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Neuruppin 5000 Schutzmasken für China
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 5000 Schutzmasken für China
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16:54 04.02.2020
Eine Atemschutzmaske liegt auf einem Tisch bereit. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Neuruppin

Seit zwölf Jahren unterhält die Firma Huch-Behälterbau aus Werder ein Zweitwerk in der ostchinesischen Provinz Shandong, günstig am gelben Meer gelegen zwischen Peking und Shanghai. Knapp 100 Beschäftigte, alles Einheimische, bauen dort emaillierte Speicher – eigentlich. Denn seit über einer Woche ist das Werk wegen der Coronaviren, die in China grassieren, geschlossen.

„Das öffentliche Leben ist still gelegt“

Mehr als 20.000 Menschen hatten sich im Reich der Mitte bis Dienstagmittag infiziert, mehr als 400 waren an der Krankheit bereits gestorben.

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„Das öffentliche Leben ist völlig stillgelegt, nicht mal ein Restaurant hat geöffnet“, sagt Thomas Huch, Geschäftsführer von Huch-Behälterbau. Er hat zuletzt Anfang Dezember das Zweitwerk besucht, da gab es noch keine Hinweise auf die Krankheit, für die es wohl immer noch kein Gegenmittel gibt. Schon deshalb spricht Huch von einer „gewissen Gefahr für die Kollegen“ in Fernost – zumal diesen nun mitgeteilt wurde, dass ab Montag, 10. Februar, überall wieder gearbeitet werden könne.

Huch hat daraufhin am Sonnabend 5000 Schutzmasken gekauft, die er als Spende nach China liefern lassen will.

Nur wenige Anrufe bei der Hotline

Abgesehen von dieser Hilfsaktion ist es im Landkreis ruhig. Selbst das telefonische Beratungsangebot, dass die Verwaltung nach Bekanntwerden der ersten Fälle von Coronaviren in Deutschland vor einer Woche eingerichtet hat, wird nur wenig in Anspruch genommen. „Möglicherweise hat die Zurückhaltung auch damit zu tun, dass sich die meisten Menschen durch die größtenteils sachliche Berichterstattung in den Medien und im Internet gut informiert fühlen“, sagt Kreissprecher Alexander von Uleniecki.

Demnach hat es bei der Hotline vor allem Anfragen zu geplanten Reisen in den asiatischen Raum sowie zu Sicherheitshinweisen gegeben. Gleichwohl soll das Beratungsangebot unter der Telefonnummer 03391/ 6 88 53 76 vorerst so lange fortgesetzt werden, wie noch in Deutschland die Gefahr einer Ansteckung besteht, so der Kreissprecher.

Neues Merkblatt zum Virus

Zudem hat das Gesundheitsamt am Dienstag ein Merkblatt zum neuartigen Coronavirus auf seine Internetseite gestellt, das alle Fakten um den Virus zusammenfasst. „Es besteht nach wie vor kein Grund zur Beunruhigung, wenn alle Verhaltensregeln und Hinweise der Behörden und Fachleute beachtet werden“, betonte von Uleniecki.

Bestätigte Fälle von Coronaviren gibt es bislang nicht allein in Deutschland, sondern auch in Italien, Spanien und Frankreich sowie in Großbritannien, Schweden und Finnland.

Von Andreas Vogel

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