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Neuruppin Mutmaßlicher Hehler kam nicht zum Prozess
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mutmaßlicher Hehler kam nicht zum Prozess
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13:42 21.11.2019
Der Angeklagte erschien nicht vor Gericht, entgeht aber seiner Strafe nicht. Quelle: dpa
Neuruppin

Richterin, Schöffinnen, Staatsanwalt, Dolmetscherin und Zeugen waren pünktlich zur Verhandlung am Donnerstag im Neuruppiner Amtsgericht erschienen. Wer fehlte und auch nicht kam, war der Angeklagte.

Mit einem gestohlenen Auto Richtung Polen erwischt

Jaroslaw P. soll am 19. Februar dieses Jahres ein von anderen gestohlenes Fahrzeug ins Nachbarland Polen überführt haben. Im Bereich Tarmow wurde er jedoch auf der Bundesautobahn 24 in Fahrtrichtung Polen erwischt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-jährigen Polen Hehlerei vor.

Wie ein bevollmächtigter Rechtsanwalt mitteilte, hat er die Ladung zur Verhandlung an den Angeklagten weitergeleitet, der diese jedoch offensichtlich ignorierte beziehungsweise es vorzog, nicht zu erscheinen. Seiner Strafe entging er dennoch nicht.

Gericht erlässt Strafbefehl

Das Gericht machte kurzen Prozess und wird auf Antrag des Staatsanwaltes einen Strafbefehl erlassen. Normalerweise findet in Deutschland eine Hauptverhandlung vor einem Gericht statt. Es wird die Anklage verlesen, der Angeklagte gehört und wenn nötig werden Zeugen und Sachverständige vernommen.

Es besteht jedoch in einigen Fällen laut Gesetz die Möglichkeit, im Wege eines Strafbefehlsverfahren auf eine mündliche Verhandlung zu verzichten. Es ist ein vereinfachtes Verfahren, das unter bestimmten Voraussetzungen angewandt werden kann. Es können die unterschiedlichsten Delikte sein. Jedoch darf die Straferwartung weniger als ein Jahr Freiheitsstrafe (auf Bewährung) oder eine Geldstrafe sein.

Bewährungsstrafe für eine Hehlerei

Dabei reicht ein hinreichender Tatverdacht gegen den Angeklagten. Den sahen Staatsanwalt und Gericht im vorliegenden Fall wohl gegeben. Gegen den polnischen Staatsbürger wird ein Strafbefehl erlassen. Er bekommt eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wird.

Dieser Strafbefehl wird ihm zugestellt. Dann hat er zwei Wochen Zeit zu überlegen, ob er ihn akzeptiert oder dagegen Einspruch einlegen will. Macht er das und der Einspruch wird vom Gericht nicht als unzulässig verworfen, erfolgt eine Hauptverhandlung. Daran muss er teilnehmen.

Von Dagmar Simons

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