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Neuruppin Fontane soll die Radtouristen locken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Fontane soll die Radtouristen locken
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00:24 13.05.2019
In Neuruppin sind die ersten 60 Radler am Freitag gestartet. Vorn dabei: Bürgermeister Jens-Peter Golde. Quelle:  
Neuruppin

Jens-Peter Golde hat sich in Schale geworfen. Mit Fahrradhelm, sportlichem Dress und Handschuhen ausgestattet steht er am Freitagvormittag bereit, die Radstrecke zu eröffnen. Die Fontane-Radroute ist ganz neu.

Sie führt über 300 Kilometer durch vier Landkreise und zwei kreisfreie Städte von Oranienburg zum Stechlin und weiter über Rheinsberg, Neuruppin nach Fehrbellin, durchs Havelland nach Potsdam und Brandenburg an der Havel.

Eine Tour durch 16 Orte, vorbei an jeder Menge Fontane-Sehenswürdigkeiten, von der sich die gesamte Region einen großen Aufschwung im Fahrradtourismus erhofft.

Hinweistafeln entlang der Strecke geben zusätzliche Informationen zu Sehenswürdigkeiten und zur Route. Quelle: Peter Geisler

Die Wege für die Fontane-Radroute sind nicht neu, sagt Carsten Fechner, der das Projekt für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin betreut. Neu ist die Kombination.

Mit großem Aufwand haben die vier Kreise, Potsdam und Brandenburg gemeinsam die besten Wege gesucht, Geschichten recherchiert, Tafeln und Wegweiser aufgestellt, Hinweise ausgearbeitet.

In Neuruppin haben Landräte in Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark die Route am Freitag eröffnet. Rund 60 Radler machten sich auf die erste Fahrt – einmal um den Ruppiner See.

Bürgermeister und Landräte haben die Route eröffnet. Quelle: Peter Geisler

Die gesamte Strecke besteht aus acht Etappen. Dazu gibt es sechs Tagestouren, die links und rechts von der eigentliche Hauptroute abzweigen und dorthin zurückführen. Die Runde um den See ist eine davon.

Hunderte Hinweisschilder wurden entlang der 300 Kilometer aufgestellt, damit sich Radwanderer auch zurechtfinden. Allein in Neuruppin gibt es jetzt 14 große Tafeln, die die gesamte Strecke beschreiben und einzelne Sehenswürdigkeiten rundherum, sagt Bürgermeister Golde. Eine davon steht in der Karl-Marx-Straße gegen über dem Fontanedenkmal, wo die Tour startete.

Golde setzt große Erwartungen in die Route. „Ich hoffe, dass viele Radtouristen, die bisher den Elbe-, den Oder- oder den Flämingradweg nutzen, jetzt auch in unsere Region kommen“, sagt er.

Anbieter an der Strecke müssen mitziehen

„Das ist ein großes Vorhaben, das aber auch noch viel Unterstützung Bedarf“, räumte Landrat Ralf Reinhardt ein. Damit die Radroute ein Erfolg wird, müssen auch die Restaurants, Pensionen und Hotels entlang der Strecke mitspielen.

Tourismusfachmann Daniel Schmidt vom Bürgerbahnhof in Neuruppin sieht noch eine Herausforderung: den Zustand vieler Radwege. Tatsächlich hat sich der in den vergangenen Jahren auf vielen Strecken dramatisch verschlechtert. Aber der Kreis will schnell etwas tun.

Ostprignitz-Ruppin investiert Millionen in die Radwege

Im Rheinsberger Raum werden ab Herbst mehrere Millionen Euro für die Sanierung von Radwegen ausgegeben, sagt Carsten Fechner. Auch andere Strecken werden saniert. Der schlechte Radweg von Alt Ruppin nach Stendenitz etwa.

Zwischen Neumühle und Molchow wird er noch in diesem Jahr ganz neu gebaut. Diesmal mit Wurzelsperren, damit die umstehenden Bäume die Asphaltdecke nicht so schnell zerstören. Diese Strecke ist wichtig. „Priorität Nummer ein“, sagt Fechner. Auch wenn der Abschnitt nicht zur neuen Fontaneroute gehört.

Alle Details zur neue Fahrradroute mit Tipps zur Strecke und zu Sehenswürdigkeiten finden sich unter www.fontanerad.de im Internet.

Von Reyk Grunow

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