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Neuruppin Elektrobusse für Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Elektrobusse für Neuruppin
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17:29 18.10.2019
Bei der BVG in Berlin fahren bereits Elektrobusse im Linienbetrieb. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Neuruppin

Immer mehr Autohersteller setzen auf Elektroantriebe. Doch trotz vieler Fürsprecher nimmt die Zahl der Fahrzeuge, die mit elektrischer Energie angetrieben werden, nur sehr langsam zu. Jetzt könnte das Thema einen neuen Schub bekommen: Die Busgesellschaft ORP plant offenbar, die gesamte Stadtlinie 770 in Neuruppin auf Elektrobusse umzustellen. Ein entsprechender Förderantrag wurde beim Bund dafür schon eingereicht.

Noch vor einem Jahr hatte ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen dem Kauf von Elektrobussen in absehbarer Zeit eine Absage erteilt. Im Verhältnis zu modernen Dieselfahrzeugen seien Busse mit Batterieantrieb derzeit viel zu teuer.

Inzwischen hat allerdings der Bund seine Förderung für den Kauf von Elektrobussen ausgebaut. Unternehmen, die mehr als fünf Busse mit elektrischem Antrieb neu anschaffen, können mit Unterstützung durch das Bundesverkehrsministerium rechnen.

Der Bund zahlt einen Teil der Mehrkosten

Der Bund will je nach Fahrzeugkonzept bis zu 80 Prozent dessen übernehmen, was ein Elektrobus mehr kostet als einer mit Dieselmotor. Firmen, die ganze Buslinien umrüsten wollen, werden bevorzugt unterstützt, heißt es von der Bundesregierung in Berlin.

Die Stadt Osnabrück bekommt den Nachhaltigkeitspreis 2020 in der Kategorie Großstadt bekommen – unter anderem wegen ihres umweltfreundlichen Nahverkehrs. Quelle: Friso Gensch/dpa

Die kreiseigene Nahverkehrsgesellschaft ORP arbeitet zusammen mit dem Berliner Beratungsbüro Blic an einem Konzept für die Neuruppiner Stadtlinie. „Sollten künftig entsprechende Förderungen für die hohen Mehrkosten beim Kauf von Elektrofahrzeugen gewährt werden, wird die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH in den kommenden Jahren sieben Elektrobusse anschaffen“, sagt Alexander von Uleniecki von der Kreisverwaltung in Neuruppin. Der Landkreis ist Eigentümer der Busgesellschaft.

Erst wenige Elektroautos

Autos mit Elektromotor sind bisher in Ostprignitz-Ruppin noch sehr selten.

Ende August 2019 waren im Landkreis gerade einmal 375 Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen, die ganz oder teilweise mit Strom fahren. Die meisten davon (189) waren Hybridfahrzeuge, die gleichzeitig Benzin- und Elektroantrieb an Bord haben.

Damit machen Elektrofahrzeuge nur rund 0,6 Prozent aller zugelassenen Autos im Landkreis aus.

Die Zahl steigt langsam. 2018 waren im ganzen Kreis 263 Fahrzeug mit Elektroantrieb angemeldet.

Die Umrüstung der Buslinie ergänzt ein weiteres Vorhaben, an dem die Stadt Neuruppin derzeit arbeitet. Sie will die Karl-Marx-Straße zwischen Bahnhof Rheinsberger Tor und Fontanedenkmal in den nächsten Jahren zu einer sogenannten Umweltverbundtrasse ausbauen. Durch einen Umbau der Straße sollen Fußgänger, Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr mehr Platz bekommen.

Am Bahnhof Rheinsberger Tor in Neuruppin soll in den nächsten Jahren ein moderner zentrale Bushalt entstehen. Quelle: Peter Geisler/Archiv

Als Teil dieses Konzeptes könnte am Bahnhof Rheinsberger Tor ein neuer Busbahnhof entstehen, ein moderner, zentraler Haltepunkt für den Nahverkehr, der dann auch den barrierefreien Zugang zu den Bussen garantiert.

Noch ist das alles Zukunftsmusik. Die Busgesellschaft ORP muss mit weiteren Schritten warten, bis es vom Bund die generelle Zusage gibt, dass das Projekt gefördert werden kann. Danach müssten die sieben erhofften Busse europaweit ausgeschrieben werden.

„Die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen ist derzeit sehr groß“, sagt Tino Bratta vom Büro Blic. Allerdings bauen die Hersteller deshalb derzeit auch ihre Produktion aus. Bis ein Hersteller liefern kann, könnte ab dem Zuschlag aber noch einmal ein Jahr vergehen.

Die Stadt Neuruppin hat im Entwurf des aktuellen Haushalts von 2021 bis 2023 rund 1,3 Millionen Euro für die zentrale Busstation am Rheinsberger Tor eingeplant.

Von Reyk Grunow

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