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Neuruppin Gnewikow muss weiter warten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gnewikow muss weiter warten
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18:29 27.09.2019
Nach einer Pause entschieden die Abgeordneten, die Entscheidung über Gnewikow zu vertagen. Quelle: foto: Andreas Vogel
Neuruppin

Obwohl sich im Vorfeld des Kreistages gleich fünf Fraktionen für eine schnelle Sanierung der maroden Dorfstraße in Gnewikow ausgesprochen hatten, werden Bauarbeiter frühestens im April oder Mai dort anrücken.

Der Grund: Vizelandrat Werner Nüse (SPD) hatte am Donnerstagabend erklärt, dass das Landgericht Neuruppin einen neuen Gutachter eingesetzt habe, der bis Ende Februar klären will, wer schuld an den Baumängeln ist – eine Firma, die im Auftrag der Neuruppiner Stadtwerke in Gnewikow tätig war, oder der Landkreis, dem die Straße gehört.

Kreis rechnet mit Kosten von 180.000 Euro

Die Aussagen des Gutachters wollen die Abgeordneten abwarten, bevor sie ihren am Donnerstag zurückgestellten Antrag wieder hervorzaubern und vom Landkreis eine sofortige Sanierung der Kreisstraße verlangen. Für den Rückzieher der Abgeordneten waren noch zwei weitere Gründe ausschlaggebend: Zum einen würden die Arbeiten auch bei einem Beschluss zur sofortigen Sanierung erst im nächsten Frühjahr beginnen, weil sie erst ausgeschrieben werden müssten. Zudem würde der Landkreis bei sofortigen Arbeiten die gesamten Kosten dafür tragen müssen – auch wenn sich herausstellen sollte, dass dafür eigentlich die von den Stadtwerken beauftragte Firma haften müsste. Laut Vizelandrat Nüse geht es dabei um Gesamtkosten von etwa 180 000 Euro.

Der Rheinsberger SPD-Abgeordnete Manfred Richter hatte in der Debatte darauf hingewiesen, dass sich die Straße gar nicht in so einem schlechten Zustand befinde. „Es droht keine Katastrophe, wenn der Kreis dafür kein Geld bereitstellt“, so Richter. Das bestätigte der Neuruppiner Bündnisgrüne Wolfgang Freese. Der Brechsand, den der Kreis im Pflaster habe einbringen lassen, habe gewirkt. Bis auf wenige Stellen bewege sich dort kein Stein mehr, so Freese. Doch warum habe der Kreis mit dem Brechsand fünf Jahre gewartet, fragte er.

Offen sei zudem, wie lange der Brechsand halte, schließlich stehe bald der Winter vor der Tür, gab Ronny Kretschmer (Linke) zu bedenken. Der Kreistag will nun am 26. März entscheiden, wie es in Gnewikow weitergeht. Dann ist wohl auch das ersehnte Gutachten ausgewertet.

Seit fünf Jahren tobt der Streit wegen des losen Pflasters in der Dorfstraße Gnewikow zwischen den Neuruppiner Stadtwerken und dem Landkreis. Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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