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Neuruppin Gericht schlägt ordentliche Kündigung vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gericht schlägt ordentliche Kündigung vor
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15:08 17.05.2019
Das Neuruppiner Krankenhaus hat dem Fahrer eines Rettungswagen gekündigt, weil dieser eine Patientin geschlagen haben soll. Quelle: dpa-Zentralbild
Neuruppin

 Im Streit um einen fristlos gekündigten Rettungstransportfahrer der Ruppiner Kliniken hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg einen Vergleich vorgeschlagen. Demnach soll die fristlose Kündigung in eine ordentliche umgewandelt werden. Eduard R. würde damit zum 30. November 2019 die Pro-Klinik-Holding verlassen – ohne bis dahin noch einmal für das Unternehmen zu arbeiten.

Spuckende Patientin unter Drogen

Der Fall von R. hatte Wellen geschlagen, weil dem 59-Jährigen vorgeworfen worden war, am 6. März 2018 im Neuruppiner Krankenhaus eine wild um sich spuckende Patientin geschlagen zu haben. Die 34-Jährige aus Wusterhausen stand offenbar unter Alkohol und anderen Drogen.

R., der seit mehr als 30 Jahren für das Krankenhaus arbeitet, beteuert, die Frau nicht geschlagen zu haben. Er habe ihr lediglich den Mund zugehalten und die Decke über den Kopf gezogen, um sich damit vor ihren Spuckattacken schützen zu können.

Neuruppiner Arbeitsgericht lehnte die Kündigung ab

Indes hatte die Anwältin der Kliniken bei dem Verfahren auf zwei Zeugen verwiesen, die von Schlägen gegen die Patientin gesprochen haben. Unklar blieb aber, ob die Zeugen diese Schläge wirklich mit eigenen Augen gesehen haben. Auch deshalb hatte das Neuruppiner Arbeitsgericht die fristlose Kündigung von R. abgelehnt – mit dem Hinweis, dass sich der Rettungstransportfahrer bisher nichts zuschulden kommen lassen und auch keine Abmahnung erhalten hatte. Der Betriebsrat sieht die Sache ähnlich. Er hatte sich ebenfalls gegen die fristlose Kündigung ausgesprochen. Videoaufnahmen von dem Vorfall am 6. März 2018 gibt es offenkundig nicht.

Unklar ist, ob die Pro-Klinik-Holding dem vorgeschlagenen Vergleich zustimmt. Das Unternehmen hat Zeit bis Freitag, 24. Mai, sich zu entscheiden.

Von Andreas Vogel

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