Ostprignitz-Ruppin fest. Gleichwohl wurden einzelne Passagen präzisiert – besonders für all jene, die einen Zweitwohnsitz in OPR besitzen und nutzen wollen. Wer also bereits in seinem Wochenendhaus oder ähnlichem wohne, soll nun auch bleiben dürfen und muss nicht am 28. März den Landkreis verlassen, wie es in der ersten Anordnung noch hieß. Wer allerdings abreist und Ostprignitz-Ruppin verlässt, darf bis 19. April nicht aus touristischen Gründen in die Region zurück kommen.

Die ergänzende neue Allgemeinverfügung finden Sie hier:

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 12 gestiegen. Am Sonnabend, 28. März, waren zwei weitere Menschen positiv getestet worden. Es handele sich dabei um zwei Personen über 50 Jahre aus dem Raum Neuruppin. Eine Person musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden, über den Gesundheitszustand können noch keine Angaben gemacht werden, informierte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin weiter.

Ebenfalls im Laufe des Sonnabends wurde die Korrektur eines anderen Testergebnisses bekannt. Für eine ursprünglich positiv getestete Person aus dem Rheinsberger Raum gab es vorläufig Entwarnung, da eine Überprüfung des Tests ein negatives Ergebnis brachte.

26. März: scharfe Kritik und Sturm auf die Einwohnermeldeämter, weil der Landrat Touristen ausweisen lässt.

„Sollen Grenzkontrollen an den Landkreisgrenzen eingeführt werden?“, fragt Ronny Kretschmer von den Linken. Er ist mit seiner Kritik am Landrat Ralf Reinhard nicht allein. Der erntet nun einen Sturm der Entrüstung dafür, dass er bis Samstag alle des Landkreises verweisen will, die dort nicht ihren ersten Wohnsitz haben.

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Schließlich seien viele Rentner aus Berlin in ihrem Garten weitaus sicherer als an ihrem Hauptwohnsitz in der Stadt. Die Einwohnermeldeämter in Neuruppin und Rheinsberg registrieren unterdessen viele Fragen von Menschen, die ihren ersten Wohnsitz in den Kreis Ostprignitz-Ruppin verlegen wollen. Gemeindevertreter wiederum sind irritiert von einer Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes in der Corona-Krise.

25. März: Zwei neue gemeldete Infizierte – insgesamt gibt es nun neun Fälle im Landkreis

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es seit Mittwoch, 25. März, zwei weitere bestätige Corona-Fälle. Es handelt sich um zwei Neuruppiner – ob Mann oder Frau wollte Amtsärztin Dagmar Sissolak nicht mitteilen – im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, die sich samt Partner in häuslicher Isolation befinden. Damit hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten im Landkreis auf neun erhöht. Am Montag und Dienstag war die Zahl der Corona-Infizierten stabil. Getestet wurden bisher (Stand 25. März) 267 Personen im Landkreis,

Am Mittwochnachmittag wollen Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und Amtsärztin Dagmar Sissolak über den neuesten Stand und weitere Vorkehrungen der Kreisverwaltung gegen die Pandemie berichten.

25. März: Die Grenze ist dicht – Einreiseverbot für Urlauber nach OPR erlassen

Ab jetzt gilt: Touristische Reisen aus privatem Anlass in das Gebiet des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind untersagt – das gilt sowohl für Freizeit- und Erholungs- als auch für Fortbildungsreisen sowie vermeidbare oder aufschiebbare Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation. Auch Wochenend-Kurztrips in Wochenendhäusern, Datschen, Bungalows, Gehöften, Häusern, Wohnungen und mobilen Objekten wie Wohnmobilen, Campinganhängern sowie Booten und Hausbooten sind untersagt.

Reisende, die sich bereits im Gebiet des Landkreises Ostprignitz-Ruppin aufhalten, haben bis spätestens zum 28. März 2020 ihren Aufenthalt zu beenden und abzureisen, teilt der Landkreis mit.

Das Verbot gilt nicht für Menschen mit Erstwohnsitz im Landkreis OPR – auch für solche mit zweitem Wohnsitz, wenn dieser zur Ausübung der Erwerbstätigkeit oder für Freiberufler unabdingbar ist. Auch Menschen, die im Landkreis arbeiten sind von dem Verbot nicht betroffen – müssen aber einen schriftlichen Arbeitsauftrag vorweisen können.

Die komplette Allgemeinverfügung finden Sie hier.

25. März: ORP-Busverkehr wird weiter eingeschränkt

Die Busse der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ORP verkehren ab Donnerstag, 26. März, nur noch laut Ferienfahrplan. Das bedeutet, dass weniger Fahrzeuge unterwegs sind. Zur Kompensation wird die Zahl der Rufbus-Fahrten erhöht.

Die angepassten Fahrpläne können Reisende auf der ORP-Internetseite einsehen.

25. März: Soforthilfe der ILB startet

Das Sofortprogramm des Landes soll gewerblichen Unternehmen und Freiberuflern, die durch die Coronakrise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind, eine schnelle und angemessene finanzielle Hilfestellung zur Milderung von unmittelbaren Schäden und Nachteilen leisten.

Die Soforthilfe für Unternehmen mit bis zu 5 Erwerbstätigen ist inzwischen von 5.000 auf nun bis zu 9.000 Euro erhöht worden. Die übrigen Soforthilfen bleiben unverändert gemäß der nachfolgenden Staffelung: bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 Eurobis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 Eurobis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 Euro

Anträge kann man hier stellen – auf der Seite gibt es auch weitere Informationen.

24. März: Notfall-Team der IHK Potsdam unterstützt regionale Unternehmen

Zahlreiche Einrichtungen und Institutionen im Landkreis, wie etwa die Regionalentwicklungsgesellschaft REG oder die Wirtschaftsförderung Brandenburg, bieten Unternehmerinnen und Unternehmern im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ihre Hilfe an. Auch die Industrie- und Handelskammer Potsdam steht ab sofort mit einem Notfall-Team bereit, um Fragen zu Themenbereichen von A wie Ausbildung bis Z wie Zoll in dieser schweren Krise zu beantworten.

Die Hotline ist per Mail unter corona@ihk-potsdam.de oder telefonisch unter 0331 / 2786 - 115 erreichbar.

24. März: Zulassungsbehörde bearbeitet derzeit nur dringend erforderliche Anliegen

Wer ein Fahrzeug an- oder ummelden möchte, muss die Dringlichkeit entsprechend begründen. Dringend und erforderlich ist die Zulassung systemrelevanter Fahrzeuge. Dies sind zum Beispiel solche zur Sicherstellung des Warenverkehrs, zur Aufrechterhaltung von Wirtschaft, wichtigen Berufszweigen und ähnlichen Angelegenheiten.

Termine können ab sofort ausschließlich telefonisch oder per Mail innerhalb der derzeit geltenden Sprechzeiten vereinbart werden. Telefon: 03391 / 688 3640 oder 03391 / 688 - 3644. Mail: kfzopr@opr.de. Die Sprechzeiten sind Montag von 8 – 12 Uhr, Dienstag von 8 – 17 Uhr und Donnerstag von 8 – 16 Uhr. Unabhängig davon können Fahrzeuge bei Vorliegen der technischen Voraussetzungen auch online an- oder abgemeldet werden.

23. März: Land erweitert Informationsangebot im Internet und am Telefon

Das Land Brandenburg erweitert sein Informationsangebot. Über die zentrale Internetseite corona.brandenburg.de wird über aktuelle Entwicklungen rund um die Infektionskrankheit informiert. Darüber hinaus werden ressortübergreifend die wichtigsten Fragen beantwortet. Zugleich ist seit heute beim Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Brandenburg auch ein neues Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Rufnummer 0331 / 866 - 5050 freigeschaltet. Es ist montags bis freitags von 9 bis 179 Uhr erreichbar. Künftig werden die Servicezeiten ausgeweitet.

23. März: Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren

Das ist dann doch überraschend: Am ersten Tag des neuen Kontaktverbotes wegen der Coronakrise hat die Polizei in Ostprignitz-Ruppin am Montag, 23. März, kein einziges Mal eingreifen müssen, weil sich mehr als zwei Menschen gemeinsam auf der Straße oder in öffentlichen Parks aufgehalten haben. Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren das Einhalten des Kontaktverbots.

24. März: Tests im Drive In sehr gefragt

Stark nachgefragt sind weiterhin die Coronatests in einem eigens aufgebauten Drive-In-Zelt auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken. Waren am Mittwoch, dem ersten möglichen Testtag, noch 18 Patienten von ihren Hausärzten dorthin geschickt worden, waren es am Donnerstag schon 38 und für Freitag waren sogar 45 Patienten für den Test angemeldet, sagte Kliniksprecherin Verena Clasen. Bis Dienstagmittag, 24. März, sind insgesamt bereits 144 Patienten getestet worden.

Ruppiner Kliniken bauen zweite Intensivstation auf

Um für die Corona-Pandemie gewappnet zu sein, bauen die Ruppiner Kliniken eine zweite Intensivstation auf. Noch fehlen allerdings Beatmungsgeräte.

23. März: Sparkasse will Firmen schnell helfen

Auch die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin will Betrieben helfen, die wegen der Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geraten. So könnten die Ratenzahlungen bis zum Jahresende ausgesetzt werden, sagte Sparkassenvorstand Markus Rück am Montagmittag bei einer ungewöhnlichen Telefonkonferenz, zu der die Bank auch ihre mehr als 1500 Gewerbekunden eingeladen hatte.

Beschränkungen für Reiserückkehrer

Eine Allgemeinverfügung des Landkreises betrifft Reiserückkehrende aus einem internationalen Risikogebiet oder einem besonders von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Gebiet in Deutschland.Für diese Personen gelten Beschränkungen des Besuchs besonderer Einrichtungen, wie z.B. Kitas, Schulen oder stationäre Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe.

Die komplette Verfügung finden Sie hier.

Schul- und Kita-Schließungen ab Mittwoch, 18. März

Notbetreuung von Kindern und Schülern: Ab Mittwoch, 18.03.2020, stellen Schulen und Kitas im Land Brandenburg wegen der Coronavirus-Krise vorerst bis zum Ende der Osterferien (bis einschließlich 19.04.2020) ihren regulären Unterricht und die normale Betreuung ein.

Für Kinder und Schüler von Eltern, die in gesellschaftlich wichtigen Bereichen (“kritischen Infrastrukturen“) arbeiten, ist eine Notfallbetreuung in Kitas und Horten geplant. Grundvoraussetzung für diese Notbetreuung ist, dass beide Sorgeberechtigte (im Fall von Alleinerziehenden der Inhaber des Sorgerechts), in einem der Bereiche tätig ist und eine häusliche oder sonstige individuelle bzw. private Betreuung nicht organisieren können.

Für die Antragstellung auf Notfallbetreuung sind die für den Wohnort zuständigen Stadt-, Amts- oder Gemeindeverwaltungen zuständig. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sollten sich sofort an die jeweiligen Verwaltungen wenden, um einen Notfallbetreuungsplatz zu beantragen.

Die Allgemeinverfügung über die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten finden Sie hier.

Die Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin einschließlich der Nebenstellen in Kyritz, Rheinsberg und Wittstock wird vom 18.03. bis vorerst 19.04.2020 geschlossen. Für weitere Fragen können Sie gerne die Hauptstelle in Neuruppin kontaktieren: Telefon: 03391/2682; E-Mail: kreismusikschule@opr.de

Auch die Kreisvolkshochschule einschließlich der Regionalstellen in Kyritz und Wittstock sowie das Kreismedienzentrum und das regionale Grundbildungszentrum werden geschlossen: vom 18.03.2020 bis vorerst zum 30.04.2020. Für diesen Zeitraum pausieren die Volkshochschulkurse sowie die sonstigen Veranstaltungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben jedoch telefonisch und per Mail erreichbar. Für weitere Fragen können Sie gerne Ihre zuständige Regionalstelle kontaktieren

Einschränkungen bei Bussen und Bahnen

Busse und Bahnen: Die Nahverkehrsunternehmen in der Region schränken wegen der Corona-Epidemie ihren Service ein. Auf den Bahnhöfen der Region läuft der Betrieb trotz der allgemeinen Einschränkungen durch die Corona-Gefahr zwar weitgehend normal und die Züge fahren nach Plan. Einige Besonderheiten gelten für die Fahrgäste aber trotzdem. So verkehren die Züge nun ohne Kundenbetreuer.

Damit entfallen auch der Fahrscheinverkauf und die Kontrollen an Bord. „Die Pflicht zum Besitz eines gültigen Fahrscheins ist davon jedoch unberührt“, betont das Eisenbahnunternehmen. Außerdem bleiben die Kundencenter in Kyritz und Pritzwalk bis auf weiteres geschlossen. Dort gibt es derzeit also weder Auskünfte noch Fahrkarten.

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ORP mit ihren Bussen bemüht sich, die Kontakte zwischen Fahrgästen und Personal zu minimieren. Passagiere mit gültigem Fahrausweis – auch mit dem elektronischen Ticket –werden gebeten, den hinteren Einstieg der Busse zu nutzen.

Stadt Kyritz richtet Bürgertelefon zu Corona ein

Die Stadtverwaltung von Kyritz hat ein Bürgertelefon zum Coronavirus eingerichtet. Bei Fragen zum Thema können die Kyritzer und Bewohner der Ortsteile die Stadtverwaltung unter Nummer 033971/8 52 22 erreichen. Das Telefon ist besetzt: Montag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, Mittwoch 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr,Freitag 8 bis 12 Uhr. Darüber hinaus können Fragen an die Email-Adresse stadtverwaltung@kyritz.de gesendet werden.

Aktuelle Informationen zum Thema finden die Kyritzer zudem im Aushangkasten am Rathaus und in den Ortsteilen, unter dem Menüpunkt „Nachrichten“ auf www.kyritz.de und auf Facebook unter https://www.facebook.com/Kyritz.an.der.Knatter. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Was muss ich beim Verdacht der Ansteckung tun?

Krankheitszeichen der Corona-Erkrankung können Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit sein. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde bereits berichtet. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall. Die Krankheitsverläufe variieren stark – von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen bis hin zum Tod. Für Laien ist es – mit Blick auf die aktuell herrschende Grippesaison – daher fast unmöglich, eine „Selbstdiagnose“ zu stellen. Davon wird auch dringlichst abgeraten.

Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte in jedem Fall nicht unangemeldet seinen Hausarzt aufsuchen, sondern seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der deutschlandweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 kontaktieren. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen ggf. bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der offiziellen Sprechstunde in die Praxis bestellen.

Solange eine Erkrankung nicht einwandfrei ausgeschlossen werden kann, sollten diese Personen Kontakt zu anderen Menschen meiden, um eine Übertragung auf andere zu vermeiden. Dies betrifft in ganz besonderem Fall Reise-Rückkehrer aus einem der Risikogebiete oder Menschen, die Kontakt zu einem nachweislichen Erkrankungsfall hatten.

Drive in Coronatest in den Ruppiner Kliniken. Quelle: Andreas Vogel

Ab Mittwoch, 18.03.2020, wird die zentrale Testung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin auf das neuartige Virus SARS-CoV-2 in Zusammenarbeit mit den Ruppiner Kliniken erfolgen. Derzeit richten die Ruppiner Kliniken eine „Drive-In-Lösung“ ein. Das bedeutet, dass Menschen, die wegen eines begründeten Verdachts auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet werden müssen, in ihrem Auto bleiben während Abstriche aus dem Nasen- und Rachenraum genommen werden.

Wichtig: Die Verwaltung appelliert an alle Bürger: Keine Testung ohne Anforderung durch den Hausarzt! Ein Abstrich erfolgt ausschließlich bei begründetem Verdacht. Wer befürchtet, mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert zu sein, soll zunächst telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufnehmen. Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion, meldet der Hausarzt eine Testung an. Ohne Termin und Anmeldung durch den Hausarzt erfolgt keine Testung! „Bitte nehmen Sie Rücksicht und besuchen Sie die Ruppiner Kliniken nicht ohne Termin und Anmeldung! Sie werden ansonsten abgewiesen“, teilt die Verwaltung mit.

Appell des Arbeiter-Samariter-Bundes: Besuche in Alten- und Pflegeheimen vermeiden

Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) als ein Betreiber von stationärer Einrichtungen für Senioren und Pflegebedürftig in Brandenburg rät Angehörigen, Menschen in Pflege- und Alteneinrichtungen derzeit nicht zu besuchen. So soll eine mögliche Übertragung des Corona-Virus verhindert werden, zumal insbesondere ältere Menschen zu den besonders gefährdeten Risikogruppen zählen. Bei unbedingt notwendigen Besuchen sollten zumindest nicht die Gemeinschaftsräume der Einrichtungen genutzt werden, sagte Cindy Schönknecht vom ASB.

Infotelefon-Nummern des Landkreises

Der Landkreis hat ein Corona-Telefon unter der Nummer 03391/688 53 76 geschaltet. Das Infotelefon ist von Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr und Samstag 9 bis 12 Uhr besetzt.

Infonummer der Stadt Wittstock erweitert

Die Stadt Wittstock erweitert ab Dienstag, 24. März, die Hotline für Fragen rund um das Corona-Virus. Unter Tel.: 03394/42 99 00 können sich Ratsuchende montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 18 Uhr melden. Bisher war das nur bis 16 Uhr möglich. Darüber hinaus ist die Kontaktaufnahme auch per E-Mail über corona@stadt-wittstock.de möglich.

Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen in Wittstock

Auch die Kontakt- und Beratungsstelle in Wittstock ist wegen der Corona-Gefahr geschlossen. Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen soll es aber trotzdem weiter geben – via Telefon, Email und Whatsapp.

Neuer Corona-Button: Rathaus informiert

Auf der Internetseite der Stadt Wittstock/Dosse werden Informationen und Hilfsangebote zum Thema Coronavirus ab sofort komprimiert zusammengefasst.

Neben den Service-Nummern der verschiedenen Behörden finden sich hinter dem Button „Coronavirus – Hilfe und Information“ auf der rechten Menüleiste auch Hinweise speziell für Unternehmer. Dies resultiert aus den häufig auftretenden Fragen aus diesem Bereich in den vergangenen Tagen.

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Informieren Sie sich bitte bei offiziellen Institutionen wie dem Robert Koch Institut unter www.rki.de, der Landesregierung Brandenburg unter www.brandenburg.de sowie dem Landkreis OPR unter www.ostprignitz-ruppin.de über die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen.

Auch die MAZ-Redaktion berichtet sorgfältig und nach eingehender Prüfung von Informationen über die aktuellen Entwicklungen. Wer sich tiefergehend über den Hintergrund des SARS-Cov-2-Virus informieren möchte, dem sei zudem der Podcast von Corona-Spezialist Professor Christian Drosten, Institutsdirektors der Virologie an der Berliner Charité, empfohlen, der täglich hier in der ARD Audiothek von NDR Info veröffentlicht wird.

Wie verringere ich das Risiko einer Ansteckung?

Der Corona-Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Nach aktuellen Erkenntnissen scheint der Hauptübertragungsweg eine Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Infizierte Tröpfchen in die Luft abgeben und nicht infizierte Menschen diese einatmen, so dass der Virus an deren Schleimhäute der Atemwege gelangt. Auch eine Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt kommen, kann nicht ausgeschlossen werden.

Zur Vermeidung einer Infektion ist daher insbesondere auf eine sogenannte gute Husten- und Nies-Etikette und persönliche Händehygiene zu achten. Zudem sollte Abstand zu Erkrankten gehalten werden, das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt dabei mindestens ein bis zwei Meter. Enge Körperkontakte wie Umarmungen oder Küssen zu Erkrankten sowie bei eigenen Infektionen sollten vermieden werden. Verzichtet werden sollte gegenwärtig generell auch auf das Händeschütteln. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Händehygiene: Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind, da Krankheitserreger mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Am besten waschen Sie sich im Alltag regelmäßig die Hände. Unter www.infektionsschutz.de werden alle weitergehenden Fragen zum Thema Händewaschen ausführlich beantwortet, von der Bedeutung des regelmäßigen Händewaschens über die beste Vorgehensweise bis hin zu den Fragen der besten Wassertemperatur, ob das Händewaschen auch ohne Seife Sinn macht warum es wichtig ist, sich die Hände anschließend gut abzutrocknen.

Husten- und Nies-Etikette: Beim Husten oder Niesen sollte möglichst vermieden werden, Speichel oder Nasensekret in der Umgebung zu verteilen. Aus gesundheitlicher Sicht ist es daher nicht sinnvoll, sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, denn so gelangen Krankheitserreger erst an die Hände und können anschließend über Gegenstände oder Hände an andere Personen weitergegeben werden. Drehen Sie sich beim Husten oder Niesen weg und halten Sie dabei zu anderen Personen mindestens einen Meter Abstand. Niesen Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, welches Sie anschließend entsorgen. Haben Sie kein Taschentuch zur Hand, können Sie auch in Ihre Armbeuge husten oder niesen. Weitere Informationen zur Husten- und Nies-Etikette finden Sie hier unter www.infektionsschutz.de.

In Einrichtungen mit starkem Besucherverkehr wie Arztpraxen, Schulen oder Ämtern können Händedesinfektionsspender die o.g. Maßnahmen zusätzlich unterstützen.

Von MAZonline

Ein 58-jähriger Lastwagenfahrer hat auf der Autobahn 24 zwischen Neuruppin und Wittstock hinterm Steuer gesessen und dabei reichlich Bier getrunken. Zeugen riefen die Polizei, die den betrunkenen Fahrer am Donnerstagabend aus dem Verkehr zog.

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Das Biertrinken und Fahren nicht gleichzeitig geht, wollte ein Lkw-Fahrer auf der Autobahn 24 zwischen Neuruppin und Herzsprung nicht wahrhaben. Die Polizei zog ihn aus dem Verkehr und entdeckte weitere Straftaten.

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Die Tastaturen und Gehäuse der Firma TES Frontdesign aus Neuruppin sind weltweit gefragt: Das Unternehmen liefert Bedienelemente für Beatmungsgeräte, Viren-Test- und andere medizinische Geräte. Die Nachfrage ist gerade riesig.

27.03.2020