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Neuruppin Feuerengel heizen den Neuruppiner Stadtgarten auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Feuerengel heizen den Neuruppiner Stadtgarten auf
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11:25 25.11.2019
Feuerengel begeisterte im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten mit einer lupenreinen Rammstein-Performance: stimmgewaltig, druckvoll und pyrotechnisch ausgefeilt. In den ersten Reihen wurde es den Fans nicht nur ob der Stimmung heiß. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Eine Tributeband mit Vorband? Das muss ja etwas ganz besonderes sein. Feuerengel – nicht zum ersten Mal in Neuruppin – ist etwas ganz besonders. Die Jungs haben sich die Shows von Rammstein zu eigen gemacht und huldigen den Idolen auf solch akribisch-ausgefeilte Art, dass sie für viele als Europas bestes Rammstein-Cover zählen. Nicht zuletzt: Auch Rammstein selbst hat Feuerengel schon zweimal eingeladen, auf ihren Feiern zu spielen.

Rammstein spielt Neue Deutsche Härte – Feuerengel hat sich diesen Songs verschrieben – mit Haut und Haaren, Feuerfontänen und Funkenregen. Im Neuruppiner Stadtgarten kam das bestens an.

Entsprechend rammelvoll ist am Samstagabend das Kulturhaus Stadtgarten. Mit einer ohrenbetäubenden Explosion – feine Idee, dass man sich am Einlass aus einem Bonbonspender Ohrstöpsel ziehen konnte – betreten die Feuerengel die Bühne – langsam und gemessen. Grandioser Grusel funktioniert nicht in Hektik.

Wenn man die Plattentitel von Rammstein liest – Herzeleid, Sehnsucht, Rosenrot – klingt das wie sanfte Poesie. Hört man die Texte, schlägt das schnell ins Gegenteil um. Rammstein gilt nicht umsonst als Band, die kein Tabu auslässt und lustvoll provoziert: Sado-Maso-Sex ist noch das geringste, auch Pädophilie, Inzest und Kannibalismus tauchen in ihren Texten auf.

Hört und sieht man den Lieder, gibts noch eins drauf. Ein Drahtseilakt, der ihnen die hingebungsvolle Liebe der Fans aber auch viel Kritik einbringt. Einige Texte sind auf dem Jugendindex gelandet, oft mussten sich die Rammsteine ob ihrer brachial-martialischen Auftritte den Vorwurf rechtsnationalen Gedankenguts machen lassen – von dem sie sich indes klar distanzieren.

Musik der Neuen Deutschen Härte

Die Feuerengel haben ihren Namen nicht umsonst – Rammstein ist bekannt für Flammenwerfer und Funkenflug – aufwändig inszenierte Pyrotechnik-Spektakel. Sieben Feuerwehrleute sind im Saal – man kann ja nie wissen.

Die Feuerengel haben die Menge sofort gefangen: Die Liste der Best-of-Rammsteins ist lang und Feuerengel lässt keine Wünsche offen. Boris, die Stimme von Till Lindemann, ist röhrig-grollend-tief wie aus der Hölle, die Musiker raspeln die eingängigen Rammstein-Riffs in den Saal wie ihre Vorbilder. Druckvoll – mit viel Dampf auf dem Kessel.

Bei “Seemann“ heißt es ab ins Boot. Quelle: Regine Buddeke

Die Optik ist blutig-schaurig, der Bassist – ein Typ von Querformat – verbirgt sich drohend unter der Kapuze. Jedes Detail sitzt: Die Flammenwerfer und Feuerräder heizen die Luft noch um einiges mehr auf. Der Keyboarder ist das ewige Opfer – er muss in den Kessel, in den Blechsarg und ins Schlauchboot, das die Fans wie ein vielarmiger Kraken durch den ganzen Saal wandern lassen.

Die Menge singt jedes Lied mit – laut und beseelt. Auch als der Frontmann sie aus einer Gemächt-Attrappe mit viel weißem Saft beschießt. Immer wieder Feuer, immer wieder ein lauter Knall. „Bäng bäng“, wird getobt. „Fehlt noch irgendwas?“, lockt Lindemann-Boris am Ende die Fans mit seiner mephistophelischen Aura. „Engel“ jubelt die Menge – es wird die letzte Zugabe des Abends.

Von Regine Buddeke

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