Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Eine zusätzliche Stütze für die Busgesellschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eine zusätzliche Stütze für die Busgesellschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 09.10.2019
Das kostenlose Busticket in Ostprignitz-Ruppin soll es ab August 2020 geben, sofern der Kreistag zustimmt. Quelle: Christian Schmettow
Neuruppin

Als „zusätzliche Stütze“ für die Busgesellschaft ORP hat Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Mittwoch das von ihm vorgeschlagene kostenlose Ticket für alle Schüler in Ostprignitz-Ruppin bezeichnet. Damit habe das Busunternehmen „verlässliche Kunden“ und auch eine „verlässliche Einnahmequelle“. Denn die Busgesellschaft, die dem Landkreis gehört, erhält vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) einen Zuschuss – und die Höhe hängt auch davon ab, wie viel Personen befördert werden.

Gibt es dann weniger Elterntaxis?

Der Vorschlag von Reinhardt, über den der Kreistag Anfang Dezember noch befinden muss, sei eine „Win-Win-Situation“, weil sowohl die Schüler als auch der Busbetrieb davon profitiere, so der Landrat. „Die Busse sind besser ausgelastet“ und die Schüler wüssten, dass sie nicht auf ihre Eltern angewiesen sind, um von A nach B zu kommen, sagte Reinhardt. Ganz nebenbei könnten damit vielleicht sogar die „Elterntaxis“ minimiert werden, also die Fahrten, in denen Eltern ihr Kind mit dem privaten Auto zur Schule bringen und wieder nach Hause kutschieren.

Der Landkreis rechnet durch das kostenlose Schülerticket mit zusätzlichen Kosten von etwa zwei Millionen Euro pro Jahr. Demnach soll das Projekt im August 2020 starten und 2021 fortgesetzt werden, sofern der Kreistag zustimmt. Wolfgang Freese von den Bündnisgrünen hat bereits Zustimmung signalisiert, ebenso wie SPD-Fraktionschefin Ina Muhß. Hingegen hatten CDU-Mann Sebastian Steineke und Ronny Kretschmer von den Linken den Vorstoß zwar begrüßt, jedoch erklärt, dass sie sich den Vorstoß des Landrates erst einmal genau ansehen wollen.

Ein Grund dafür dürfte sein, dass ursprünglich die Kreisumlage von derzeit 41 Prozent auf 39 Prozent gesenkt werden sollte.

Von Andreas Vogel

Neuruppins Stadtverordnete haben einen neuen Plan für die Zukunft der Feuerwehr abgesegnet. Wichtig dabei: Es soll mehr festangestellte Feuerwehrleute geben und die sollen besser bezahlt werden.

09.10.2019

Trotz Funklöchern und vieler schlechter Internetverbindungen denkt Landrat Ralf Reinhardt (SPD) bereits an eine neue Technologie – und hofft auf den Zuschlag vom Bund für ein neues Modellprojekt.

09.10.2019

Wer in Neuruppin eine Zweitwohnung hat, muss dafür seit einigen Jahren eine Extrasteuer zahlen. Die Fontanestadt kassiert damit gut 280.000 Euro im Jahr. Mit so viel Geld hatte der Kämmerer anfangs gar nicht gerechnet.

09.10.2019