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Neuruppin Radensleben: Endlich Geld für eine neue Kita
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17:58 07.10.2019
Der Kindergarten in Radensleben ist einer der ältesten in der Region. Er wurde 1848 von Familie von Quast gegründet. Quelle: Peter Geisler
Radensleben

Endlich kann es weitergehen. Vor gut einem Jahr hat die evangelische Kirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben in Radensleben mit einem Fest den Bau der geplanten neuen Kita symbolisch gestartet.

Jetzt kann sie endlich den nächsten Schritt gehen. Nach monatelangem Bangen und mehreren Nachforderungen kam vor einigen Tagen die Zusage der erhofften Fördermittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union.

Eingereicht hatte die Kirchengemeinde den Antrag schon vor Langem. Doch wie viele andere Antragsteller im Land Brandenburg auch, musste die Gemeinde lange auf die Bearbeitung ihrer Papiere warten. Ähnlich erging es etwa Neuruppin mit dem geplanten Dorfgemeinschaftshaus für Gnewikow.

Am 23. September 2018 hat die Gemeinde feierlich den ersten Spatenstich für den neuen Kindergarten vollzogen. Weiter gingen die Arbeiten bis heute nicht. Quelle: Cornelia Felsch/Archiv

So lange der Bescheid über Fördermittel nicht vorlag, lagen die Pläne für die Kita in Radensleben quasi auf Eis. Jeder weitere Schritt hätte den Zuschuss gefährden können.

Der Ortsbeirat von Radensleben hat zwischenzeitlich schon die Geduld verloren. Er hat gleich doppeltes Interesse an der geplanten neuen Kita. Zum einen werden die zusätzlichen Plätze dringend gebraucht, um alle Kinder aus dem Dorf und den umliegenden Orten betreuen zu können. Zum anderen sollen in dem Neubau auch Räume für Sitzungen und Vereinstreffen entstehen.

Der Ortsbeirat will endlich eigene Räume

Seit vielen Jahren fordern die Radenslebener einen eigene Treffpunkt. Lange hatte der Ortsbeirat auf einen Umbau des sogenannten Altenteils der Familie von Quast gehofft. Als schließlich endgültig klar war, dass ein solcher Umbau nicht zu bezahlen ist, hatte der Ortsbeirat nur unter Auflagen einem Verkauf des heruntergekommenen Hauses zugestimmt.

Eine der Auflagen war, dass der Ortsbeirat mit in die neue Kita der Kirchengemeinden einziehen kann. Stadt und Gemeinde hatten das 2016 zugesagt. Doch seitdem sind wieder drei Jahre ohne eine Lösung vergangen.

Das sogenannte Altenteil der Familie von Quast steht seit vielen Jahren leer. Inzwischen hat es die städtische Wohnungsgesellschaft NWG verkauft. Quelle: Peter Geisler/Archiv

Im Sommer hatte Ortsvorsteher Hardy Richter deshalb gefordert, die Stadt Neuruppin solle den Radenslebenern wenigsten ein paar Container als Übergangsquartier bereitstellen. Das hatte Baudezernent Arne Krohn aber als zu teuer abgelehnt.

Vorerst muss der Ortsbeirat weiter damit leben, dass Beratungen nur möglich sind, wenn sich ein Raum im Seniorenwohnpark anmieten lässt. Wie lange dieser Zustand anhält, kann derzeit niemand sagen.

„Wir bereiten jetzt die europaweite Ausschreibung vor“, sagt Gregor Hamsch, der das Projekt als Geschäftsführer in der Kirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben betreut.

Hamsch hofft, dass die eigentlichen Bauarbeiten 2020 beginnen können. „Vorausgesetzt, wir finden Baufirmen“, sagt er vorsichtig einschränkend. Fertig wird der neue Kindergarten aber wohl erst im Jahr darauf, also 2021.

Von Reyk Grunow

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