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Neuruppin Große Sause zum 85. Geburtstag der Feuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Große Sause zum 85. Geburtstag der Feuerwehr
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14:10 15.09.2019
Auf diesem fröhlichen Feuerwehr-Nachwuchs liegen die Hoffnungen der Gnewikower. Quelle: Peter Lenz
Gnewikow

85 Jahre und kein bisschen leise – die Rede ist von der freiwilligen Feuerwehr Gnewikow, die am Samstag ihren Geburtstag feiern durfte und die schon so manches Riff in ihrer langen Geschichte umsteuern konnte.

1934 erstmals erwähnt, wurde die Wehr in den Jahren der DDR als Betriebsfeuerwehr der damaligen LPG geführt, bevor sie dann 1993 im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Feuerwehr Neuruppin eingegliedert wurde.

2003 erfolgte der Umzug in ein neues Gerätehaus und bereits ein Jahr später kamen ein Tanklöschfahrzeug und ein B 1000 zur Ausstattung hinzu. Die damalige Stärke der Wehr betrug seinerzeit zwölf Frauen und Männer. Die Jugendfeuerwehr hatte acht Mitglieder.

Feuerwehrtechnik zum Stauen und Anfassen. Quelle: Peter Lenz

Das Jahr 2012 wurde zum Schicksalsjahr für die Gnewikower, erinnert sich Einheitsführer Andreas Busch. Auf Basis des damaligen Gefahrenabwehrbedarfsplanes wollte die Stadt Neuruppin die Ortswehren Gnewikow, Lichtenberg, Karwe, Radensleben und Wuthenow zusammenlegen und zu einer einzigen Einheit verschmelzen.

„Nicht mit uns“, dachten sich die Gnewikower. Während sich die Wehr in Wuthenow auflöste und die anderen verschmolzen, setzten die Feuerwehrleute in Gnewikow alle Hebel in Bewegung, um die Eigenständigkeit zu behalten.

Wie Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde in seiner Grußrede betonte, hatten die Gnewikower damals alle vorhandenen Kräfte mobilisiert und die Abgeordneten von der Notwendigkeit der Eigenständigkeit überzeugt.

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde, Gnewikows Feuerwehrchef Andreas Busch und Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald (v.l.). Quelle: Peter Lenz

Mit dem Spruch „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ unterstrich Golde noch einmal, wie wichtig diese Entscheidung seinerzeit war.

Der Beschluss zur Fusion wurde damals mit 23 zu 25 Stimmen abgelehnt. Sowohl von Bürgermeister Golde als auch von der Ordnungsamtsleiterin und direkten Vorgesetzten der Wehr, Annette Friedrichs, gab es nun nette Versöhnungsgeschenke in Form eines Fasses Bier und für jeden Kameraden inklusive der Jugendfeuerwehr 5 Euro aus dem Stadtsäckel.

Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald betonte, dass es ohne Murren auch in der Feuerwehr nicht immer geht. Er ehrte die Gnewikower für ihr Engagement mit einer Urkunde. Weitere Glückwünsche kamen unter anderem von den Landfrauen, der Interessengemeinschaft Gnewikow e.V., der Bungalowgemeinschaft Bollwerk und einigen Gastwehren aus Lindow, Vielitz und dem kompletten Verwaltungsbereich Neuruppin mit Nietwerder, Alt Ruppin und Wulkow sowie dem Jugenddorf Gnewikow.

Viele Gratulanten kamen am Samstag zum Fest der Gnewikower Feuerwehr. Quelle: Peter Lenz

Unter anderem kamen von der Firma Kollan Transporte aus Gnewikow zwei Gutscheine für Kremserfahrten und von den Landfrauen und dem Förderverein Dorfkirche Gnewikow ein Kinogutschein und Bargeld für die Jugendfeuerwehr.

Einheitsführer Andreas Busch ist zufrieden. Seine Wehr habe sich hervorragend entwickelt und steht mit nunmehr 17 Aktiven, davon elf Atemschutzgeräteträgern, neun Jugendfeuerwehrmitgliedern und zwei Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung an vorderster Front bei der Brandbekämpfung in der Stadt und ihren Ortsteilen.

Die Gnewikower feierten ein gelungenes Fest mit vielen Spaßwettbewerben wie Lastwagen-Ziehen und kostenlosem Essen für alle Feuerwehrleute. Bürgermeister Golde sagte, man dürfe beruhigt auf die nächsten Jahre schauen. Mit dem Nachwuchs bei der Jugendfeuerwehr wie der erst acht Jahre alten Shania Dutzmann dürfte das wohl gelingen.

Einheitsführer Andreas Busch hat einen Pokal für seine Leistungen erhalten. Quelle: Peter Lenz

Von Peter Lenz

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