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Neuruppin Historische Stadtkerne – die schicken Seiten der Altstädte
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09:22 10.01.2020
Denkmal des Monats im Mai: Das Wittstocker Bahnhofsgebäude. Quelle: Christamaria Ruch
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Perleberg

75 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wird sich auch die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg mit diesem Thema beschäftigen. Es kann den Schwerpunkt der Aktivitäten bilden, wenngleich nicht alle Kommunen einen Zugang dazu finden.

Entwicklung nach dem Krieg im Fokus der AG

Betrachtet werden soll der Aufbau und die Entwicklung der Städte nach 1945. Das Thema wurde unter dem Motto „Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte“ auf der Jahrespressekonferenz der AG vorgestellt. Die Mitgliedsstädte in der Region – Lenzen, Perleberg, Wittstock, Wusterhausen, Kyritz und Neuruppin – tun sich ein wenig schwer damit und werden nach jetzigem Stand dazu keine Beiträge liefern.

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Ideen gesucht: In das Haus in der Hamburger Straße 30/31 in Lenzen soll neues Leben einziehen. Quelle: Kerstin Beck

In Lenzen an der Elbe hat der Krieg nicht die Spuren hinterlassen, die sich jetzt passend zum Thema darstellen lassen. Für Amtsdirektor Harald Ziegeler eher ein Glücksfall, kann sich die Kommune doch auf sein Erbe von insgesamt 52 altstadtprägenden Gebäuden aus weitaus älteren Epochen konzentrieren.

Der Erhalt der Substanz steht daher im Vordergrund. Beispielhaft nennt Ziegeler das markante Gebäude Hamburger Straße 30/31. „Dafür suchen wir nach einer Nutzung“, sagt der Verwaltungschef.

Denkmalschutz auf Fördermittel angewiesen

Für Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura, die zugleich stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft ist, liegt der Fokus auf einem anderen wichtigen Aspekt: „30 Jahre nach der Wende müssen wir einige bereits sanierte Gebäude wieder anfassen“, macht Jura deutlich und hat mit den Kollegen entsprechende Signale in Richtung Landesregierung gesendet.

Eines der markanten Gebäude in der Perleberger Altstadt, das Haus Am Hohen Ende 3. Quelle: Stephanie Fedders

Für weitere Investitionen sind die Kommunen auf Unterstützung aus Potsdam angewiesen. Laut Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) gibt es zumindest vom Bund das Zeichen, dass der Denkmalschutz weiterhin von Städtebaufördermitteln profitieren kann

Seit 1991 – dem Jahr vor der Gründung der Arbeitsgemeinschaft – flossen insgesamt 827 Millionen Euro in den Erhalt der alten Bausubstanz. Die Aktion „Denkmal des Monats“ wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich genutzt, um gelungene Beispiele der Sanierung vorzustellen.

Denkmal des Monats – Perleberg macht den Anfang

In diesem Jahr geschieht das unter breiter Beteiligung der Städte aus der Region. Den Anfang macht im Februar Perleberg mit dem Haus Am Hohen Ende 3. Es ist in Privatbesitz und bietet Einrichtungen wie der Lebenshilfe oder der Ländlichen Erwachsenenbildung ein Zuhause.

Wusterhausen zeigt sein frisch saniertes Rathaus im November der Öffentlichkeit. Quelle: Wolfgang Hörmann

Im April stellt Neuruppin die Wichmannstraße 18 vor. Das ehemalige Rathaus wurde 1790 errichtet und 1993/94 saniert. Bis zum Jahr 2000 war hier die Stadtverwaltung zuhause.

Einen Monat später rückt Wittstock das Empfangsgebäude des Bahnhofs in den Fokus, der mit Blick auf die Landesgartenschau seit 2016 aufgewertet wurde. Durch den Einzug der Tourist-Information sowie die künftige Unterbringung von Ordnungsamt mit Bürgerbüro und Kfz-Zulassung findet eine intensive Nutzung statt. Eine neue Verwendung sucht die Stadt noch für den Güterboden, der während der Laga als Blumenhalle diente.

Kyritz erinnert an die Verkündung der Bodenreform

Eher um das Grundstück als um das Gebäude geht es im August in Kyritz. Erinnert wird an den historischen Ort in der Maxim-Gorki-Straße 38. Das Gebäude ist erst nach 2011 entstanden und beherbergt einen Drogeriemarkt. Dafür weist eine Stele heute auf den Ort, an dem Wilhelm Pieck am 2. September die Bodenreform verkündete.

Den Abschluss bildet im November Wusterhausen, das sich für sein Rathaus als „Denkmal des Monats“ entschieden hat. Das markante Gebäude war lange Zeit das letzte unsanierte Haus rund um den Markt, erstrahlt jetzt aber in neuem Glanz.

Infos: www.ag-historische-stadtkerne.de

Von Stephanie Fedders

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