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Neuruppin Corona: Das muss man in Ostprignitz-Ruppin jetzt wissen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Corona: Das muss man in Ostprignitz-Ruppin jetzt wissen
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17:24 03.06.2020
Jeder sollte sich mit einer Gesichtsmaske schützen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Quelle: Imago
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Ostprignitz-Ruppin

Die weltweit grassierende Corona-Pandemie hat auch das Ruppiner Land fest im Griff. Vorkehrungsmaßnahmen, um die Ausbreitung der Viruserkrankung einzudämmen, sorgen dafür, dass das öffentliche Leben aller Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt wird.

Die MAZ-Redaktion trägt an dieser Stelle bestätigte und offizielle Informationen darüber zusammen, was die Ostprignitz-Ruppiner derzeit wissen müssen. Zurzeit gibt es in Ostprignitz-Ruppin keine neuen bestätigten Corona-Infizierten. Die bisher registrierten gelten als genesen (Stand: 3. Juni).

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3. Juni: Amtsärztin revidiert Zahl der Toten in OPR

Laut Amtsärztin Dagmar Sissolak wurde in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt und dem Landkreis Barnim die Zahl der Corona-Toten für den Landkreis revidiert. Demnach werden die zwei Todesfälle nicht mehr Ostprignitz-Ruppin zugerechnet, sondern dem Barnim – weil die Kranken schon einige Zeit in einer Reha-Einrichtung im Barnim gelebt und sich dort auch angesteckt hatten. Demnach waren die zwei Betroffenen aus Ostprignitz-Ruppin, die in der Einrichtung an dem Coronavirus gestorben sind, Teil eines sogenannten Hotspots in der Barnimer Einrichtung.

In Ostprignitz-Ruppin gibt es seit dem 18. Mai keine neuen Corona-Fälle, zudem gebe es seit 28. Mai auch keine aktiven Fälle mehr, sagte die Amtsärztin am Mittwoch in Neuruppin. Damit sei der Landkreis seit einer Woche coronafrei. Das bedeutet, dass die insgesamt 85 Corona-Patienten als genesen gelten.

29. Mai: Gesundheitsamt erklärt OPR für coronafrei

Seit gut einer Woche gibt es in Ostprignitz-Ruppin keine neuen Coronafälle. Die Leiterin des Gesundheitsamtes hat den Landkreis deshalb beim Kreistag am Donnerstagabend für coronafrei erklärt – und zugleich vor neuen Infektionen gewarnt, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden. Indes wurde bekannt, dass es einen weiteren Todesfall durch das Virus gibt.

27. Mai: seit einer Woche keine neuen Infektionen

Seit einer Woche gibt es in Ostprignitz-Ruppin keine neuen Corona-Fälle. Auch die Flüchtlinge, die sich infiziert hatten und deshalb im Jugenddorf Gnewikow untergebracht waren, konnten am Mittwoch mit Bussen zurück in ihre Wohnungen nach Rheinsberg und in den Raum Kyritz gebracht werden. Denn die 39 Tests am Dienstag waren negativ ausgefallen, sagte Andreas Liedtke, Chef des Amtes für Familien und Soziales in Ostprignitz-Ruppin.

26. Mai: Es bleibt bei 89 Fällen

Die Kreisverwaltung in Neuruppin meldete am Dienstag keine neuen Corona-Infizierten. Damit bleibt es den fünften Tag in Folge bei 89 Fällen, wobei 76 schon als genesen gelten. Drei Patienten müssen derzeit noch stationär behandelt werden.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat die Strafanzeige der AfD zur Maskenpflicht gegen Neuruppins Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier geprüft und das Verfahren eingestellt. Oberstaatsanwalt Cyrill Klement sieht keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Nötigung. Die AfD hatte Klier wegen Nötigung angezeigt, weil der Stadtverordnetenvorsteher bei der Sitzung Ende April im Neuruppiner Stadtgarten die AfD-Frau Gabriele Köhler aus dem Saal verwiesen hatte, weil sie keinen Mund-Nasen-Schutz trug.

25. Mai: Personalien von 942 Menschen aufgenommen Mitte März bis 24. Mai hat indes die Polizei in Ostprignitz-Ruppin die Personalien von 942 Personen aufgenommen, die gegen die Regeln der sogenannten Eindämmungsverordnung verstoßen haben. Zudem wurden der Staatsanwaltschaft acht Strafverfahren übergeben, weil Platzverweise missachtet wurden oder sich zu viele Menschen ohne Mindestabstand versammelt oder gemeinsam gefeiert haben.

Das Gros der knapp 300 Einsätze ging dabei auf Hinweise von Anrufern zurück, sagte am Montag, Jirko Lehmann, seit Februar Chef der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin.

24. Mai: Zahl der Genesenen steigtDie Zahl der Corona-Infizierten in Ostprignitz-Ruppin ist bis Freitagmittag nicht weiter gestiegen. Damit bleibt es bei 89 Corona-Fällen im Landkreis.

Deutlich zugelegt hat indes die Zahl der Menschen, die als genesen gelten, nämlich von 60 auf 76, sagte Kreissprecher Alexander von Uleniecki. Von den Infizierten müssen nur noch drei Personen im Krankenhaus behandelt werden, am Mittwoch waren es noch vier Personen.

20. Mai: Zwei neue Fälle in OPR – kein Krisentelefon mehr an Wochenenden

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist leicht gestiegen und liegt nun bei 89 bestätigten Fällen. Vier von ihnen werden in der Klinik behandelt.. Der Kreis teilte am Mittwoch mit, dass die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes künftig am Wochenende nicht geschaltet wird – es gab zuletzt keinen Bedarf mehr. Am Freitag nach Himmelfahrt sind die Experten für dringende Frage rund um Corona aber erreichbar.

18. Mai: Zwei neue Fälle in den Ruppiner Kliniken

Im Neuruppiner Krankenhaus sind am Wochenende zwei neue Corona-Fälle entdeckt worden. Weil die Patienten, die in den Kliniken behandelt werden, aber nicht in Ostprignitz-Ruppin wohnen, wirkt sich das nicht auf die Statistik aus: Es bleibt bei 87 Corona-Fällen im Landkreis.

 

15. Mai: Die Restaurants dürfen wieder öffnen

Aufatmen in der Gastronomie: Nach acht Wochen Zwangspause dürfen die Restaurants wieder ihre Gäste bedienen – und nicht nur Außer-Haus-Verkauf anbieten. Die Neuruppiner Gastronomen sind heilfroh über den Neustart und hoffen, dass jetzt auch die Gäste kommen – der Umsatz wird dringend gebraucht. Für den Corona-Schutz haben alle Maßnahmen ergriffen. Auch die Neuruppiner freuen sich, dass sie jetzt wieder Essen gehen können, wie eine Umfrage zeigt.

14. Mai: weitere sieben Flüchtlinge sind mit Corona infiziert

Am Donnerstag muss das Kreis-Gesundheitsamt schon wieder einen sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionsfälle vermelden. Grund: Unter den Flüchtlingen aus Rheinsberg und dem Raum Kyritz, die im Jugenddorf Gnewikow in Quarantäne sind, sind sieben weitere Infizierte. Sie haben sich in der eigenen Familie angesteckt. Derweil freuen sich die Gastronomen in Ostprignitz-Ruppin darüber, dass sie am Freitag wieder öffnen dürfen. Auch die Wittstocker Gastronomen sind gut vorbereitet – wie etwa im Restaurant „Freiraum“ am Markt. 13. Mai: weitere Verdachtsfälle in der JVA WulkowNachdem am Dienstag ein erster Corona-Fall im Gefängnis in Wulkow bei Neuruppin bekannt geworden ist, könnten sich weitere Personen mit Coronaviren angesteckt haben. Am Dienstag hatte das Innenministerium vermeldet, dass 28 Polizisten unter Coronaverdacht stehen, weil sie Kontakt zu dem 29 Jahre alten Asylbewerber hatten, bei dem eine Infektion nachgewiesen wurde. Der Mann war nach Wulkow gebracht worden, weil er im Verdacht steht, einen Landsmann getötet zu haben.Inzwischen seien 73 Personen in Polizei und Justiz ermittelt worden, die Kontakt zu dem Verdächtigen hatten und sich infiziert haben könnten, teilte die Kreisverwaltung in Neuruppin am Mittwoch mit.

11. Mai: Weiterhin 80 Infizierte in Ostprignitz-Ruppin

Die Zahl der Coronafälle in Ostprignitz-Ruppin ist am Montag nicht gestiegen. Demnach gibt es laut Kreisverwaltung derzeit 80 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Allerdings ist diese Zahl mit Vorsicht zu genießen.

10. Mai: 5 neue bestätigte Fälle im LandkreisDie Zahl der Corona-Fälle in Ostprignitz-Ruppin ist am Sonntag auf 80 Personen gestiegen. Laut Kreissprecherin Britta Avantario haben sich fünf Menschen im Jugenddorf in Gnewikow im familiären Umfeld angesteckt. Zu den Infizierten gehören auch Kinder.

Im Jugenddorf sind derzeit mehr als 50 Flüchtlinge untergebracht, die eigentlich in Rheinsberg und im Raum Kyritz leben, darunter mehrere Großfamilien. Weil einige von ihnen mit dem Virus infiziert waren und in ihren Wohnungen nicht den Sicherheitsabstand von gut einem Meter hätten einhalten können, hatte sie die Kreisverwaltung Mitte April im leer stehenden Jugenddorf untergebracht. Für Kinder sei es aber kaum möglich, die Sicherheitsabstände einzuhalten, sagte die Kreissprecherin.

8. Mai: Krankenhaus auf zweite Welle vorbereitet

Die Ruppiner Kliniken fühlen sich gut auf eine zweite Welle der Corona-Pandemie vorbereitet. „Wir könnten in kürzester Zeit bis zu 32 zusätzliche Beatmungsplätze schaffen, wenn wir denn die beim Land bestellte Technik erhalten“, sagte am Freitag Klinikgeschäftsführer Matthias Voth.

7. Mai: Tests in Lindow negativ

Positive Nachrichten konnte Vizelandrat Werner Nüse (SPD) vermelden: In Ostprignitz-Ruppin gibt es keine neuen Corona-Fälle. Auch die 25 Menschen, die zuletzt in Lindow getestet wurden, haben sich demnach nicht mit dem Virus infiziert. Damit bleibt es bei 76 Fällen, wobei sich nur eine Person in stationärer Behandlung befindet und 40 inzwischen als genesen gelten.

6. Mai: Keine neuen bestätigten Fälle

In Ostprignitz-Ruppin gibt es auch nach den Tests von 80 Flüchtlingen in Wittstock keine neuen Corona-Fälle. „Alle Tests waren negativ“, sagte am Mittwoch Kreissprecher Alexander von Uleniecki in Neuruppin. Demnach bleibt es bei 76 Corona-Infizierten in Ostprignitz-Ruppin, von denen zwei stationär behandelt werden und 35 inzwischen als genesen gelten.

Um auszuschließen, dass sich das Virus unbemerkt bei Flüchtlingen verbreitet, die in Ostprignitz-Ruppin leben, sollen heute 25 Menschen in Lindow auf das neuartige Virus getestet werden. Zudem werden weiterhin Patienten auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken in einem sogenannten Drive-In getestet

4. Mai: Weitere Tests im großen Stil geplant

Die Kreisverwaltung kündigt an, dass am Dienstag in Wittstock rund 80 Personen auf das Coronavirus getestet werden sollen. Das Gesundheitsamt will sichergehen, dass sich das Virus nicht unter den Flüchtlingen, die in der Region leben, unbemerkt ausbreitet. Im Laufe der Woche sollen auch noch 25 Personen in Lindow getestet werden.

Indes ist die Zahl der bestätigten Coronafälle im Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht gestiegen. Demnach gibt es aktuell 76 Infizierte. Die getesteten Personen in Wusterhausen und Neustadt sind zum Glück alle negativ.

3. Mai: Zahl der Infizierten steigt auf 76

Die Zahl der Corona-Infizierten in Ostprignitz-Ruppin ist in den vergangenen drei Tagen nur leicht gestiegen, nämlich von 74 auf 76 Fälle. Drei Personen werden laut Landkreis derzeit stationär behandelt, während 35 Menschen, die mit dem neuartigen Virus infiziert waren, inzwischen wieder als geheilt gelten.

30. April: 65 Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken müssen sich auf das Coronavirus testen lassen

Ruppiner Kliniken verhängen Aufnahmestopp für zwei Abteilungen – die Kliniken reagieren damit auf einen bestätigten Corona-Fall unter ihren Angestellten. 65 Mitarbeiter des Neuruppiner Krankenhauses müssen sich infolgedessen auf eine Vireninfektion testen lassen. Die Klinik hat bereits Patienten der Geriatrie untersuchen lassen, bei ihnen wurden keine Viren entdeckt.Derzeit sind im Landkreis Ostprignitz-Ruppin 74 Corona-Infizierte gemeldet – einer mehr als am Vortag. Darunter sind vier Fälle ohne positives Testergebnis, aber mit den Symptomen einer Covid-19-Erkrankung. Erfreulicherweise ist nur noch eine Patientin in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus – muss aber nicht mehr beatmet werden. 32 Personen gelten mittlerweile als geheilt.

Schulen bleiben bis 22. Mai geschlossen – mit wenigen Ausnahmen

Der Landrat eine neue Verfügung erlassen, die den Unterricht an den Schulen in Ostprignitz-Ruppin regelt. Demnach bleiben zumindest bis 22. Mai alle Schulen grundsätzlich weiter geschlossen. Nur ausnahmsweise ist dort Unterricht erlaubt. Seit Montag dürfen unter anderem 10. Klassen wieder zum Unterricht in der Schule erscheinen. Jetzt macht der Landkreis den Weg frei, dass ab Montag, 4. Mai, die 6. Klassen in den Grund- und den Förderschulen sowie die meisten 9., 11. und 12. Klassen wieder unterrichtet werden dürfen.

Bustickets bald wieder im Bus

Ab Anfang Mai will die Busgesellschaft ORP nach und nach wieder Fahrscheine in ihren Bussen verkaufen. Inzwischen hat sich eine Möglichkeit gefunden, die Busse mit zusätzlichen Schutzwänden auszustatten, die die Fahrer vor einer Tröpfcheninfektion schützen sollen. Nach und nach werden sämtliche 100 Busse der ORP mit solchen Wänden ausgestattet.

Arbeitslosenzahlen gestiegen

Die Coronakrise hat die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitsagentur Neuruppin sprunghaft steigen lassen. Aktuell sind dort 1700 Menschen mehr arbeitslos als Ende März. Gleichzeitig gibt es viel mehr von Kurzarbeit betroffene Menschen.

29. April: weitere Isolierte im Jugenddorf

Weitere 25 Flüchtlinge werden mit Corona-Verdacht die nächsten Wochen isoliert im Jugenddorf in Gnewikow verbringen. Das kündigte die Kreisverwaltung in Neuruppin am Mittwoch an. In den vergangenen Tagen hatte das Gesundheitsamt des Landkreises mehrere Personen aus vier Großfamilien testen lassen, die derzeit im Raum Kyritz untergebracht sind. Diese Familien hatten offenbar Kontakt zu denjenigen, bei denen vor einer Woche in Rheinsberg eine Infektion mit Coronaviren festgestellt worden ist.

Auch vier der Tests in Kyritz fielen positiv aus. Damit erhöht sich die Zahl der bekannten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Ostprignitz-Ruppin am Mittwoch auf 73. Knapp die Hälfte der Betroffenen – insgesamt 31 – sind inzwischen wieder genesen, teilt die Kreisverwaltung mit.

28. April: Zahl der Infizierten steigt auf 69

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt weiter leicht an: Am Dienstag meldete die Kreisverwaltung in Neuruppin 69 nachgewiesene Fälle. Unter den Menschen, die sich mit den Viren angesteckt haben, ist auch eine Person, die in den Ruppiner Kliniken arbeitet. Das Gesundheitsamt sei dabei, alle Kontaktpersonen zu ermitteln und auf Coronaviren zu testen.

Drei der 69 Infizierten aus dem Landkreis mussten am Dienstag stationär behandelt werden, einer dieser Patienten wurde künstlich beatmet. Vier der 69 Infizierten haben die typischen Symptome der Erkrankung, obwohl bei ihnen ein Virentest negativ ausfiel.

27. April: Zahl der Infizierten liegt jetzt bei 63

Am Montag hat sich die Zahl der bekannten Corona-Infektionen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht weiter erhöht. Es ist kein neuer Fall hinzugekommen. Am Sonntag hatte die Kreisverwaltung gemeldet, die Zahl der Infizierten liege inzwischen bei 64. Diese Zahl korrigierte der Landkreis am Montag um eins nach unten auf 63. Bei den Tests in mehreren Familien in der vergangenen Woche in Rheinsberg sei eine Person versehentlich doppelt gezählt worden.

26 Personen sind inzwischen genesen, vier müssen noch im Krankenhaus behandelt werden. Eine Person wird künstlich beatmet. Sie befindet sich aber auf dem Weg der Besserung und wird langsam vom Atemgerät entwöhnt.

26. April: Ab Montag Maskenpflicht im Bus und beim Einkauf

Ab Montag, 27. April, gilt im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, also einer geeigneten Maske. Die Mitarbeiter des Busbetriebes ORP stellt diese Verordnung vor neue Herausforderungen. Denn noch weiß niemand, wie die Maskenpflicht kontrolliert und überwacht werden soll. Der Busfahrer muss sich schließlich hauptsächlich auf den Verkehr konzentrieren.

24. April: Zweite Corona-Tote innerhalb einer Woche im Landkreis OPR.

Nur wenige Tage nach dem ersten Todesopfer im Kreis Ostprignitz-Ruppin gibt es eine zweite Frau, die an den Folgen der Infektion starb. Es handelt sich um eine 88-jährige Frau, die am Donnerstag in den Ruppiner Kliniken starb. Indes wurden am Freitag 42 Flüchtlinge, die bisher in Rheinsberg lebten, wegen mehrerer Coronafälle im Jugenddorf Gnewikow untergebracht.

23. April: Zahl der Infizierten steigt auf 62 – in Neuruppin müssen 120 Flüchtlinge getestet werden

Der Coronafall in Rheinsberg zieht immer weitere Kreise: Dort waren 100 Menschen getestet worden, neun Personen sind positiv. Die Zahl der Infizierten im Landkreis ist somit auf 62 gestiegen. Weil es sich offenbar bei den beiden betroffenen Großfamilien in Rheinsberg um Flüchtlinge handelt, die auch Kontakt zu Landsleuten im Neuruppiner Asylbewerberheim haben, müssen jetzt auch die gut 120 Flüchtlinge in Neuruppin getestet werden.

22. April: Größerer Coronafall in Rheinsberg – mindestens 100 Menschen sollen vor Ort getestet werden

Von einem Tag auf den anderen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin von 44 auf 53 angestiegen. Und die Zahl könnte sogar noch weiter steigen, denn bei einem Coronainfizierten aus Rheinsberg wurden mindestens 100 Kontaktpersonen ausgemacht – sie alle sollen getestet werden. Indes hat die Kreisverwaltung die von vielen Eltern mit Spannung erwartete Ausweitung der Notbetreuung in den Kitas veröffentlicht. Nun haben z.B. auch Alleinerziehende einen Anspruch, aber es gibt auch mehr „systemrelevante Berufe“.

21. April: Erster Corona-Todesfall im Landkreis – Bundeswehr kommt nun doch nicht zur Hilfe

Im Landkreis gibt es den ersten Todesfall, der auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist: Eine Mittsiebzigerin aus Ostprignitz-Ruppin, die in einer Reha-Einrichtung eines anderes Kreises weilte und sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte, ist jetzt dort gestorben, teilte am Dienstag die Kreisverwaltung in Neuruppin mit. Die Verwaltung fühle mit der Familie und den anderen Angehörigen, so Kreissprecher Alexander von Uleniecki.

Einen Einsatz von Bundeswehr-Soldaten in Ostprignitz-Ruppin wird es vorerst nicht geben. Die entsprechende Anforderung, die vor ein paar Tagen erfolgte, wurde vom Krisenstab des Landes abgelehnt mit Verweis auf andere Landkreise, die aufgrund deutlich höherer Fallzahlen derzeit dringender eine zusätzliche Unterstützung bei der Ermittlung von Corona-Kontaktpersonen benötigen.

Das Bürgertelefon, das die Kreisverwaltung in Neuruppin bei Ausbruch der Corona-Krise Anfang März eingerichtet hat, wird weiterhin gut nachgefragt. – zwischen sieben bis zehn Anrufe gehen pro Schicht ein, teilt der Landkreis mit. Die Zahl der Anrufe steigt mit jeder neuen Regelung. Je schärfer die Maßnahme, desto heftiger glüht die Leitung.

20. April: Museum Wustrau kündigt als erstes an, wieder zu öffnen – Kita-Konfusion im Landkreis: Wer darf Notbetreuung beanspruchen?

Nachdem das Land Brandenburg eine Ausweitung der Kita-Notbetreuung verkündet hat, fragen sich die Eltern in Ostprignitz-Ruppin, was das nun für sie bedeutet. Allein, der Landkreis kann noch nicht sagen, wer nun im erweiterten Kreis einen Anspruch darauf hat. Er will sich erst mit den Kommunen abstimmen.

Unklar ist bei vielen auch, wann Museen, Tierpark und Bibliotheken wieder öffnen. Das Museum Wustrau verkündet als erstes, ab Mittwoch wieder für Besucher zu öffnen. Der Landkreis verkündet derweil, dass zwar die Zahl der Infizierten um eins auf 44 gestiegen ist, die der Geheilten aber auch um eins auf 16.

19. April: Die Zahl der Geheilten ist auf 15 angestiegen

Das Gesundheitsamt des Kreises kann am Wochenende gute Nachrichten verkünden: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist von Freitag bis Sonntag nur um eins gestiegen. Es gibt nun 43 Infizierte, von denen allerdings sechs im Krankenhaus behandelt und einer beatmet werden muss. Allerdings ist die Zahl der Geheilten auch auf inzwischen 15 angestiegen.

17. April: Ladenbesitzer atmen auf, Schulen müssen noch bis zum 3. Mai warten, Kreis verlängert Kita-Verbot

Geschäftsinhaber in Neuruppin sind erleichtert: Die Läden in der Fontanestadt dürfen ab 22. April wieder öffnen. Das Bangen der Neuruppiner Einzelhändler hat ein Ende. Das Landeskabinett hat entschieden: Ab Mittwoch dürfen Läden bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen. Damit dürfen fast alle Neuruppiner Geschäfte wieder loslegen. Aber es gibt Auflagen – und Ausnahmen.

Anders sieht es bei Kindertagesstätten, Schulen und Hort aus: Ostprignitz-Ruppin verlängert das Kita-Verbot. Es bleibt über den 19. April hinaus dabei, dass Kitas, Schulhorte und ähnliche Einrichtungen geschlossen sind. Eine Notbetreuung findet auch weiterhin statt. Landrat Ralf Reinhardt sah sich gezwungen, eine neue Verordnung zur Kita-Betreuung zu erlassen, bevor er die neuen Vorgaben aus Potsdam kannte. Das Land hat Lockerungen angekündigt. Aber die gelten erst ab 27. April. Die Schulen sind ebenfalls bis zum 3. Mai geschlossen.

Ab Montag, 20. April, kehrt die Ostprignitz-Ruppiner-Personennahverkehrsgesellschaft wieder zum regulären Fahrplan zurück. Mit Ausnahme einiger weniger Verbindungen fahren wieder alle Busse nach dem Schulfahrplan. Nach wie vor gibt es Tickets aber derzeit nicht direkt im Bus.

Die Zahl der genesenen Menschen ist von zuletzt 7 auf jetzt 12 gestiegen. Eine Person konnte inzwischen das Krankenhaus verlassen. Damit werden derzeit fünf Patienten stationär behandelt, eine Person wird weiter auf der Intensivstation beatmet. Die Gesamtzahl der Coronafälle liegt unverändert bei 42.

16. April: Jetzt 42 Infizierte in Ostprignitz-Ruppin

Die Zahl derjenigen, die sich aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, ist weiterhin sehr niedrig. Von Mittwoch zu Donnerstag ist ein Fall hinzugekommen. Insgesamt zählt das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung damit bisher 42 Infizierte, sagt Ostprignitz-Ruppins stellvertretender Landrat Werner Nüse am Donnerstag.

Fast tausend Tests auf Coronaviren haben Mediziner im Kreis inzwischen in den vergangenen Tagen vorgenommen. Getestet werden dabei nur Patenten, bei denen Ärzte einen konkreten Verdacht haben, die könnten sich mit den Keimen infiziert haben, weil bei ihnen typische Symptome aufgetreten sind. Doch solche Symptome kommen auch bei anderen Krankheiten vor.

93,8 Prozent aller Coronatests fiel bisher negativ aus, sagt Amtsärztin Dagmar Sissolak. Nur vier Prozent waren positiv, bei 21 Teste steht ein Ergebnis noch aus.

15. April: Rheinsbergs Bürgermeister trotz Corona wohlauf

Trotz seiner bestätigten Corona-Infektion geht es dem Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow gut. Er habe keinerlei Symptome der Krankheit, sagt der Rathauschef in einem Telefonat mit der MAZ. Zurzeit führt Schwochow die Amtsgeschäfte aus dem Homeoffice – hauptsächlich vom Handy aus.

Unterdessen startet die Stadt Neuruppin einen Spendenaufruf für das Rote Kreuz in der italienischen Partnerstadt Certaldo, das wegen der Corona-Krise an personelle und finanzielle Grenzen stößt und dringend Unterstützung braucht.

14. April: Landkreis hebt Schutzvorschrift auf

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hebt eine weitere Corona-Schutzvorschrift wieder auf. Per Verordnung hatte Landrat Ralf Reinhardt im März angeordnet, das sich alle Reisende, die aus einem ausgewiesenen Risikogebiet nach Ostprignitz-Ruppin kommen, sicherheitshalber sensible Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Altenheime vorerst nicht betreten dürfen. Diese Vorschrift ist inzwischen überholt.

13. April: Die meisten Menschen halten sich an die Verbote

Die befürchteten vielen Treffen, Feieren und Grillabende am Osterwochenende sind offenbar ausgeblieben. Die Polizei meldet am Ostermontag nur wenige Verstöße für das vergangenen Wochenende. In 28 Fällen sind Beamte seit Donnerstag in ganz Ostprignitz-Ruppin eingeschritten. Oft hatten besorgte Anwohner die Polizei gerufen.

12. April: Sieben Covid19-Patienten sind bereits genesen

Die Kreisverwaltung in Neuruppin meldet am Ostersonntag einen weiteren Corona-Fall für Ostprignitz-Ruppin. Damit liegt die Zahl aller bekannten Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Landkreis bei 40. Drei Patienten müssen zurzeit im Krankenhaus behandelt werden, einer von ihnen wird künstlich beatmet, so Kreissprecherin Britta Avantario. Sieben der 40 Betroffenen aus Ostprignitz-Ruppin haben die Krankheit aber bereits überstanden.

11. April: Die Polizei verstärkt ihre Kontrollen

Die Zahl der Menschen aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin , die sich nachweislich mit den neuartigen Coronaviren angesteckt haben, steigt weiter, wenn auch langsam. Am Karfreitag meldete die Kreisverwaltung einen weiteren Fall, am Karsamstag waren es zwei. Damit wurde das Virus bisher bei 39 Menschen aus dem Landkreis nachgewiesen. Unterdessen hat die Polizei am Osterwochenende ihre Kontrollen verstärkt. Die Beamten rechnen damit, dass sich mehr Menschen treffen und es öfter zu Verstößen gegen die Eindämmungsverordnug kommt. Bisher mussten sie jedoch noch nicht sehr oft eingreifen. Am späten Karfreitag sind die Beamte bei zwei Familienfeiern eingeschritten.

9. April: Der erste Corona-Infizierte in OPR muss beatmet werden

Erstmals muss ein Corona-Infizierter im Landkreis Ostprignitz-Ruppin beatmet werden. Das teilte Landrat Ralf Reinhardt am Donnerstag mit. Angaben zum Alter und zum Wohnort des Infizierten machte Reinhardt nicht. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Virus stieg im Landkreis im Vergleich zum Mittwoch um drei und lag am Donnerstag bei 36.

8. April: Der Landkreis hebt das Einreiseverbot für Touristen wieder auf

Nachdem auch das Oberverwaltungsgericht entschieden hatte, dass es für den Landkreis OPR keinen Grund gebe, die Reiseregeln in der Coronakrise eigenständig zu verschärfen, hebt Landrat Ralf Reinhardt das Einreiseverbot für Touristen und Zweitwohnungsnutzer wieder auf. Ab Freitag ist die Einreise in den Kreis aus privaten Gründen wieder erlaubt – auch den Besitzern von Datschen und Wochenendhäusern. Im MAZ-Interview erklärt Landrat Reinhardt, warum er das Einreiseverbot trotzdem für richtig hält. Die Polizei bereitet sich derweil auf die Ostertage vor. Mit einer verstärkten Mannschaft soll die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert werden.

7. April: Ostprignitz-Ruppin scheitert erneut mit Einreiseverbot

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) ist auch vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit seinem Verbot der Anreise zum Nutzen von Zweitwohnungen in Ostprignitz-Ruppin gescheitert. Das Gericht hat am Dienstag die zwei Beschwerden des Kreises gegen Entscheidungen des Verwaltungsgerichtes Potsdam mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Das Gericht gehe davon aus, dass die Anordnung der Kreisverwaltung voraussichtlich „rechtswidrig“ sei, sagte Sprecherin Christiane Scheerhorn.

6. April: An den Ruppiner Kliniken werden 90 Mitarbeiter und 40 Patienten getestet

Nach dem zweiten bestätigten Coronafall an den Ruppiner Kliniken müssen 130 Kontaktpersonen der infizierten Klinikmitarbeiterin getestet werden. Dennoch sieht das Krankenhaus in Neuruppin keine Probleme bei der Versorgung der Patienten. Die Kliniken sind wegen ihrer Pavillionstruktur vermutlich sogar besser für den Kampf gegen das Coronavirus gerüstet als andere Krankenhäuser.

5. April: Zweite Mitarbeiterin der Ruppiner Kliniken infiziert – viele falsche Anschuldigungen auf Verstoß gegen Coronaregeln halten Polizei auf Trab.

Die Polizei bekommt immer wieder Hinweise auf Verstöße gegen das Einreiseverbot in den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die sich letztlich als falsche Beschuldigungen erweisen. Von Freitag 6 Uhr bis Sonntag, 12 Uhr, muss die Polizei 28 solcher Verdächtigungen überprüfen – 15 davon waren falsch.

Indes ist die Zahl der Infizierten im Landkreis von 21 auf 26 gestiegen. Unter den neu Infizierten ist auch eine Mitarbeiterin der Ruppiner Kliniken. Es ist der zweite Corona-Fall an den Kliniken. Alle Kollegen und Patienten, zu denen die Mitarbeiterin Kontakt hatte, seien isoliert und getestet worden, teilt die Kreisverwaltung mit.

4. April: In den Arztpraxen wird die Schutzkleidung knapp – Auch Blutspenden werden weiter benötigt

Die Kassenärztliche Vereinigung schlägt Alarm: Treffen demnächst keine Schutzmasken und Schutzkleidung ein, müssen einige niedergelassene Arztpraxen schließen. Auch in Neuruppin gehen die Vorräte zur Neige – noch können die Hausärzte improvisieren. Auch der Blutspendedienst in Neuruppin improvisiert. Damit genug Abstand eingehalten werden kann, finden die Blutspendetermine jetzt im Schinkelgymnasium statt. Der Blutspendedienst ruft zum Spenden auf, denn diese werden dringend benötigt.

3. April: Jugendfeiern in Gänze abgesagt – zwei neu gemeldete Infizierte

Knapp 400 Jugendliche im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz müssen auf die Feiern zum Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt verzichten: Der Humanistische Verband hat die für Mai geplanten Feiern wegen der Coronakrise abgesagt.

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Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Ostprignitz-Ruppin hat sich am Freitag von 19 auf 21 Infizierte erhöht. Zwei Personen aus einem gemeinsamen Haushalt im Raum Fehrbellin seien positiv getestet worden und hätten sich nach einem Auslandaufenthalt noch vor der Testung selbst häuslich isoliert, wurde von der Kreisverwaltung mitgeteilt.

2. April: Erster Coronafall in Kyritz – 25 bolivianische Musiker in Rheinsberg gestrandet – Landrat kämpft weiter für sein Einreiseverbot und will Verwaltungsgerichtsurteil nicht hinnehmen

Erstmals wurde jetzt auch bei einem Kyritzer beziehungsweise einer Kyritzerin die Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstagvormittag (2. April) mit. „Die Person befindet sich in häuslicher Isolation“, heißt es in der Information weiter.Nach Angaben der Kreisverwaltung steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle im Landkreis kontinuierlich. Am Mittwochnachmittag (1. April) waren demnach nachweislich 19 Ostprignitz-Ruppiner nachweislich von der Infektion betroffen.

In Rheinsberg ist ein ganzes Orchester aus Bolivien gestrandet. Die Musiker hatten sich dort am 12. März zu Probenwochen eingefunden, um sich auf ein Festival in Berlin vorzubereiten. Sie müssten eigentlich längst das Land verlassen haben, aber es gibt keine Flugverbindungen mehr.

Das Einreiseverbot des Landrates für Nicht-Ostprignitz-Ruppiner schlägt weiter hohe Wellen. Wer gedacht hätte, mit dem Urteil des Verwaltungsgerichtes Potsdam, das zwei Klägern aus Berlin Recht gab, sei die Sache erledigt, sieht sich getäuscht. Landrat Ralf Reinhardt denkt gar nicht daran, dieses Urteil zugunsten von Zweiwohnungsnutzern hinzunehmen.

1. April: Verwaltungsgericht Potsdam gibt zwei Klagen gegen das Einreiseverbot von Landrat Reinhardt für Auswärtige statt

Gegen die Allgemeinverfügung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, nach der Besitzer von Zweitwohnungen in OPR nicht mehr einreisen dürfen, hatten zwei Berliner mit Zweitwohnsitz in OPR geklagt. Am Mittwoch gibt das Verwaltungsgericht Potsdam den beiden Klägern Recht: Von Zweitwohnungsnutzern gehe bei der Ausbreitung des Coronavirus keine Gefahr aus; darüber hinaus rechtfertige die verhältnismäßig geringe Zahl von Infizierten im Kreis (zum Zeitpunkt der Klageeinreichung 12) angesichts von 99.500 Einwohnern solch drastische Einschränkungen der Besitzrechte nicht.

31. März: Die Zahl der Infizierten im Landkreis ist von 12 auf 15 gestiegen – Krankenhaus hat Schutzmasken und Handschuhe erhalten

Die Zahl der Menschen, die in Ostprignitz-Ruppin mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, ist weiter gestiegen. Bis Dienstag gegen 14 Uhr waren der Kreisverwaltung in Neuruppin 15 Fälle bekannt. Demnach sind seit Freitag drei weitere Personen positiv getestet worden, einer im Raum Wusterhausen, die beiden anderen im Bereich Neuruppin. Einer der Neuinfizierten ist ein Mitarbeiter der Neuruppiner Pestalozzischule. Das Neuruppiner Krankenhaus hat inzwischen eine erste Lieferung von Schutzmasken in verschiedenen Größen und von Handschuhen erhalten.

30. März: Gegen das Einreiseverbot des Landrates nach OPR sind zwei Klagen beim Verwaltungsgericht eingegangen

Geklagt haben zwei Berliner, die einen Zweitwohnsitz im Kreis Ostprignitz-Ruppin haben und diesen wegen der Coronakrise nun nicht mehr besuchen dürfen. Noch in dieser Woche will die sechste Kammer des Verwaltungsgerichtes Potsdam über die Eilanträge der beiden Privatpersonen entscheiden. Der Landkreis, der als einziger im Land Brandenburg die ohnehin strengen Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot noch verschärft hat, hat nur bis Dienstagmittag Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. Dann will das Gericht entscheiden.

27. März: Landrat hat umstrittene Regelungen für Einreisesperre gelockert und präzisiert – zwei weitere Infizierte gemeldet

Trotz Kritik von der Landesebene hält Landrat Ralf Reinhardt (SPD) an dem am Mittwoch erlassenen Einreiseverbot für Ostprignitz-Ruppin fest. Gleichwohl wurden einzelne Passagen präzisiert – besonders für all jene, die einen Zweitwohnsitz in OPR besitzen und nutzen wollen. Wer also bereits in seinem Wochenendhaus oder ähnlichem wohne, soll nun auch bleiben dürfen und muss nicht am 28. März den Landkreis verlassen, wie es in der ersten Anordnung noch hieß. Wer allerdings abreist und Ostprignitz-Ruppin verlässt, darf bis 19. April nicht aus touristischen Gründen in die Region zurück kommen.

Die ergänzende neue Allgemeinverfügung finden Sie hier:

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 12 gestiegen. Am Sonnabend, 28. März, waren zwei weitere Menschen positiv getestet worden. Es handele sich dabei um zwei Personen über 50 Jahre aus dem Raum Neuruppin. Eine Person musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden, über den Gesundheitszustand können noch keine Angaben gemacht werden, informierte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin weiter.

Ebenfalls im Laufe des Sonnabends wurde die Korrektur eines anderen Testergebnisses bekannt. Für eine ursprünglich positiv getestete Person aus dem Rheinsberger Raum gab es vorläufig Entwarnung, da eine Überprüfung des Tests ein negatives Ergebnis brachte.

26. März: scharfe Kritik und Sturm auf die Einwohnermeldeämter, weil der Landrat Touristen ausweisen lässt.

„Sollen Grenzkontrollen an den Landkreisgrenzen eingeführt werden?“, fragt Ronny Kretschmer von den Linken. Er ist mit seiner Kritik am Landrat Ralf Reinhard nicht allein. Der erntet nun einen Sturm der Entrüstung dafür, dass er bis Samstag alle des Landkreises verweisen will, die dort nicht ihren ersten Wohnsitz haben.

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Schließlich seien viele Rentner aus Berlin in ihrem Garten weitaus sicherer als an ihrem Hauptwohnsitz in der Stadt. Die Einwohnermeldeämter in Neuruppin und Rheinsberg registrieren unterdessen viele Fragen von Menschen, die ihren ersten Wohnsitz in den Kreis Ostprignitz-Ruppin verlegen wollen. Gemeindevertreter wiederum sind irritiert von einer Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes in der Corona-Krise.

25. März: Zwei neue gemeldete Infizierte – insgesamt gibt es nun neun Fälle im Landkreis

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es seit Mittwoch, 25. März, zwei weitere bestätigte Corona-Fälle. Es handelt sich um zwei Neuruppiner – ob Mann oder Frau, wollte Amtsärztin Dagmar Sissolak nicht mitteilen – im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, die sich samt Partner in häuslicher Isolation befinden. Damit hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten im Landkreis auf neun erhöht. Am Montag und Dienstag war die Zahl der Corona-Infizierten stabil. Getestet wurden bisher (Stand 25. März) 267 Personen im Landkreis,

Am Mittwochnachmittag wollen Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und Amtsärztin Dagmar Sissolak über den neuesten Stand und weitere Vorkehrungen der Kreisverwaltung gegen die Pandemie berichten.

25. März: Die Grenze ist dicht – Einreiseverbot für Urlauber nach OPR erlassen

Ab jetzt gilt: Touristische Reisen aus privatem Anlass in das Gebiet des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sind untersagt – das gilt sowohl für Freizeit- und Erholungs- als auch für Fortbildungsreisen sowie vermeidbare oder aufschiebbare Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation. Auch Wochenend-Kurztrips in Wochenendhäusern, Datschen, Bungalows, Gehöften, Häusern, Wohnungen und mobilen Objekten wie Wohnmobilen, Campinganhängern sowie Booten und Hausbooten sind untersagt.

Reisende, die sich bereits im Gebiet des Landkreises Ostprignitz-Ruppin aufhalten, haben bis spätestens zum 28. März 2020 ihren Aufenthalt zu beenden und abzureisen, teilt der Landkreis mit.

Das Verbot gilt nicht für Menschen mit Erstwohnsitz im Landkreis OPR – auch für solche mit zweitem Wohnsitz, wenn dieser zur Ausübung der Erwerbstätigkeit oder für Freiberufler unabdingbar ist. Auch Menschen, die im Landkreis arbeiten sind von dem Verbot nicht betroffen – müssen aber einen schriftlichen Arbeitsauftrag vorweisen können.

Die komplette Allgemeinverfügung finden Sie hier.

25. März: ORP-Busverkehr wird weiter eingeschränkt

Die Busse der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ORP verkehren ab Donnerstag, 26. März, nur noch laut Ferienfahrplan. Das bedeutet, dass weniger Fahrzeuge unterwegs sind. Zur Kompensation wird die Zahl der Rufbus-Fahrten erhöht.

Die angepassten Fahrpläne können Reisende auf der ORP-Internetseite einsehen.

25. März: Soforthilfe der ILB startet

Das Sofortprogramm des Landes soll gewerblichen Unternehmen und Freiberuflern, die durch die Coronakrise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind, eine schnelle und angemessene finanzielle Hilfestellung zur Milderung von unmittelbaren Schäden und Nachteilen leisten.

Die Soforthilfe für Unternehmen mit bis zu 5 Erwerbstätigen ist inzwischen von 5.000 auf nun bis zu 9.000 Euro erhöht worden. Die übrigen Soforthilfen bleiben unverändert gemäß der nachfolgenden Staffelung: bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 Eurobis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 Eurobis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 Euro

Anträge kann man hier stellen – auf der Seite gibt es auch weitere Informationen.

24. März: Notfall-Team der IHK Potsdam unterstützt regionale Unternehmen

Zahlreiche Einrichtungen und Institutionen im Landkreis, wie etwa die Regionalentwicklungsgesellschaft REG oder die Wirtschaftsförderung Brandenburg, bieten Unternehmerinnen und Unternehmern im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ihre Hilfe an. Auch die Industrie- und Handelskammer Potsdam steht ab sofort mit einem Notfall-Team bereit, um Fragen zu Themenbereichen von A wie Ausbildung bis Z wie Zoll in dieser schweren Krise zu beantworten.

Die Hotline ist per E-Mail unter corona@ihk-potsdam.de oder telefonisch unter 0331/2786-115 erreichbar.

24. März: Zulassungsbehörde bearbeitet derzeit nur dringend erforderliche Anliegen

Wer ein Fahrzeug an- oder ummelden möchte, muss die Dringlichkeit entsprechend begründen. Dringend und erforderlich ist die Zulassung systemrelevanter Fahrzeuge. Dies sind zum Beispiel solche zur Sicherstellung des Warenverkehrs, zur Aufrechterhaltung von Wirtschaft, wichtigen Berufszweigen und ähnlichen Angelegenheiten.

Termine können ab sofort ausschließlich telefonisch oder per E-Mail innerhalb der derzeit geltenden Sprechzeiten vereinbart werden. Telefon: 03391/6883640 oder 03391/6883644. Die E-Mail-Adresse lautet: kfzopr@opr.de.

Die Sprechzeiten sind Montag von 8 – 12 Uhr, Dienstag von 8 – 17 Uhr und Donnerstag von 8 – 16 Uhr. Unabhängig davon können Fahrzeuge bei Vorliegen der technischen Voraussetzungen auch online an- oder abgemeldet werden.

23. März: Land erweitert Informationsangebot im Internet und am Telefon

Das Land Brandenburg erweitert sein Informationsangebot. Über die zentrale Internetseite corona.brandenburg.de wird über aktuelle Entwicklungen rund um die Infektionskrankheit informiert. Darüber hinaus werden ressortübergreifend die wichtigsten Fragen beantwortet. Zugleich ist seit heute beim Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Brandenburg auch ein neues Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Rufnummer 0331/866-5050 freigeschaltet. Es ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Künftig werden die Servicezeiten ausgeweitet.

23. März: Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren

Das ist dann doch überraschend: Am ersten Tag des neuen Kontaktverbotes wegen der Coronakrise hat die Polizei in Ostprignitz-Ruppin am Montag, 23. März, kein einziges Mal eingreifen müssen, weil sich mehr als zwei Menschen gemeinsam auf der Straße oder in öffentlichen Parks aufgehalten haben. Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren das Einhalten des Kontaktverbots.

24. März: Tests im Drive In sehr gefragt

Stark nachgefragt sind weiterhin die Coronatests in einem eigens aufgebauten Drive-In-Zelt auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken. Waren am Mittwoch, dem ersten möglichen Testtag, noch 18 Patienten von ihren Hausärzten dorthin geschickt worden, waren es am Donnerstag schon 38 und für Freitag waren sogar 45 Patienten für den Test angemeldet, sagte Kliniksprecherin Verena Clasen. Bis Dienstagmittag, 24. März, sind insgesamt bereits 144 Patienten getestet worden.

Ruppiner Kliniken bauen zweite Intensivstation auf

Um für die Corona-Pandemie gewappnet zu sein, bauen die Ruppiner Kliniken eine zweite Intensivstation auf. Noch fehlen allerdings Beatmungsgeräte.

23. März: Sparkasse will Firmen schnell helfen

Auch die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin will Betrieben helfen, die wegen der Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geraten. So könnten die Ratenzahlungen bis zum Jahresende ausgesetzt werden, sagte Sparkassenvorstand Markus Rück am Montagmittag bei einer ungewöhnlichen Telefonkonferenz, zu der die Bank auch ihre mehr als 1500 Gewerbekunden eingeladen hatte.

Beschränkungen für Reiserückkehrer

Eine Allgemeinverfügung des Landkreises betrifft Reiserückkehrende aus einem internationalen Risikogebiet oder einem besonders von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Gebiet in Deutschland.Für diese Personen gelten Beschränkungen des Besuchs besonderer Einrichtungen, wie z.B. Kitas, Schulen oder stationäre Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe.

Die komplette Verfügung finden Sie hier.

Schul- und Kita-Schließungen ab Mittwoch, 18. März

Notbetreuung von Kindern und Schülern: Ab Mittwoch, 18.03.2020, stellen Schulen und Kitas im Land Brandenburg wegen der Coronavirus-Krise vorerst bis zum Ende der Osterferien (bis einschließlich 19.04.2020) ihren regulären Unterricht und die normale Betreuung ein.

Für Kinder und Schüler von Eltern, die in gesellschaftlich wichtigen Bereichen (“kritischen Infrastrukturen“) arbeiten, ist eine Notfallbetreuung in Kitas und Horten geplant. Grundvoraussetzung für diese Notbetreuung ist, dass beide Sorgeberechtigte (im Fall von Alleinerziehenden der Inhaber des Sorgerechts), in einem der Bereiche tätig ist und eine häusliche oder sonstige individuelle bzw. private Betreuung nicht organisieren können.

Für die Antragstellung auf Notfallbetreuung sind die für den Wohnort zuständigen Stadt-, Amts- oder Gemeindeverwaltungen zuständig. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sollten sich sofort an die jeweiligen Verwaltungen wenden, um einen Notfallbetreuungsplatz zu beantragen.

Die Allgemeinverfügung über die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten finden Sie hier.

Die Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin einschließlich der Nebenstellen in Kyritz, Rheinsberg und Wittstock wird vom 18.03. bis vorerst 19.04.2020 geschlossen. Für weitere Fragen können Sie gerne die Hauptstelle in Neuruppin kontaktieren: Telefon: 03391/2682; E-Mail: kreismusikschule@opr.de

Auch die Kreisvolkshochschule einschließlich der Regionalstellen in Kyritz und Wittstock sowie das Kreismedienzentrum und das regionale Grundbildungszentrum werden geschlossen: vom 18.03.2020 bis vorerst zum 30.04.2020. Für diesen Zeitraum pausieren die Volkshochschulkurse sowie die sonstigen Veranstaltungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben jedoch telefonisch und per Mail erreichbar. Für weitere Fragen können Sie gerne Ihre zuständige Regionalstelle kontaktieren

Einschränkungen bei Bussen und Bahnen

Busse und Bahnen: Die Nahverkehrsunternehmen in der Region schränken wegen der Corona-Epidemie ihren Service ein. Auf den Bahnhöfen der Region läuft der Betrieb trotz der allgemeinen Einschränkungen durch die Corona-Gefahr zwar weitgehend normal und die Züge fahren nach Plan. Einige Besonderheiten gelten für die Fahrgäste aber trotzdem. So verkehren die Züge nun ohne Kundenbetreuer.

Damit entfallen auch der Fahrscheinverkauf und die Kontrollen an Bord. „Die Pflicht zum Besitz eines gültigen Fahrscheins ist davon jedoch unberührt“, betont das Eisenbahnunternehmen. Außerdem bleiben die Kundencenter in Kyritz und Pritzwalk bis auf weiteres geschlossen. Dort gibt es derzeit also weder Auskünfte noch Fahrkarten.

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ORP mit ihren Bussen bemüht sich, die Kontakte zwischen Fahrgästen und Personal zu minimieren. Passagiere mit gültigem Fahrausweis – auch mit dem elektronischen Ticket –werden gebeten, den hinteren Einstieg der Busse zu nutzen.

Stadt Kyritz richtet Bürgertelefon zu Corona ein

Die Stadtverwaltung von Kyritz hat ein Bürgertelefon zum Coronavirus eingerichtet. Bei Fragen zum Thema können die Kyritzer und Bewohner der Ortsteile die Stadtverwaltung unter Nummer 033971/8 52 22 erreichen. Das Telefon ist besetzt: Montag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, Mittwoch 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr,Freitag 8 bis 12 Uhr. Darüber hinaus können Fragen an die Email-Adresse stadtverwaltung@kyritz.de gesendet werden.

Aktuelle Informationen zum Thema finden die Kyritzer zudem im Aushangkasten am Rathaus und in den Ortsteilen, unter dem Menüpunkt „Nachrichten“ auf www.kyritz.de und auf Facebook unter https://www.facebook.com/Kyritz.an.der.Knatter. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Was muss ich beim Verdacht der Ansteckung tun?

Krankheitszeichen der Corona-Erkrankung können Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit sein. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde bereits berichtet. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall. Die Krankheitsverläufe variieren stark – von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen bis hin zum Tod. Für Laien ist es – mit Blick auf die aktuell herrschende Grippesaison – daher fast unmöglich, eine „Selbstdiagnose“ zu stellen. Davon wird auch dringlichst abgeraten.

Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte in jedem Fall nicht unangemeldet seinen Hausarzt aufsuchen, sondern seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der deutschlandweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 kontaktieren. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen ggf. bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der offiziellen Sprechstunde in die Praxis bestellen.

Drive In für den Coronatest in den Ruppiner Kliniken. Quelle: Andreas Vogel

Ab Mittwoch, 18.03.2020, wird die zentrale Testung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin auf das neuartige Virus SARS-CoV-2 in Zusammenarbeit mit den Ruppiner Kliniken erfolgen. Derzeit richten die Ruppiner Kliniken eine „Drive-In-Lösung“ ein. Das bedeutet, dass Menschen, die wegen eines begründeten Verdachts auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet werden müssen, in ihrem Auto bleiben während Abstriche aus dem Nasen- und Rachenraum genommen werden.

Wichtig: Die Verwaltung appelliert an alle Bürger: Keine Testung ohne Anforderung durch den Hausarzt! Ein Abstrich erfolgt ausschließlich bei begründetem Verdacht. Wer befürchtet, mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert zu sein, soll zunächst telefonisch Kontakt zum Hausarzt aufnehmen. Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion, meldet der Hausarzt eine Testung an. Ohne Termin und Anmeldung durch den Hausarzt erfolgt keine Testung! „Bitte nehmen Sie Rücksicht und besuchen Sie die Ruppiner Kliniken nicht ohne Termin und Anmeldung! Sie werden ansonsten abgewiesen“, teilt die Verwaltung mit.

Appell des Arbeiter-Samariter-Bundes: Besuche in Alten- und Pflegeheimen vermeiden

Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) als ein Betreiber von stationärer Einrichtungen für Senioren und Pflegebedürftig in Brandenburg rät Angehörigen, Menschen in Pflege- und Alteneinrichtungen derzeit nicht zu besuchen. So soll eine mögliche Übertragung des Corona-Virus verhindert werden, zumal insbesondere ältere Menschen zu den besonders gefährdeten Risikogruppen zählen. Bei unbedingt notwendigen Besuchen sollten zumindest nicht die Gemeinschaftsräume der Einrichtungen genutzt werden, sagte Cindy Schönknecht vom ASB.

Infotelefon-Nummern des Landkreises

Der Landkreis hat ein Corona-Telefon unter der Nummer 03391/6885376 geschaltet. Das Infotelefon ist von Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr und Samstag 9 bis 12 Uhr besetzt.

Infonummer der Stadt Wittstock erweitert

Die Stadt Wittstock erweitert ab Dienstag, 24. März, die Hotline für Fragen rund um das Corona-Virus. Unter Telefon 03394/429900 können sich Ratsuchende montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 18 Uhr melden. Bisher war das nur bis 16 Uhr möglich. Darüber hinaus ist die Kontaktaufnahme auch per E-Mail über corona@stadt-wittstock.de möglich.

Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen in Wittstock

Auch die Kontakt- und Beratungsstelle in Wittstock ist wegen der Corona-Gefahr geschlossen. Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen soll es aber trotzdem weiter geben – via Telefon, Email und Whatsapp.

Neuer Corona-Button: Rathaus informiert

Auf der Internetseite der Stadt Wittstock/Dosse werden Informationen und Hilfsangebote zum Thema Coronavirus ab sofort komprimiert zusammengefasst.

Neben den Service-Nummern der verschiedenen Behörden finden sich hinter dem Button „Coronavirus – Hilfe und Information“ auf der rechten Menüleiste auch Hinweise speziell für Unternehmer. Dies resultiert aus den häufig auftretenden Fragen aus diesem Bereich in den vergangenen Tagen.

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Informieren Sie sich bitte bei offiziellen Institutionen wie dem Robert Koch Institut unter www.rki.de, der Landesregierung Brandenburg unter www.brandenburg.de sowie dem Landkreis OPR unter www.ostprignitz-ruppin.de über die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen.

Auch die MAZ-Redaktion berichtet sorgfältig und nach eingehender Prüfung von Informationen über die aktuellen Entwicklungen. Wer sich tiefergehend über den Hintergrund des SARS-Cov-2-Virus informieren möchte, dem sei zudem der Podcast von Corona-Spezialist Professor Christian Drosten, Institutsdirektors der Virologie an der Berliner Charité, empfohlen, der täglich hier in der ARD Audiothek von NDR Info veröffentlicht wird.

Wie verringere ich das Risiko einer Ansteckung?

Der Corona-Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Nach aktuellen Erkenntnissen scheint der Hauptübertragungsweg eine Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Infizierte Tröpfchen in die Luft abgeben und nicht infizierte Menschen diese einatmen, so dass der Virus an deren Schleimhäute der Atemwege gelangt. Auch eine Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt kommen, kann nicht ausgeschlossen werden.

Zur Vermeidung einer Infektion ist daher insbesondere auf eine sogenannte gute Husten- und Nies-Etikette und persönliche Händehygiene zu achten. Zudem sollte Abstand zu Erkrankten gehalten werden, das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt dabei mindestens ein bis zwei Meter. Enge Körperkontakte wie Umarmungen oder Küssen zu Erkrankten sowie bei eigenen Infektionen sollten vermieden werden. Verzichtet werden sollte gegenwärtig generell auch auf das Händeschütteln. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Händehygiene: Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind, da Krankheitserreger mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Am besten waschen Sie sich im Alltag regelmäßig die Hände. Unter www.infektionsschutz.de werden alle weitergehenden Fragen zum Thema Händewaschen ausführlich beantwortet, von der Bedeutung des regelmäßigen Händewaschens über die beste Vorgehensweise bis hin zu den Fragen der besten Wassertemperatur, ob das Händewaschen auch ohne Seife Sinn macht warum es wichtig ist, sich die Hände anschließend gut abzutrocknen.

Husten- und Nies-Etikette: Beim Husten oder Niesen sollte möglichst vermieden werden, Speichel oder Nasensekret in der Umgebung zu verteilen. Aus gesundheitlicher Sicht ist es daher nicht sinnvoll, sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, denn so gelangen Krankheitserreger erst an die Hände und können anschließend über Gegenstände oder Hände an andere Personen weitergegeben werden. Drehen Sie sich beim Husten oder Niesen weg und halten Sie dabei zu anderen Personen mindestens einen Meter Abstand. Niesen Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, welches Sie anschließend entsorgen. Haben Sie kein Taschentuch zur Hand, können Sie auch in Ihre Armbeuge husten oder niesen. Weitere Informationen zur Husten- und Nies-Etikette finden Sie hier unter www.infektionsschutz.de.

In Einrichtungen mit starkem Besucherverkehr wie Arztpraxen, Schulen oder Ämtern können Händedesinfektionsspender die o.g. Maßnahmen zusätzlich unterstützen.

Von MAZonline