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Neuruppin Der Seedamm wird halbseitig gesperrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Der Seedamm wird halbseitig gesperrt
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16:24 13.01.2020
Noch bis einschließlich Mai können die Züge über den Seedamm fahren. Dann werden die zwei Brücken saniert. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Das zweite Halbjahr wird nicht allein für Bahnfahrer eine Herausforderung, die regelmäßig mit dem Prignitz-Express RE6 zwischen Neuruppin und Berlin pendeln, da ab Juni die zwei Bahnbrücken auf dem Seedamm erneuert werden sollen. Deshalb werden die Züge aus Hennigsdorf nur bis kurz vor den Seedamm fahren, an einem noch zu bauenden Behelfsbahnsteig halten und dann wieder zurück nach Hennigsdorf fahren.

Bahn rechnet mit einer kurzen Vollsperrung

Auch Kraftfahrer werden sich während der auf sechs Monate angelegten Bauzeit auf Einschränkungen einstellen müssen. Denn die Straße werde halbseitig gesperrt, sagte am Montag ein Bahnsprecher in Berlin auf MAZ-Nachfrage. Da zudem eine der beiden Seedammbrücken komplett ersetzt werden soll, geht die Bahn davon aus, dass für das Einheben der Brücke eine ein- bis zweitägige Vollsperrung des Seedammes notwendig sein wird. Der Verkehr muss dann weiträumig umgeleitet werden. Einen Termin dafür nannte der Bahnsprecher aber noch nicht.

Klar ist indes, dass der Behelfsbahnsteig im Juni etwa in Höhe der Einmündung in die Lindenallee errichtet werden soll. Dort gibt es seit Jahren eine Fußgängerampel. Vom Behelfsbahnsteig soll es dann Schienenersatzverkehr zum Rheinsberger Tor und zum Bahnhof West geben. Ob dabei die hiesige Busgesellschaft ORP oder ein anderes Unternehmen die Fahrgäste befördern wird, das ist noch offen. „Die Leistung wurde noch nicht ausgeschrieben“, sagt Henri Kmoschek, Chef der ORP-Niederlassung in Neuruppin.

Die Bahn rechnet für die Bauarbeiten mit Kosten von 3,7 Millionen Euro, wobei rund 550.000 Euro auf den Behelfsbahnsteig entfallen.

Taktzeit für einige Haltestellen wird verkürzt

Während der Arbeiten wird die Linie des Prignitz-Expresses zwar in Neuruppin unterbrochen, die Züge aus Wittenberge fahren nur bis zum Rheinsberger Tor und dann wieder zurück, gleichwohl soll es kleine Verbesserungen geben. So sollen die Züge des RE 6 den Bahnhof Wustrau-Radensleben in dieser Zeit stündlich anfahren – derzeit halten sie dort im Zwei-Stunden-Takt.

Auch Bahnhöfe nördlich von Neuruppin wie etwa Walsleben oder Fretzdorf, die derzeit nur alle zwei Stunden angefahren werden, haben dann zumindest zeitweise einen stündlichen Anschluss. Geplant sei ein Ein-Stunden-Takt in den Vormittagsstunden in Richtung Neuruppin und in den Nachmittagsstunden in Richtung Wittstock, hatte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) bereits im November angekündigt.

Von Andreas Vogel

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