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Neuruppin Der Weg ist frei
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19:27 18.03.2013
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STÜDENITZ

.“ Den Weg dafür frei machte das Landesamt für Flurneuordnung in Neuruppin. An dieses hatten sich zuvor knapp 200 Antragsteller, maßgeblich Landeigentümer, per Unterschrift gewendet.

Initiiert wurde die Aktion von einer Interessengruppe um den Sophiendorfer Lutz Klinghammer, die sich gegen die Ausbesserung weiterer ländlicher Wege in der Region formiert hat. „Nur die Neuwahl des Vorstandes“, sagt Sprecher Klinghammer, führe dazu, „die Interessen der Mehrheit der Teilnehmer zu schützen und das BOV auf eine Grundlage des Vertrauens und der Zusammenarbeit zurückzuführen. Der jetzige Vorstand genießt dieses Vertrauen nicht mehr.“

Vorangegangen waren Beitragserhebungen für bereits erfolgten Wegebau (siehe Infokasten). Als es damit Anfang 2012 ans Portemonnaie ging, wollen viele der Landeigentümer erst mitbekommen haben, dass sie zu dieser Teilnehmergemeinschaft gehören. Insgesamt gibt es fast 430 Betroffene in dem seit Jahren währenden Verfahren zur Wiederherstellung ländlicher Wegeinfrastruktur. Mindestens die Hälfte von ihnen muss für eine gültige Vorstandsneuwahl am Donnerstag anwesend sein.

Der Gasthof in Schönermark wurde dafür offenbar gewählt wegen größerer Räumlichkeiten und besserer Akustik gegenüber der Stüdenitzer Gaststätte Jahnke. Dort war der Saal bei der letzten Versammlung hoffnungslos überfüllt. Die Mehrheit der Anwesenden forderte, dass nicht erneut Wegebaukosten auf sie alle umgelegt werden, vor allem angesichts zweier ausstehender Projekte: den Weg zur Milchviehanlage und den Neuhöfer Weg.

Ersterer würde etwa 370 000 Euro kosten. Die Investition könnte mit Fördergeld und einem von der Gemeinde jüngst beschlossenen Beitrag über 116 000 Euro komplett abgedeckt werden. Kein Euro müsste auf die Teilnehmergemeinschaft umgelegt werden. Trotzdem hielten die BOV-Gegner an der Vorstandsabwahl fest, vor allem wegen der ungeklärten Finanzierung des Neuhöfer Wegs. Für den würde die zuständige Gemeinde Zernitz-Lohm nur einen Betrag von 10 000 Euro geben, womit „die Teilnehmergemeinschaft per Gesetz weiterhin zwangsverpflichtet wäre, die Finanzlücke von rund 123 000 Euro“ zu füllen, befürchtet Klinghammer.

Peter Möbius, noch Vorstandsvorsitzender, sagt dagegen, dass niemand mehr gegen den Willen der Mehrheit einen Weg erneuern lasse. Er kritisiert, dass via Flugblätter „Unwahrheiten“ kursieren.

Auch der Stüdenitzer Bürgermeister Martin Krebs gehört zu dem Gremium. Das sei so gewollt gewesen. Auch das BOV-Gebiet, so Krebs, stand schon vor der damaligen Vorstandswahl fest: „Wir hatten keinen Einfluss darauf, ob Sophiendorf, Breddin oder Kötzlin miterfasst werden.“ Und Möbius sagt: „Auch ein anderer Vorstand hätte nicht anders handeln können. Welche Wege erneuert werden sollten, stand nicht zur Debatte.“ Rückblickend hätte der Vorstand die Betroffenen besser informieren können, sieht Möbius ein. Von Veröffentlichungen nur im Schaukasten oder Amtsblatt fühle sich nicht jeder angesprochen.

Möbius, Krebs und die anderen Vorstandsmitglieder wollen weitermachen, den Weg zur Milchviehanlage erneuern und sich für den Neuhöfer Weg um Drittmittel kümmern. In jedem Fall aber sollen keine neuen Beiträge erhoben werden. Ob ihnen Glauben geschenkt wird, zeigt sich am Donnerstagabend. (Von Matthias Anke)

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