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Neuruppin Die Bärenschänke schließt zum Jahresende
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Die Bärenschänke schließt zum Jahresende
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18:13 20.12.2019
Christian Theel vor der Bärenschänke. Kleines Foto: Aufnahme aus dem Jahr 1955 oder 1956 aus dem Archiv von Wolfram Händel. Quelle: foto/Repro: andreas Vogel
Nietwerder

Es ist vorbei: Der Heimat- und Kulturverein hat am Sonntag zum letzten Mal sein Weihnachtsmärchen in der Bärenschänke aufgeführt; das Schnitzel, für das die Gaststätte in Nietwerder jahrelang weit über die Grenzen von Neuruppin berühmt war, gibt es auch nicht mehr – Christian Theel (46) verlässt zum Jahresende mit seinen Angestellten das Gasthaus in Nietwerder und zieht in den Neuruppiner Schlossgarten um.

Das Catering immer mehr ausgebaut

„Ich hatte einen Pachtvertrag für zehn Jahre“, sagt der Betriebswirt. Dass der Neuruppiner nun sogar ein halbes Jahr eher Nietwerder verlässt, hat wohl damit zu tun, dass er im Sommer erfahren hat, dass er mit seinem Angebot in den Schlossgarten umziehen kann. „Der Vermieter hatte ein Interesse an einem langfristigen Vertrag und war auch bereit, die Küche zu vergrößern.“

Das war für Theel entscheidend. Hat er doch das Catering, mit dem er vor gut neun Jahren begonnen hat, immer weiter ausbauen können. „Von der Laufkundschaft allein kann die Gaststätte nicht leben,“ sagt er. Angefangen hatte es mit einer Nachfrage, für 40 Senioren im betreuten Wohnen täglich Mittag zu liefern, 365 Tage im Jahr. Inzwischen liefert Theel täglich 150 Essen aus, nicht allein für Senioreneinrichtungen, sondern auch eine Kita ist dabei. „Wir haben drei Essen zur Auswahl.“

Angebot für Familien- und Firmenfeiern

Daran soll sich mit dem Umzug in den Schlossgarten auch nichts ändern. Jedoch soll dort das Angebot für Familien-, Firmen- und Trauerfeiern ausgebaut werden. Von Vorteil sei sicher, dass der evangelische Friedhof in unmittelbarer Nähe liegt, sagt Theel. In den Saal im Schlossgarten passen problemlos 100 bis 120 Leute. Zudem übernimmt Theel zwei Mitarbeiter, die bisher das Tagesgeschäft im Schlossgarten mit Frühstück und Mittag gemanagt haben.

Am 2. Januar soll das Geschäft im Schlossgarten beginnen, auch wenn die Küchentechnik wegen des noch nicht beendeten Umbaus wohl erst Ende Januar aus Nietwerder nachziehen wird. Dennoch soll es im Schlossgarten kein klassisches Restaurantgeschäft geben, sondern lediglich mehrere Büffet-Angebote, auch mit verschiedenen Schnitzel-Arten, wie es sie zuletzt in der Bärenschänke gegeben hat. Theel hofft, dass nicht nur die gut 70 Skatfreunde, die regelmäßig in der Bärenschänke Karten gespielt haben, ihrem Hobby künftig im Schlossgarten frönen, sondern dass dort dann auch der Alt Ruppiner Korsoball stattfinden wird. „Es gibt ja in Neuruppin nur wenige Räume für mehr als hundert Leute.“

Nietwerder muss sich neuen Begegnungsort suchen

Nietwerders Ortsvorsteher Wolfram Händel bedauert, dass Theel den Pachtvertrag mit der Bärenschänke nicht noch mal verlängert hat. Denn die Gaststätte, in der es am Sonnabend zum letzten Mal den „Gänseskat“ geben wird, war eine Institution in Nietwerder. „Man konnte im Saal mit 30 oder mit 130 Leuten feiern“, sagt Händel.

Nietwerders Ortsvorsteher Wolfram Händel. Quelle: Andreas Vogel

Der Ortschef überlegt, ob er mit der Stadt reden muss, damit es für Nietwerder einen anderen Ort der Begegnung gibt und dafür vielleicht das Gemeindehaus etwas umgebaut werden kann. Denn möglicherweise wird die Bärenschänke abgerissen und macht Platz für ein, zwei neue Häuser.

Von Andreas Vogel

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