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Neuruppin Feuerwehrleute sollen Beamte werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Feuerwehrleute sollen Beamte werden
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17:37 09.10.2019
Ein Großteil der Einsätze in und um Neuruppin wird von den Männern und Frauen der Hauptwache erledigt. Die Festangstellten sind am Tage meist schneller vor Ort als freiwillige Kräfte. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Woher das Geld kommen soll, kann Neuruppins Kämmerer Thomas Dumalsky noch nicht sicher sagen. Noch weiß er nicht einmal, wie viel die Feuerwehr der Stadt in den nächsten Jahren braucht. Fest steht nur: Das, was sich Neuruppin da bis 2024 vorgenommen hat, wird teuer.

Die Stadtverordnete haben den Gefahrenabwehrbedarfsplan für die kommenden fünf Jahre abgesegnet. Hinter dem kryptischen Wort verbringt sich nichts anders als ein Konzept, wie sich die Feuerwehr in der Stadt und den Ortsteilen entwickeln soll, um für jeden denkbaren Notfall gerüstet zu sein.

Weil es immer schwieriger wird, genügend ehrenamtliche Helfer zu finden, setzt Neuruppin künftig noch stärker auf hauptamtliche Feuerwehrleute. Eine Berufsfeuerwehr wolle die Stadt zwar nicht aufbauen, versichert Dezernent Thomas Fengler. Die weit überwiegende Zahl der Feuerwehrleute wird auch künftig freiwillig und ohne Bezahlung ihren Dienst tun.

Berufsfeuerwehrleute für die Hauptwache

Mehr Festangestellte für die Hauptwache – für Ronny Kretschmer von der Linken ist das genau das, was er unter einer Berufsfeuerwehr versteht. Gut findet er die Entwicklung nicht, das machte Kretschmer in der Diskussion mehrfach klar. Doch eine wirkliche Alternative sieht eigentlich keiner der Angeordneten.

Neuruppin soll mehr hauptberuflichen Feuerwehrleute einstellen und soll mehr als bisher ausbilden. Und Helfer, die kündigt die fachlich nötige Ausbildung für einen Berufsfeuerwehrmann haben, sollen von der Stadt zu Beamten ernannt werden.

Neuruppin will gute Leute nicht verlieren

Das gibt es in Neuruppin bisher nicht. Andere Städte, die in einer ähnlichen Lage in Neuruppin sind, vergeben bereits den Beamtenstatus an ihre Helfer oder wollen das tun. Die Neuruppiner Stadtverordneten sehen sich in Zugzwang.

Ziehen sie nicht nach, dann könnten die gut ausgebildete Feuerwehrleute aus Neuruppin vielleicht bald in andere Orte abwandern, weil sie dort besser bezahlt werden und mehr Aufstiegschancen haben. „Wir werden dann zum Ausbildungsbetrieb für ganz Brandenburg“, warnt Michael Peter von der CDU, der ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist.

Von Reyk Grunow

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