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Neuruppin Ella Endlich singt Weihnachtskonzert in der Kulturkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ella Endlich singt Weihnachtskonzert in der Kulturkirche
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12:07 21.12.2019
Ein Mann, eine Frau, eine Gitarre: Ella Endlich gibt gemeinsam mit ihrem Vater ein Weihnachtskonzert in der Neuruppiner Kulturkirche. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Wenn sie die blonde Mähne schwingt und strahlt, drängt sich ein kleiner Vergleich mit Helene Fischer nahezu auf. Ella Endlich hat Fernseh- und Bühnenerfahrung genug, um zu wissen, wie man mit dem Publikum flirtet. Und das tut sie auch ausgiebig – mit guter Laune, unschuldigem Charme und kindhafter Lust auf kleine Plaudereien. Das Publikum in der ausverkauften Neuruppiner Kulturkirche hängt ihr an den Lippen.

Mitgebracht hat die Schlager-, Pop- und Musicalsängerin am Freitag – abgesehen von George Garcia, der mit kurzem Vorprogramm die Bühne und den Saal auf Schlagertemperatur bringt – nur ihren Vater. Im März war sie noch mit Band in Neuruppin, daran können sich etliche Fans im Saal gut erinnern.

Die Neuruppiner Kulturkirche ist ausverkauft. Quelle: Regine Buddeke

Diesmal nun Norbert Endlich, der seiner Tochter die Liebe zur Musik in die Wiege legte und sie gesanglich und an Piano und Gitarre unterstützt. Weihnachten ist immerhin ein Fest der Familie – insofern wirkt das Konzert intim und heimelig. Ein Kerzenleuchter auf der Bühne und festlich-funkelnde Lichterketten im ansonsten schummerigen Saal zaubern Festglanz.

Es ist dunkel, als die Sängerin wie ein Weihnachtsengel von hinten erscheint, einmal den Saal durchschreitet – mit einer leuchtenden weißen Kugel in der Hand – Zauberlicht, Wunderlampe, Schneekugel und Erleuchtung zugleich – an der ein zartes Glockenwindspiel klingelt. Als wolle sie Licht ins Dunkel bringen.

Ella Endlich hat Spaß am Singen – das sieht man bei jedem Song. Quelle: Regine Buddeke

„Adeste fidelis“ – mit diesem wunderbaren Weihnachtslied eröffnet Ella Endlich, die bürgerlich Jacqueline Zebisch heißt und ihre Gesangskarriere unter dem Künstlernamen Junia im Jahr 2009 gegen die der Ella Endlich tauschte, ihr Programm.

Ella plaudert: Sie habe mit zehn Jahren zum ersten mal im Studio gesungen, mit 14 ihren ersten Plattenvertrag gehabt. Sie habe mit so vielen tollen Gesangskollegen und Bands auf so unterschiedlichen tollen Bühnen – aber die Kirchentouren seien immer etwas ganz Besonderes, auch wenn man dafür lange Skiunterwäsche brauche. „Und dass ich mit meinem Papa singen darf, ist ein Geschenk für mich – und unser Geschenk an Sie“, sagt Ella Endlich strahlend.

„Have yourself a merry little Christmas“ – wünscht Ella Endlich ihren Fans. Quelle: Regine Buddeke

Sie singt sich in die Herzen – wandert „Durch den weißen Winterwald“, wünscht sich „Jemand, der zaubert“, singt übers „Wunderland“, erzählt „Geschichten“ und weiß: „Am Ende zählt das Gefühl“. Sie singt Songs, die sie mit ihrem Vater zusammen schrieb, Songs von ihren eigenen Platten aber auch welche von berühmten Kollegen, die sie einfach „schon immer einmal singen wollte“: Etwa „If you could read my mind“ von Gordon Lightfoot, aus dem Daliah Lavi„Wär ich ein Buch“ machte. Oder „Something stupid – „das berühmteste Vater-Tochter-Duett der Musikgeschichte“, nennt sie den Song von Frank und Nancy Sinatra.

Zauberlicht, Wunderlampe, Schneekugel oder Erleuchtung? Egal – der Auftritt war märchenhaft. Quelle: Regine Buddeke

Und auch „Have yourself a merry little Christmas“ ist ein Lied, das ihr am Herzen liegt. Dem Publikum gefällt’s, immer wieder wird geklatscht, gejubelt und das Smartphone hochgereckt. Ella schüttelt die Mähne, singt, plaudert, erzählt Geschichten. Auch über ihre Flucht in den Westen, als sie noch Kind war, über ihr erstes Weihnachten in Miami. Man genießt – und man wartet auf den Kuss. Klar, dass ein Konzert mit Ella Endlich nicht ohne den „Küss mich“-Song auskommt, den sie aus dem Filmsoundtrack für „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ machte und der zu ihr gehört, wie ebenjener Film für viele zu Weihnachten.

Von Regine Buddeke

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