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Neuruppin Gnewikower Verein gewinnt Ost-Preis
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17:43 08.08.2019
Bisher waren nur kleinere Arbeiten an der Kirche in Gnewikow möglich. Immerhin ist das Dach dicht und der Kirchenraum nutzbar. Jetzt geht es darum, Leben ins Haus zu bekommen. Quelle: Peter Geisler/Archiv
Gnewikow

Die Überraschung war groß, als Sieglinde Siebmann aus Gnewikow am Donnerstag Post von Christian Hirte bekam, dem Ostbeauftragten der Bundesregierung.

Sie hatte den Ausscheid schon fast abgehakt, bei dem sich der Förderverein der Gnewikower Dorfkirche vor einigen Monaten beworben hatte. „Machen 2019“ heißt der Ideenwettbewerb, den der Ostbeauftragte zum ersten Mal ausgelobt hat.

Vereine und Initiativen aus Ostdeutschland konnten sich mit ihren Projekten in bürgerschaftlichem Engagement bewerben.

Preis wird am 26. August bekannt gegeben

Die Gnewikower haben nach Berlin geschrieben, wie sie den Zusammenhalt im Dorf fördern wollen. „Aber dann haben wir sehr lange nichts mehr gehört“, sagt Sieglinde Siebmann. Jetzt kam die Antwort aus dem Büro von Christian Hirte: Der Förderverein Dorfkirche Gnewikow gehört zu den Siegern im Wettbewerb.

Rund 300 Einsendungen gab es. Neben den Gnewikowern haben noch 39 weitere Initiativen Preisgeld gewonnen. Wie viel, erfahren sie bei der Übergabe am 26. August in Berlin.

Preise zwischen 5000 und 15.000 Euro sind ausgelobt. Das Geld soll als Startkapital verwendet werden, um die ausgezeichneten Projektideen wirklich umsetzen zu können.

Den Verein gibt es seit 1998

Vereinschefin Siebmann ist noch ein bisschen fassungslos, dass der Förderverein endlich einmal Unterstützung bekommt.

Seit mehr als 20 Jahren bemühen sich die Mitglieder schon in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben darum, die Gnewikower Kirche wieder flott zu machen. Viele Spenden wurden schon gesammelt.

„Die Leute fragen sich, was wir mit dem Geld eigentlich machen“, sagt Sieglinde Siebmann. Aber die Spenden allein reichten bisher nur für kleinere Arbeiten, die großen Herausforderungen sind bisher unbezahlbar.

„Die Kirche ist der Mittelpunkt des Dorfes“

De Gnewikower Kirche ist ein spätgotischer Saalbau aus dem frühen 16. Jahrhundert. Denkmalschützern gilt sie als wichtiges Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in der Region.

„Die Kirche ist der Mittelpunkt des Dorfes“, ist Sieglinde Siebmann überzeugt. Umso mehr bedrückt sie, dass nur wenige Gnewikower den 1998 gegründeten Förderverein unterstützen. Die meisten der 23 Mitglieder kommen aus anderen Orten in ganz Deutschland.

Endlich einmal Anerkennung

Im Wettbewerb „Machen 2019“ hat sich der Verein deshalb mit einem Projekt beworben, mit dem er die Menschen im Dorf wieder mit ihrer Kirche zusammenbringen will.

„Man interessiert sich am meisten für das, was einen direkt betrifft“, sagt Siebmann. Konkret geht es um wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Gnewikows, die in der Kirche entstehen sollen.

Wie viel Geld der Verein dafür gewinnt, ist dabei fast schon egal. „Das Wichtigste ist, dass wir Anerkennung bekommen“, sagt Sieglinde Siebmann, „dass wir bemerkt werden.“

Von Reyk Grunow

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