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Neuruppin Erntehelfer müssen besser vor Covid-19 geschützt werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin

IG Bau: Brandenburgs Erntehelfer müssen besser vor Covid-19 geschützt werden

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10:01 27.04.2021
Erntehelfer braucht es auch auf Spargelfeldern wie diesem in Dorf Zechlin.
Erntehelfer braucht es auch auf Spargelfeldern wie diesem in Dorf Zechlin. Quelle: (Archiv) Peter Geisler
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Neuruppin/Perleberg

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Mark Brandenburg hat die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft angemahnt. „Saisonbeschäftigte in der Region, die in der Ernte und Aussaat arbeiten, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil der Erntehelfer ist nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Genauso gefährlich ist es, wenn Beschäftigte in Sammeltransporten zu den Feldern gefahren werden“, kritisiert IG BAU-Bezirksvorsitzender Rudi Wiggert.

Die Unternehmen müssten alles dafür tun, dass die Branche nicht zum Corona-Hotspot werde. Außerdem seien verstärkte Arbeitsschutz- und Hygienekontrollen der Behörden notwendig. Saisonbeschäftigte dürften nicht ungeschützter sein als Menschen, die in Büros oder auf Baustellen arbeiteten.

Betroffen sind in Prignitz und Ruppin rund 3500 Saison-Erntehelfer

Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Landwirtschaft im Landkreis Ostprignitz-Ruppin rund 2000 Menschen – in der Prignitz sind es 1500.

„Mehrere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche, aber auch auf Bauernhöfen haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pandemie ist“, so Wiggert. Die überwiegend aus Osteuropa stammenden Saisonkräfte sorgten dafür, dass in den Supermärkten Spargel, Erdbeeren und Gurken nicht ausgingen. Dabei arbeiteten sie zu niedrigen Löhnen und häufig ohne Krankenversicherungsschutz.

Nach einer neuen Regelung können Erntehelfer in diesem Jahr 102 statt wie bislang 70 Tage lang sozialversicherungsfrei in der Landwirtschaft arbeiten, was sie in ihrer sozialen Absicherung schlechter stellt, kritisiert die Gewerkschaft.

Von MAZ-online