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Neuruppin Ein Radweg zum Tierpark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ein Radweg zum Tierpark
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15:10 02.08.2019
Neuruppins Bürgmeister Jens-Peter Golde (rote Jacke) und Stadtverordnetenchef Gerd Klier (blaue Jacke) eröffneten am Freitag die Natur-Route, die nach Kunsterspring und Neuglienicke führt. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Das Ruppiner Land ist seit Freitag um eine Attraktion reicher. Denn Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) und Stadtwerkechef Joachim Zindler haben am Morgen am alten Wasserwerk in der Gentzstraße einen „naturnahen“ Radweg von der Fontanestadt nach Kunsterspring und Neuglienicke freigegeben. Das Besondere daran: Der insgesamt 21 Kilometer lange Weg, für den die Stadt rund 8000 Euro investiert hat, führt in Abstimmung mit der Forst vor allem über Waldwege – und nicht über die viel befahrene Landesstraße L 16 von Neuruppin in den Norden.

Es muss kein Asphalt sein

„Es muss kein Asphalt bei Radwegen sein“, betonte Bürgermeister Golde, bevor er das symbolische Band durchschnitt und sich an die Spitze des Trosses setzte. Zur Eröffnungstour waren mehr als 60 fahrradbegeisterte Leute gekommen, darunter mehrere Stadtverordnete. „So viel Interesse gibt es bei keiner Straßenfreigabe“, freute sich Golde.

Auch Peter Mancke, der Leiter des Tierparkes Kunsterspring, zeigte sich zufrieden. „Der Weg fährt sich sehr gut. Er ist beschattet und vor allem sicher“, sagte Mancke. Er hofft, dass dies nicht allein Touristen animieren wird, mit dem Rad eine Tour zum Neuruppiner Tierpark zu unternehmen, sondern ebenfalls Einheimische. „Jetzt gibt es neben der Route um den Ruppiner See auch eine in den Norden nach Kunsterspring“, so Mancke.

35 Schilder weisen auf die neue Fahrradroute hin. Das erste steht am Bahnhof Reinsberger Tor in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel

Der Tierpark wirbt bereits seit Längerem mit dem Spruch „Natur erleben“ für sich. Allerdings gelangten Besucher bislang am sichersten über die Landstraße nach Kunsterspring – während diese Strecke für Radfahrer wegen des enormen Verkehr von und nach Rheinsberg äußerst gefährlich ist.

Mit einem sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen rechnet der Tierparkchef aber nicht. „Die neue Route muss sich ja erst einmal rumsprechen.“ In Kunsterspring sind mehr als 500 Tiere in 90 verschiedenen Arten zu sehen – darunter ebenfalls Wildkatzen, Wisente und Wölfe sowie Eulen, Fischotter und Luchs. In guten Zeiten zählte der Tierpark mehr als 50.000 Besucher pro Jahr.

Hoffnung auf einen Rundweg

Sabine Ende hofft, dass der neue Radweg möglichst schnell an das bisherige Radwegenetz der Region angeschlossen werden kann, damit ein Rundweg entsteht, vielleicht mit einem Anschluss zum Sielmannhügel in der Kyritz-Ruppiner Heide. Ende ist Tourismuskoordinatorin bei der Inkom, die sich um die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing in Neuruppin kümmert.

Froh ist sie darüber, dass es bereits gelungen sei, die Gastronomen an der Strecke bei den Planungen für den Radweg einzubinden. Damit könnten Radler jeden Tag in einem Lokal einkehren.

Ausdrücklich lobte die Tourismuskoordinatorin zudem die „unkomplizierte“ Zusammenarbeit mit der Forst. Demnach müssen Radler maximal zweimal im Jahr für kurze Zeit mit erschwerten Bedingungen rechnen – wenn nach der Holzabfuhr der Weg, der zu großen Teilen über die Trinkwasserleitung der Stadtwerke führt, wieder von den größten Unebenheiten befreit wird.

Schnipp, schnapp: Neuruppins Stadtverordnetenchef Klier, Bürgermeister Golde, Stadtwerkechef Zindler und Tourismuskoordinatorin Ende (v. l.) Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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