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Neuruppin Meister der Verwandlung werben für Nachhaltigkeit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin

Esta Ruppin und Kirchengemeinde Alt Ruppin werben für Nachhaltigkeit

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15:38 07.06.2021
Die Künstlerin Katrin Mason Brown mit ihren Collagen.
Die Künstlerin Katrin Mason Brown mit ihren Collagen. Quelle: Peter Lenz
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Alt Ruppin

Gleich drei Künstler aus der Region haben sich am Wochenende im Alt Ruppiner Pfarrgarten die Ehre gegeben. Dabei drehte sich alles um das Thema Recycling und Upcycling. Zu dem Workshop hatten der Verein Esta Ruppin, das städtische Projekt „Kunst am Anger“ sowie die Alt Ruppiner Kirchengemeinde aufgerufen.

Unter dem Motto „NachDruck“ hat die Künstlerin Katrin Mason Brown Werke alter Meister wie Vincent van Gogh, Claude Monet oder Gustav Klimt zu völlig neuen Collagen zum Thema Ressourcenschonung und Umwelt zusammengefügt. Diese Werke waren nun in einer Ausstellung auf dem Gelände der Kirchengemeinde zu sehen.

Die Monet-Collage von Katrin Mason Brown. Quelle: Peter Lenz

Katrin Mason Brown hat alte Kunst­drucke mit den Leitlinien von Esta Ruppin für ein nachhaltiges Leben versehen und sie anhand von zwei Protagonisten – einer Frau und einem Hahn – künstlerisch in Szene gesetzt. Besonders deutlich werde die Botschaft aus Sicht der Künstlerin in einem Kunstdruck des Malers Monet, dem sie die beiden Gestalten hinzufügte, die nicht aus zwei Bechern, sondern gemeinsam aus einem trinken. Alle Bilder wurden zu einem Upcycling-Gesamtprojekt zusammengefasst und zu einer Wanderausstellung gestaltet.

Alte Bücher und Zeitungen im Upcycling

Aber auch alte Bücher sind, so Mason Brown, „zum Wegwerfen zu schade.“ So brachte sie mehrere ausrangierte Exemplare mit zur Veranstaltung, um gemeinsam mit Interessierten die tollsten Gegenstände daraus zu basteln.

Franziska Zänker gestaltete mit Besuchern Kunstwerke aus alten Zeitungen. Quelle: Peter Lenz

So konnten die Besucher aus einem Katalog heraus Kunstobjekte wie Taschen, Verstecke, Vorhänge oder Türkränze basteln. Unterstützung bekam die Künstlerin hierbei von Franziska Zänker, die am Sonntag einen weiteren Kunstworkshop anbot. Dabei entstanden aus alten Zeitungen dekorative Kunstobjekte.

Für ein gutes Morgen

Ein Stück weiter auf dem Gelände war die Eine-Welt-Promotorin Marion Duppel anzutreffen. Von ihr wurden die Besucher durch einen Parcours mit dem Namen „Für ein gutes Morgen“ geführt. Dabei standen insgesamt fünf Stationen zu verschiedensten Themen zur Auswahl. So gab es einen Brunnen, an dem sich alles um Trinkwasser drehte, und etwas weiter eine Auswahl von Urlaubsorten mit der dazugehörigen CO2 Bilanz.

Eine-Welt-Promotorin Marion Duppel am Brunnen mit Informationen rund ums Trinkwasser. Quelle: Peter Lenz

Auch kulinarisch wurde auf dem Areal hinter der Alt Ruppiner Kirche einiges geboten. So hatten vor allem die Frauen aus dem Projekt „Bildung, Arbeit, Wirtschaft und Kultur“ (Biwaq) alle Hände voll zu tun, um Speisen und Getränke an den Besucher zu bringen.

Zarifa Hakimi will gern Hebamme werden. Quelle: Peter Lenz

Für eine von ihnen, die 2015 aus Afghanistan geflüchtete Zarifa Hakimi, eine gute Gelegenheit, ihre bisher gut gelungene Integration weiter voranzubringen. Wie sie erzählte, ist sie bereits seit vier Jahren bei Esta Ruppin. Nach ihrem Schulabschluss möchte sie Hebamme werden. „Extra für dieses Wochenende habe ich mich am Backen von leckeren Käsekuchen versucht“, sagt die junge Frau mit einem Lächeln.

Ein geistlicher und musikalischer Schlussakkord

Mit einer Klangcollage begeisterte der Musiker Frank Wedel nicht nur die insgesamt 150 Besucher auf dem Platz, sondern mit seinem Gospel-Piano auch die Gäste einer Andacht zum Abschluss des Festes.

Von Peter Lenz

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