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Neuruppin Das Schulamt sucht Schulleiter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Das Schulamt sucht Schulleiter
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17:30 29.07.2019
Conrad Gimpel (43) ist seit Januar stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamtes in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Während die Schüler noch ihre letzte Ferienwoche genießen können, beginnt für die Lehrer an den 173 öffentlichen Schulen im Bereich des Staatlichen Schulamtes Neuruppin am morgigen Mittwoch bereits die Vorbereitungsphase für das neue Schuljahr.

Um dieses absichern zu können, wurden in den vergangenen Wochen für die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel mehr als 130 neue Lehrkräfte eingestellt, sagt Conrad Gimpel, der stellvertretende Behördenleiter in Neuruppin.

Schulen sind auf Quereinsteiger angewiesen

Auffällig ist dabei, dass die Schulen weiterhin ohne sogenannte Seiteneinsteiger den Unterricht nicht absichern können. In Ostprignitz-Ruppin sind von den 46 neuen Lehrkräften knapp die Hälfte Quereinsteiger, nämlich 21 – in der Prignitz sind es sogar mehr als die Hälfte. Von den 21 neuen Pädagogen sind 16 Quereinsteiger. Nur in Oberhavel sieht die Situation etwas anders aus: Von den 65 neuen Lehrkräften sind lediglich 15 Quereinsteiger.

Die neuen Seiteneinsteiger werden vom Staatlichen Schulamt in vier Kursen qualifiziert und über das gesamte Schuljahr begleitet, sagt Gimpel. Der 43-Jährige ist selbst Quereinsteiger. Der gebürtige Berliner, der seit 2004 mit seiner Familie in Potsdam lebt, ist gelernter Wirtschaftsingenieur.

Wittstocker Waldringschule sucht Schulleiter

2004 hat Gimpel an einem Oberstufenzentrum in der Stadt Brandenburg als Lehrer für Metalltechnik und Wirtschaft/Soziales (Wiso) begonnen. „Das hat sehr viel Spaß gemacht.“ Deshalb hat er nach seiner Ausbildung als Seiteneinsteiger noch ein Studium angehängt, um auch als „ordentlicher Lehrer“ arbeiten zu können.

Fünf Jahre, bis 2014 war Gimpel am Oberstufenzentrum in Brandenburg Abteilungsleiter, bis er im Dezember 2014 in das damalige Landesschulamt nach Potsdam versetzt wurde und als Schulrat für die berufliche Bildung im Nordwesten Brandenburgs zuständig war.

Mit der Auflösung des Landesschulamtes wechselte Gimpel, der verheiratet ist und drei schulpflichtige Kinder (sieben, zehn und zwölf Jahre) hat, im Januar 2016 zum Staatlichen Schulamt nach Neuruppin, um dort seine Aufgabe, sich um die berufliche Bildung zu kümmern, fortsetzen zu können.

Die größte Herausforderung sei, berlinferne Regionen wie die Prignitz mit ausreichend Lehrkräften zu versorgen, sagt Gimpel. Das mache sich vor allem bei der Suche nach Grundschullehrern bemerkbar. Selbst die Ausschreibungen nach Leitern von Grundschulen hat die Behörde schon mehrfach wiederholen müssen, weil sich keine Bewerber fanden.

„Die Angebote sind nicht attraktiv genug“, so Gimpel. Derzeit werden beispielsweise noch Leiter für Grundschulen in Zehdenick (Oberhavel), in Blumenthal und Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) sowie in Wittenberge (Prignitz) gesucht.

Auch für die Kleine Grundschule in Blumenthal wird seit einiger Zeit nach einem Schulleiter gesucht. Quelle: Christamaria Ruch

Viele Bewerber gebe es indes auf Ausschreibungen für Leiter und Stellvertreter von Gymnasien. „Da herrscht ein größerer Anreiz“, sagt Gimpel, der regelmäßig joggt, um seinen Kopf frei zu bekommen und zudem ein-, zweimal in der Woche in Neuruppin in ein Fitness-Studio geht, um sich auszupowern.

Zudem malt er gern, wobei es ihm der Fotorealismus angetan hat. Bei dieser Stilrichtung dienen Fotos als Vorlage für großformatige Bilder. Eines davon hängt in seinem Büro. Das in Schwarz-Weiß gezeichnete Ölgemälde zeigt einen Wassertropfen, der gerade aus dem Wasserhahn fällt.

Von Andreas Vogel

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