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Neuruppin Corona-Infektion überstanden: Kita in Neuruppin öffnet wieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin

Corona: Kita in Neuruppin darf in dieser Woche wieder öffnen

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14:31 13.07.2020
Die Kita Miteinander der Stephanus-Stiftung am Bullenwinkel in Neuruppin darf wieder in Betrieb gehen. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Die Kita Miteinander in Neuruppin darf in dieser Woche wieder öffnen. Seit 2. Juli war der kleine Kindergarten der gemeinnützigen Stephanus-Gesellschaft geschlossen. Am Tag zuvor hatte eine Erzieherin gemeldet, dass bei ihr eine Infektion mit Coronaviren festgestellt wurde.

Die Frau hatte sich unwohl gefühlt und war daraufhin zum Arzt gegangen. Der ordnete wegen der Symptome einen Test bei ihr an. So wurden die Viren entdeckt. Das Gesundheitsamt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ließ die Kita am Bullenwinkel in Neuruppin daraufhin vorsorglich sofort schließen.

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„Die Schließungsverfügung gilt bis zum 15. Juli“, sagt Alexander von Uleniecki, der Sprecher der Kreisverwaltung in Neuruppin. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass alle Betroffenen bis dahin ihre Infektion überstanden haben. Wenn sich nicht bis Mittwoch noch neue Symptome bei Mitarbeiter der Kita oder einem der Mädchen oder Jungs, die dort betreut werden, zeigen, steht einer Öffnung im Prinzip nichts mehr im Weg.

Am Donnerstag soll die Kita wieder öffnen

Auch der Betreiber bereitet sich darauf vor, ab Donnerstag weiterzumachen. „Die Stephanus-Kita Miteinander geht am 16. Juli wieder in den ganz normalen Betrieb“, sagt Martin Jeutner, der Sprecher der Trägergesellschaft, auf Nachfrage.

„Normaler Betrieb“ heißt, es wird keine zusätzlichen Hygieneregeln geben, die über das hinausgehen, das derzeit ohnehin für alle Kitas im Land Brandenburg gilt.

Sechs Erzieherinnen und Erzieher betreuen am Bullenwinkel 41 Kinder. Unterstützt werden sie von zwei Hausmeistern, die regelmäßig in dem Kindergarten nach dem Rechten sehen.

Weit über 300 Virentests im Umfeld der Kita Miteinander

Alle Kinder, deren Eltern und die acht Mitarbeiter mussten sich nach dem bestätigen Corona-Verdacht testen lassen, um herauszufinden, wer sich noch mit den Viren angesteckt hat. Einige Kinder waren schon mit ihren Eltern oder Großeltern in die Ferien gefahren und mussten für die Tests zurückkommen.

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hatten Probleme, alle Menschen zu ermitteln, zu denen Kitakinder, deren Eltern oder die Mitarbeiter zuletzt Kontakt hatten. Auch von diesen Kontaktpersonen mussten weitere Kontakte auf eine mögliche Infektion überprüft werden.

Ein weiterer Verdacht hat sich nicht bestätigt

Bis zur vergangenen Woche hatte der Landkreis mehr als 320 Virentests im Umfeld der Neuruppiner Kita angeordnet. Sozialdezernentin Waltraud Kuhne ging aber davon aus, dass noch weitere Personen untersucht werden müssen. Etwa 150 Menschen mussten vorsorglich zu Hause in Quarantäne bleiben.

Bis Freitag hatte sich bei sieben Personen im Umfeld der Kita Miteinander der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestätigt. Am Wochenende meldet das Gesundheitsministerium in Potsdam einen weiteren Corona-Fall in Ostprignitz-Ruppin. Der wurde inzwischen aber wieder zurückgenommen, sagt Alexander von Uleniecki. Bei einem zweiten Test habe sich die Infektion bei dieser Person nicht bestätigt.

Von Reyk Grunow