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Neuruppin Autobahnbau: erste Güterzüge noch im Februar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Autobahnbau: erste Güterzüge noch im Februar
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00:24 07.02.2019
In Alt Ruppin gibt es seit 2016 eine Ladestraße für Schüttgüter, die mit der Bahn kommen – im Temnitzpark noch nicht.
In Alt Ruppin gibt es seit 2016 eine Ladestraße für Schüttgüter, die mit der Bahn kommen – im Temnitzpark noch nicht. Quelle: Reyk Grunow/Archiv
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Stöffin

Noch ist das neue Mischwerk in der Nähe von Stöffin im Bau. Doch schon bald soll von dort der erste Beton für die neue Autobahn A 24 kommen. Noch im Februar wird das erste Material für den Autobahnbau in Stöffin angeliefert.

Es geht um insgesamt etwa 300.000 Tonnen, sagt Steffen Schütz, der Sprecher der privaten Havellandautobahn-Gesellschaft. Das Unternehmen baut die A 24 und die A 10 von Neuruppin bis Dreieck Pankow im Auftrag des Bundes aus und betreibt die rund 70 Kilometer lange Strecke bis 2048. Es ist das erste Autobahn-Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft im Land Brandenburg.

650 Millionen Euro für den Umbau der Autobahn

Der Bund lässt sich das Vorhaben insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro kosten. Rund 650 Millionen sind für den Ausbau der Fahrbahnen, Brücken und Auffahrten eingeplant. Die restliche Summe bekommen die Investoren für den Unterhalt der Autobahn über 30 Jahre hinweg.

Das Baumaterial soll per Güterzug in den Temnitzpark bei Werder geliefert und dort entladen werden. „Der Transport erfolgt per Lkw vom Bahnhof zum Mischplatz Stöffin“, sagt Steffen Schütz. Bei rund 300.000 Tonnen dürften dafür rund 8000 große Lastwagen nötig sein. Die ersten Lieferungen werden ab 18. Februar in Stöffin erwartet.

Damit die Züge im Temnitzpark schnell entladen werden können, muss einiges vorbereitet werden. Das Gütergleis dort wird bisher vor allem von der Firma Bullinger für ihre Holzlieferungen genutzt. Für Schüttgüter wie für den Autobahnbau ist es deshalb kaum ausgelegt.

Unternehmer hat in Alt Ruppin neue Ladestraße gebaut

Im Gewerbegebiet am Bahnhof Alt Ruppin hatte der Unternehmer Wolfgang Passon dafür schon vor Jahren investiert und eine völlig neue Entladestation gebaut. Er hatte gehofft, dass auch das Material für den Autobahnbau bei ihm entladen wird.

Die Absage der Investoren nimmt der Alt Ruppiner aber gelassen. „Die Bauwirtschaft boomt gerade“, sagt Passon. Auch ohne Autobahnbaustelle wird seine Entladestelle gut genutzt. Allein im vergangenen Sommer hielten dort zwölf Güterzüge.

Behinderungen am Mittwoch auf der A 24 bei Fehrbellin

Unterdessen müssen Autofahrer in dieser Woche auf der A 24 mit besonderen Behinderungen rechnen. Am Mittwoch sollen die Fahrspuren zwischen Fehrbellin und Raststätte Linumer Bruch umverlegt werden, kündigte Schütz am Montag an.

Zurzeit fahren dort sämtliche Fahrzeuge in vier Spuren auf einer Hälfte der Autobahn. Am Mittwoch werde die wieder getrennt. Autos in Richtung Berlin fahren dann vorübergehend über extra angebaute provisorische Spuren.

Von Reyk Grunow