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Neuruppin Eine Insel aus Rosen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eine Insel aus Rosen
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00:27 16.05.2018
Andere gingen bei dem herrlichen Sommerwetter am Samstag baden – die freiwillgen Helfer des Neuruppiner Verschönerungsvereins zogen die Arbeitshandschuhe über und zupften Unkraut,
Andere gingen bei dem herrlichen Sommerwetter am Samstag baden – die freiwillgen Helfer des Neuruppiner Verschönerungsvereins zogen die Arbeitshandschuhe über und zupften Unkraut, Quelle: Peter Lenz
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Neuruppin

Eine Menge vorgenommen hatte sich am Samstag ein Dutzend fleißiger Frauen und Männer des Neuruppiner Verschönerungsvereins bei der Pflege des Rosenkreisels am Schlossgarten in Neuruppin.

So mussten sie das in den letzten Wochen wieder kräftig gewachsene Unkraut beseitigt und die Rosen zurückschneiden. Mit Hacke, Laubbesen und Harke schufen sie wieder Luft für eine blühende Insel inmitten des laufenden Verkehrs am Ende von „Neuruppins schlechtester Straße“, so das Ergebnis einer Leserwahl im vergangenen Jahr.

„Eigentlich ist es viel zu spät für diese Arbeiten“, so der Vereinsvorsitzende Klaus-Eberhard Lütticke, „hat doch der Austrieb der Rosen längst begonnen.“ Aber durch verschieden Umstände hatte sich das Vorhaben verzögert, so dass die freiwilligen Helfer sich kurzfristig auf die Aktion am Samstag verständigten.

Stadtpark und Blumenampeln

Und nicht nur dort sind die Mitglieder des Vereins zu Stelle: Seit Jahren kümmert sich der am 30. Juni 2005 auf Initiative des Vorsitzenden Lütticke gegründete Verschönerungsverein auch um den Stadtpark und um die vom Verein gestifteten Blumenampeln auf dem Schulplatz. Insbesondere der Stadtpark steht mit mindestens drei Aktionen im Jahr auf der Agenda des Vereins, wobei der Verein dort eng mit der Reservistenkameradschaft Neuruppin und vielen engagierten Bürgern zusammenarbeitet.

Ein Glanzlicht im Stadtpark wird das geplante Gartenkunstprojekt der Charlotte-Krull-Stiftung sein. Dafür läuft die Planung bereits auf vollen Touren. Im Einzelnen gibt es derzeit Gespräche zwischen dem Verschönerungsverein, der Stadtverwaltung Neuruppin und den Stadtwerken mit ihrem Stadtservice (dem ehemaligem Bauhof) um die enormen Vorgaben durch die Charlotte-Krull-Stiftung insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit erfüllen zu können.

Gefängnis in Wulkow als Partner

Ein weiterer wichtiger Partner ist laut Klaus-Eberhard Lütticke die Justizvollzugsanstalt Wulkow , die in diesem Gemeinschaftsprojekt eine gute Möglichkeit zur Beschäftigung und Integration sieht. Ein ehrenamtlicher Verein, so Lütticke, kann dies alleine nicht leisten.

Das Ergebnis der Verhandlungen wird für Mitte Mai erwartet, und entsprechend werde sich auch dann erst entscheiden, ob das Gartenkunstprojekt realisiert werden kann, erklärt der Vereinsvorsitzende hoffnungsvoll.

Dass ein Verschönerungsverein nicht nur mit dem Gestalten von Grünflächen und Beeten beschäftigt ist, zeigt sich an einem weiterem Projekt, welches bereits in diesem Monat seinen Höhepunkt finden wird. So wird sich nach Abschluss aller Arbeiten der preußische Adler wieder an seinem ursprünglichen Platz, dem Pflaster vor dem Eingangsbereich des Amtsgerichtes befinden.

Wirren der Nachkriegszeit

Dort wurde der Adler in den Wirren der Nachkriegszeit entfernt und soll nunmehr zu neuem Leben erweckt werden. Ein Vorhaben, welches den Verein über Jahre hinweg beschäftigte und 5000 Euro an Eigen –und Fördermitteln verschlang – neben weiteren Vorhaben, ein erster Höhepunkt auch in Sicht auf das Fontanejahr 2019, so der Vereinschef.

So ist unter anderem geplant, die Tradition eines Gestaltungswettbewerbes von Balkonen und Hausfronten wiederzubeleben und im weiteren tatkräftig an den vom Bürgermeister vorgeschlagenen zwei Stadtreinigungsaktionen mitzuwirken.

Bereits ab Donnerstag um die Mittagszeit können sich die Neuruppiner wieder an den 36 bunten Blumenampeln erfreuen, die an den insgesamt 18 Straßenlaternen von den Mitgliedern des Verschönerungsvereins angebracht werden.

Von Peter Lenz