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Neuruppin Windenergie: Grünen-Chefin für weiteren Ausbau in der Region
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Windenergie: Grünen-Chefin für weiteren Ausbau in der Region
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16:13 11.08.2019
Wahlkampf in Neuruppin: Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

In Teltow war sie bereits. Jetzt kam die Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach Neuruppin, um auch dort Wahlkampf für einen Grünen-Landtagskandidaten zu machen.

Wolfgang Freese will am 1. September „eine Alternative gegen die Populisten, gegen die Angstmacher“ bieten. Die Chancen des 63-Jährigen, ein Direktmandat zu holen, sind nicht schlecht. Bei der Kreistagswahl hatte er die mit Abstand meisten Stimmen geholt.

Das Format, das die Grünen-Bundesvorsitzende und der Landtagskandidat am Freitagabend bestritten, heißt Townhall Meeting – eine Art Ping Pong, bei dem Gäste in schnellem Wechsel Fragen an Baerbock stellen können.

Wie viele Windräder verträgt die Region?

Bernd Werner, selbst langjähriges Grünen-Mitglied und Sprecher einer Bürgerinitiative gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen in der Region, eröffnete den Fragereigen. Wie viele Anlagen kann die Region noch vertragen, wollte er wissen – für Bernd Werner, der gegen den Lärm Wildberger Anlagen kämpft, eine rhetorische Frage.

Baerbock verteidigte den weiteren Ausbau der Windenergie. Noch immer sei Windkraft die „günstigste Form der Energieerzeugung, mit der wir aus der Kohle rausgehen können“. Mit geringeren Geräuschemissionen oder Abschaltzeiten für Fledermäuse ließen sich die negativen Folgen der Windkraft deutlich minimieren.

„Wir setzen auf Repowering mit besseren und effizienteren Anlagen.“ Wolfgang Freese sieht das ähnlich. Noch sei das in der brandenburgischen Energiestrategie 2030 festgeschriebene Ziel, durchschnittlich zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie zu nutzen, nicht erreicht. „Da ist noch Luft nach oben.“

Kein Deckel auf Ausbau regenerativer Energien

In der Novelle des EEG-Gesetzes war beschlossen worden, den Ausbau der regenerativen Energien vorerst zu deckeln. Doch wollen die Grünen diesen Deckel abschaffen. Mit einer stärkeren finanziellen Beteiligung der Regionen an den Gewinnen der Windkraftfirmen müsse vielmehr dafür gesorgt werden, die Akzeptanz für Windenergie zu fördern, sagt Baerbock: „Die Gewinne dürfen nicht allein dahin gehen, wo die Firmensitze sind.“

Kritik auch an der bisher mangelnden Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die unter anderem verbietet, dass Gewässer sich verschlechtern dürfen. „Wir verstoßen hier eklatant gegen europäisches Recht“, sagt Baerbock.

Eigentlich schreibt die Richtlinie vor, dass Gewässer bis 2027 in einem ökologisch guten Zustand sein sollen. Bei dem mit Phosphaten belasteten Vielitzsee wird das schwierig sein. „Wir erreichen bessere Werte nicht, wenn wir nicht die Landwirtschaft ändern“, warnt Heidi Küttner-Neuhaus, Sprecherin der Initiative zur Rettung des Vielitzsees.

Reform der Gülleverordnung

Dem stimmt Baerbock zu, die als Grüne einen Ausstieg aus der Massentierhaltung fordert. Zudem brauche es eine Reform der Gülleverordnung. Höfe sollten nur noch so viel Gülle produzieren dürfen, „wie viel sie selbst nachhaltig verarbeiten können“.

Wer biologische Vielfalt wolle, brauche eine Art der Landwirtschaft, sagt Baerbock. Die anfängliche Form der Förderung regenerativer Energien sieht sie deshalb heute kritisch. „Da gab es bei den Biogasanlagen vor zehn Jahren eine Fehlentwicklung.“

Von Frauke Herweg

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