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Neuruppin Dach löst sich auf: NWG lässt Gehweg sperren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Dach löst sich auf: NWG lässt Gehweg sperren
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00:23 31.05.2019
Viele Neuruppiner kennen das marode Haus in der Friedrich-Engels-Straße, weil es dort einmal einen Laden für Küchenmöbel gab, später ein Geschäft für Obst und Gemüse. Doch das ist lange her. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

 Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft muss wohl doch noch in diesem Jahr ein Millionenprojekt in Angriff nehmen, das eigentlich erst später geplant war. Das große Wohnhaus in der Friedrich-Engels-Straße 37 ist in so schlechtem Zustand, dass dort schnell etwas passieren muss.

Inzwischen hat die Wohnungsgesellschaft den Gehweg und die Parkplätze vor dem heruntergekommenen Gebäude an der Ecke Poststraße absperren lassen. Zu groß ist die Gefahr, dass Passanten von herunterfallenden Teilen verletzt oder Autos beschädigt werden könnten.

Dass das Haus in schlechtem Zustand ist, kommt für niemanden überraschend. NWG-Chef Robert Liefke war bisher aber davon ausgegangen, dass sich eine Sanierung noch ein wenig aufschieben lässt. Aber das könnte nun schwierig werden.

2017 hatte die NWG den maroden Bau an der Ecke Friedrich-Engels- und Poststraße von der Stadt übernommen – zusammen mit einem anderen Gebäude in ähnlich schlechtem Zustand. Quelle: Peter Geisler

„Teile der Dachpappe haben sich gelöst und sind auf den Gehweg gefallen“, sagt Liefke. Zur Sicherheit habe er veranlasst, dass das Areal vor dem Gebäude deshalb abgesperrt wird.

Nach einer Besichtigung mit einem Dachdecke habe sich gezeigt, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Die NWG wolle nun prüfen, ob das restliche Dach zunächst abgestützt und mit einem Netz gesichert werden kann, damit nichts mehr herabfallen kann.

Sollte ein Netz nicht zu spannen sein oder nicht genug Sicherheit bringen, will Liefke das Gebäude notfalls einrüsten lassen. Bis dahin bliebt die Fläche zwischen Friedrich-Engels-Straße und dem Wohnhaus abgesperrt.

Viele Wohnungen stehen schon lange leer

Die NWG hatte das Gebäude erst 2017 von Neuruppin übernommen. Bis dahin gehörte es der Stadt, wurde von der Wohnungsgesellschaft aber verwaltet.

Das Gebäude mit seinen 22 Wohnungen steht zum Teil leer, einige Mieter wohnen dort jedoch noch. Um ihnen Ersatzwohnungen in der Altstadt anbieten zu könnten, wollte Robert Liefke mit den Bauarbeiten in der Friedrich-Engels-Straße eigentlich warten, bis das neue Haus in der Schulzenstraße fertig ist.

NWG will noch 2019 mit der Sanierung beginnen

Die Bauarbeiten dort dauern aber länger als erhofft. Liefke lässt deshalb zurzeit den Wirtschaftsplan für dieses Jahr ändern. Wenn der Aufsichtsrat zustimmt, soll die Sanierung in der Friedrich-Engels-Straße 37 noch in diesem Jahr beginnen, sagt der NWG-Chef. Er rechnet mit bis zu vier Jahren Bauzeit.

Das marode Dach ist nicht die einzige Herausforderung. In dem Gebäude gibt es auch noch einen Brandschaden aus dem Jahr 1990, der nie saniert wurde.

Von Reyk Grunow

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