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Neuruppin Fontane-Literaturpreis für Peggy Mädler
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Fontane-Literaturpreis für Peggy Mädler
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00:31 11.05.2019
Die Autorin Peggy Mädler bekommt den mit 40.000 Euro dotierten Fontane-Literaturpreis, den am 31. Mai 2019 erstmals die Fontanestadt Neuruppin gemeinsam mit dem Land Brandenburg vergibt. Quelle: Jan Konitzki
Neuruppin

Die junge Autorin Peggy Mädler bekommt den ersten Fontane-Literaturpreis in neuer Form. Zum ersten Mal wird der Preis in diesem Jahr von der Stadt Neuruppin und dem Land Brandenburg gemeinsam vergeben. Und zum ersten Mal ist er mit 40.000 Euro Preisgeld verbunden.

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch werden die Auszeichnung am 31. Mai zur Eröffnung der Fontane-Festspiele in Neuruppin überreichen.

Die Autorin hat am Telefon von ihrem Glück erfahren. „Ich habe mich natürlich unglaublich gefreut“, sagt Peggy Mädler. „So einen Anruf zu bekommen, ist genau so, wie man sich das im Film vorstellt.“ Den Fontane-Preis zu gewinnen betrachte sie als „große Wertschätzung“ für ihr Schreiben.

2013 Stadtschreiberin in Rheinsberg

Peggy Mädler wurde 1976 in Dresden geboren. Sie hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert und 2008 in den Kulturwissenschaften promoviert.

Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman „Legende vom Glück des Menschen“ im Galiani-Verlag Berlin. 2013 war Peggy Mädler bereits Stadtschreiberin in Rheinsberg.

In ihrem aktuellen Roman „Wohin wir gehen“ stellt sie entscheidende Fragen nach dem, was bleibt, wenn eine Heimat, die Eltern oder auch politische Hoffnungen verschwinden. Wohin bricht man auf, wo möchte man bleiben, während Landschaften, Orte und Jahre vorbeiziehen? Und wer ist am Ende der Mensch, der einen am längsten kennt?

„In der Tradition Theodor Fontanes

Das hat offenbar auch die Jury überzeugt. „Peggy Mädler hat sich in ihrem jüngsten Roman auf eine Reise durch die Zeiten und Landschaften begeben. In literarischer Perfektion beschreibt sie Land und Leute, ihre Seele und ihre Sehnsüchte, ihre Prägungen und ihr Scheitern – ganz in der Tradition Theodor Fontanes“, begründen die Juroren, weshalb sie sich für Peggy Mädler als Preisträgerin entschieden haben.

Mit dem in diesem Jahr erstmals gemeinsam vergebenen Fontane-Literaturpreis wollen das Land Brandenburg und die Fontanestadt Neuruppin künftig alle zwei Jahre Autorinnen und Autoren künstlerischer Literatur fördern, die in Brandenburg wirken und bereits einen ersten literarischen Erfolg erreichen konnten.

Nächster Roman spielt in Brandenburg

Das Preisgeld wird Peggy Mädler als Stipendium über zwei Jahre bereitgestellt. Diese Zeit möchte die Autorin nutzen, um an ihrem nächsten Roman zu schreiben. „Die konkrete Idee hatte ich schon beim Schreiben von ’Wohin wir gehen’“, sagt sie. „Aber ich kenne das so: Man beendet erst das Alte, bevor man mit etwas Neuem anfängt.“

So viel kann Peggy Mädler schon zu ihrem nächsten Projekt verraten: Der Roman soll zu großen Teilen in Brandenburg spielen. Die Erzählung wird sich um Kybernetik in der DDR drehen, verknüpft mit einer „komplizierten Dreiecks-Liebesgeschichte“, wie die Autorin sagt.

Nach der Preisverleihung will die gebürtige Dresdnerin das Wochenende in der Fontanestadt verbringen, um die Festspiele auch als Besucherin zu erleben.

Hochkarätige Jury

Zur Jury gehören die freie Autorin Nadine Kreuzahler, der Vorsitzende der Theodor-Fontane-Gesellschaft Roland Berbig, Peter Böthig als Leiter des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums Rheinsberg, Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg Detlef Bluhm und Carmen Winter, die Landesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der Gewerkschaft Verdi.

Von Reyk Grunow, Hannah Rüdiger

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