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Neuruppin Mit Pfeifen für mehr Klimaschutz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mit Pfeifen für mehr Klimaschutz
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00:27 25.02.2019
Vom Schinkelgymnasium zogen die jugendlichen Demonstranten durch die Stadt zum Schulplatz. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Lena Kernchen ist entschlossen. „Ich stehen hier und möchte für meine Zukunft kämpfen“, spricht die 15-Jährige aus Neuruppin in das Mikrofon. Die knapp 80 Jugendlichen, die ihr gegenüber stehen, brechen in laute Zustimmung aus. Dutzende Trillerpfeifen schallen über den Neuruppiner Schulplatz.

Zum zweiten Mal haben sich Schüler aus Neuruppin an diesem Freitagnachmittag zum Protest gegen die aktuelle Klimapolitik weltweit versammelt. Organisiert hatten die Aktion Jugendliche vom Schinkelgymnasium, der Montessorischule und der Evangelischen Schule. Andere haben sich ihnen angeschlossen.

Weltweit protestieren junge Menschen

Weltweit gehen junge Leute in diesen Wochen bei den „Fridays for Future“, den Freitagen für die Zukunft, auf die Straße. Worum es ihnen geht, war an diesem Freitag schwer zu überhören. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“, riefen die Schüler, als sie am Nachmittag vom Schinkelgymnasium durch die Regatta- und Friedrich-Engels-Straße zum Abschluss auf dem Schulplatz zogen.

Auf Schildern und Transparenten war deutlich zu lesen, was die jungen Leute fürchten. Quelle: Peter Geisler

Die Jugendliche fordern eine Klimapolitik, die die Zukunft sichert, und sie fordern vor allem einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleförderung. Bis 2030 müsse die eingestellt werden, sagt Lena Kernchen.

Nicht jeder hat Verständnis

Das Interesse an dem Protest hielt sich gestern in Grenzen. Kaum ein Passant bleibt stehen. Eine Frau in gesetztem Alter lief kopfschüttelnd vorbei. „Die sind doch bescheuert“, findet sie. Wer? „Alle, die da stehen“, sagt sie in Richtung der jungen Leute.

Solche Reaktionen kennt Corvin Drößler. Der 20-Jährige gehört zu den Organisatoren der Protestaktion in Neuruppin. Bis vor Kurzem war er noch Schülersprecher an der Evangelischen Schule, inzwischen studiert er in Potsdam. 2017 hat er sogar für Die Partei für den Bundestag kandidiert, auch wenn ihm klar war, dass er keine Chance hat, einen Sitz im Parlament zu gewinnen.

Am 15. März geht es weiter

Ob der Protest der Jugendlichen etwas bewirkt? Corvin Drößler ist sich da sicher. „Dadurch, dass das inzwischen eine weltweite Aktion ist, kann man nicht mehr an uns vorbei“, sagt er. „Ich weiß nicht, was genau wir erreichen. Aber wir werden etwas erreichen.“

Doch einfach und schnell geht das nicht, das ist den Schülern klar. Die Freitagsproteste werden weitergehen. Am 15. März wollen zehntausende Schüler aus 40 Länden weltweit für ihre Forderungen zum Klimaschutz protestieren. Die meisten werden das in der Schulzeit tun, also streiken. Ob auch die Neuruppiner dem Unterricht fern bleiben oder sich wie diesmal erst danach treffen, steht noch nicht fest.

Von Reyk Grunow

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