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Neuruppin Schüler erreichen vierten Platz bei WM
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19:32 08.07.2019
Das Neuruppiner Schüler-Team mit seinem E-Fish nach der Rückkehr aus Großbritannien. Quelle: Celina Aniol
Nietwerder

Neuruppiner Schülern ist jetzt ein Quantensprung in Sachen Öko-Rennsport geglückt. Das Team der Evangelischen Schule schaffte es erstmals, sich für die WM dieser Sparte zu qualifizieren – und erreichte auf Anhieb den vierten Platz als beste deutsche Mannschaft bei dem Drivers’ World Championship (DWC), das in der vergangenen Woche in Weybrigde südwestlich von London ausgetragen wurde.

Zuvor gelang es den Neuruppinern dort, den dritten Platz beim Shell-Eco-Marathon in der Kategorie batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge mit ihrem E-Fish in strahlendem Orange zu belegen.

Bei der Weltmeisterschaft mussten sie sich nicht alleine mit Fahrzeugen ihrer Klasse messen: Denn dort sind die jeweils drei Bestplatzierten der jeweiligen Kategorien – Wasserstoff-, Verbrennungs- und E-Motoren – aus Europa, Amerika und Asien an den Start gegangen.

Das Neuruppiner Fahrzeug auf der Rennstrecke in Weybridge. Quelle: Evi Neuruppin

„Es war eine Startaufstellung wie bei der Formel 1“, erzählt Jakob Rosenau. Er und Jannik Noack, beide 17 Jahre alt, waren Fahrer bei den diesjährigen Rennen. Sie strahlen, als sie von dem Wettkampf in Großbritannien berichten, bei dem 1500 vor allem Studenten aus 28 Ländern und in 140 Fahrzeugen starteten. Die anderen sechs Teammitglieder, die sich an diesem Montagmittag in ihrer Tüftlerwerkstatt in Nietwerder treffen, ebenfalls. „Die Konkurrenz war hart“, konstatiert Jannik Noack. Und dann war auch noch die neue Rennstrecke.

Das Ziel war bei der Weltmeisterschaft eine andere als beim Eco-Marathon. Beim letzteren geht es darum, mit einem Liter Kraftstoff, einer Kilowattstunde Strom oder einem Kubikmeter Wasserstoff so weit wie möglich zu kommen. 186 Kilometer weit kamen dabei die Neuruppiner pro Kilowattstunde.

„Das ist unser absoluter Top-Wert“, sagt Rennleiter Christian Wenger-Rosenau. „Das ist so, als ob man mit einem normalen Auto eine Strecke von 1636 Kilometer mit einem Liter Benzin schaffen würde.“ Von Neuruppin nach Moskau also, haben die Schüler ausgerechnet. Im Vorjahr schaffte das aktuell 104 Kilo schwere E-Mobil die Distanz von lediglich 151 Kilometern.

Die beiden 17-jährigen Fahrer Jakob Rosenau und Jannik Noack. Quelle: Celina Aniol

Bei der Weltmeisterschaft ging es darum, mit dem beim Marathon erreichten Energie-Wert so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen. Die Neuruppiner mussten dabei noch einen Nachteil ausgleichen. Denn die Erstplatzierten bekamen einen Bonus: Sie durften fünf Prozent mehr Energie verwenden, als sie bei der Vorrunde erzielt haben.

„Wir haben uns erst gar nicht so große Chancen ausgerechnet“, sagt Jannik Noack. Dass sie am Ziel als vierte einliefen, habe vor allem am „Super-Team“ gelegen. Da sind sich alle einig. „Nur so konnten wir aus unserem Fahrzeug das rausholen, was nur möglich war“, sagt Jakob Rosenau. Die weiteren Pluspunkte: die verbesserte Aerodynamik des E-Fishes und die Erfahrungen aus den Vorjahren.

Das Team beim Rennen in Großbritannien. Quelle: Ed Robinson

Das Team der Evangelischen Schule ist seit 2013 dabei. 2015 wurden die Neuruppiner Vize-Europameister beim Shell-Eco-Marathon, im Jahr 2017 erreichten sie den dritten Platz. Das Auto ist seit elf Jahren im Einsatz – und sei deutlich einfacher als die durchentwickelten Prototypen der Konkurrenz, meint Jakob Rosenau. „Nur mit Hightech kommt man eben nicht weiter“, kommentiert Teammitglied Arik Noack.

Von Celina Aniol

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